Armutsgefährdungsschwelle

Die Armutsgefährdungsschwelle ist die Einkommensgrenze in Euro, unterhalb derer ein Haushalt als armutsgefährdet gilt. Als Einkommensgrenze gilt dabei 60 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Gesamtbevölkerung.

Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern

Der Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dokumentiert regionale Unterschiede in der Verwirklichung von Gleichstellung in Deutschland. Durch die vergleichende Erfassung von Indikatoren auf der Landes- und Kreisebene kann regional der jeweils erreichte Stand abgebildet werden. Dies dient der Planung weiterer Schritte.

atypisch Beschäftigte

Eine atypische Beschäftigung definiert sich in der Abgrenzung zum Normalarbeitsverhältnis. Das Normalarbeitsverhältnis wird definiert als ein unbefristetes, abhängiges Arbeitsverhältnis, das in Vollzeit und mit voller Integration in alle Sozialversicherungssysteme sowie Weisungsgebundenheit gegenüber dem Arbeitgeber, den Möglichkeiten betrieblicher Mitbestimmung und einem existenzsichernden (Familien-)Einkommen verbunden ist. Normalarbeitsverhältnisse bieten damit besonderen sozialen Schutz für die Beschäftigten.

Aufenthaltsstatus

Die Abstufung des Aufenthaltsstatus reicht von dauerhaft sicher (EU-Aufenthaltsrecht, Niederlassungserlaubnis) über vorübergehend sicher (Aufenthaltserlaubnis) bis zum unsicheren Status der Duldung bzw. der Gestattung. Einen dauerhaft sicheren Aufenthalt haben nach fünf Jahren Aufenthalt in der Regel alle EU-Bürger, Staatsangehörige der EWR-Staaten (Norwegen, Island und Liechtenstein) sowie der Schweiz und der Türkei aufgrund der EWR/EFTA-Abkommen bzw. des Assoziationsvertrags mit der Türkei. Bei anderen Drittstaatsangehörigen haben einen langfristigen Aufenthaltsstatus: Personen mit Niederlassungserlaubnis, Daueraufenthaltserlaubnis EU, Aufenthaltskarte nach § 5 FreizügG/EU, Aufenthaltsberechtigung (alt), unbefristeter Aufenthaltserlaubnis (alt). Ein langfristig gesichertes Aufenthaltsrecht ist in der Regel Voraussetzung für einen erfolgreichen Integrationsprozess. Je höher die Zahl der Personen mit Niederlassungserlaubnis, desto höher ist auch mittel- bis langfristig das Potenzial für Einbürgerungen. Die Niederlassungserlaubnis berechtigt in allen Fällen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit, bei der Aufenthaltserlaubnis ist dies nicht immer der Fall, in gesetzlich geregelten Fällen ist sie von der Zustimmung der Arbeitsverwaltung abhängig. Die Aufenthaltsgestattung und die Duldung erlauben die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nur in bestimmten Fällen.

Ausbildungsanfängerquote

Die Ausbildungsanfängerquote bezieht die Zahl der Ausbildungsanfänger – differenziert nach einzelnen Altersgruppen – auf die entsprechende Wohnbevölkerung (im gleichen Alter bzw. in der gleichen Altersgruppe). Einbezogen werden entsprechend der Berufsbildungsstatistik die Altersgruppen der 16- bis 24-Jährigen, wobei die offenen Unter- und Obergrenzen („16 Jahre und jünger“ und „24 Jahre und älter“) aus Vereinfachungsgründen in Relation zur Wohnbevölkerung im Alter von 16 bzw. 24 Jahren gesetzt werden. Die Quote berechnet sich dann als Summe der einzelnen altersspezifischen Ausbildungsanfängerquoten (Quotensumme).
Ausbildungsanfänger sind dabei Auszubildende, die zuvor keine duale Ausbildung begonnen haben. Ausbildungsanfänger haben keine Ausbildungsverkürzung, die mehr als 18 Monate beträgt und die Ausbildung beginnt im Berichtjahr (BJ) und wurde bis zum 31.12 des BJ nicht gelöst.

Ausbildungsbereiche

Der Bereich “Industrie und Handel” beinhaltet Banken, Versicherungen und Gast- Verkehrsgewerbe, in den Bereichen “öffentlicher Dienst” und “freie Berufe” sind diejenigen Auszubildenden, deren Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen (Kammern) außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden nicht beinhaltet, die Kategorie “Sonstige” besteht aus den Bereichen Land- und Hauswirtschaft.

Ausgabenträger

Als Ausgabenträger werden in der Gesundheitsausgabenrechnung alle öffentlichen und privaten Institutionen bezeichnet, die Leistungen für die Gesundheit finanzieren. Das sind in Deutschland die öffentlichen Haushalte, die gesetzliche Krankenversicherung, die soziale Pflegeversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung, die private Krankenversicherung, die Arbeitgeber sowie die privaten Haushalte und die privaten Organisationen ohne Erwerbszweck.

Ausländerzentralregister

Wird von Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erhoben. Im allgemeinen Datenbestand des Ausländerzentralregisters werden grundsätzlich die Daten der Ausländer erfasst, die sich länger als drei Monate in Deutschland aufhalten. Es dient den Verwaltungsbehörden zur Erfüllung von Aufgaben im ausländer- und asylrechtlichen Bereich, hat Unterstützungsfunktion als Instrument der inneren Sicherheit und wird für ausländerpolitische Planungen sowie die Ermittlung steuerungsrelevanter Größen verwendet. Die Auswertung für die Statistik erfolgt jährlich mit dem Stichtag 31.12.

Befristete Beschäftigung

Befristete Beschäftigungsverhältnisse haben eine begrenzte Laufzeit. Sie enden, ohne dass eine Kündigung notwendig ist. Befristet Beschäftigte haben deutliche Einkommenseinbußen gegenüber unbefristet Beschäftigten, sind mit Problemen der eingeschränkten Planbarkeit der beruflichen und privaten Situation konfrontiert.

Berufsbildungsstatistik

Wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder erhoben. Es handelt sich um eine jährliche Vollerhebung mit Auskunftspflicht mit dem Stichtag 31.12. Erfasst werden Jugendliche mit Ausbildungsvertrag, die sich in einer Ausbildung im Dualen System (betriebliche und schulische Ausbildung) befinden.