Familie und Zusammenleben

Familienarbeit und Erwerbsarbeit

Die Wohnsituation beeinflusst in hohem Maße die Lebensqualität von Familien und die Möglichkeit zur sozialen Teilhabe. Familiengerechte Wohnbedingungen zu schaffen ist daher ein wichtiges familienpolitisches Ziel.

Wohneigentümerquote

Wohneigentumsquote

Der Indikator gibt den Anteil der Haushalte an der Bevölkerung an, die selbstgenutzten Wohnraum besitzen oder mieten (in einem Haupt- oder Untermietverhältnis).

Abbildung C4.1 Wohnsituation in Baden-Württemberg 2017 nach Haushaltstyp


Die Angabe für Paare mit 1 Kind mit selbstgenutztem Wohneigentum basiert auf kleinen Fallzahlen, daher ist dieser Zahlenwert unsicher.
*) In Eigentum = keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: SOEP v34, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C4.1 Wohnsituation in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Haushalte in selbstgenutztem Eigentum (in %) Haushalte in Miete (in %)
1 Insgesamt 54,4 45,6
2 Zum Vergleich: Deutschland 45,4 54,6
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Alleinstehende 37,6 62,4
6 Paare ohne Kinder 70,3 29,7
7 Paare mit 1 Kind (57,3) 42,7
8 Paare mit 2 Kindern 71,7 28,2
9 Paare mit 3 und mehr Kindern 61,6 38,4
10 Alleinerziehende / 73,9

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v34, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Jahr 2017 verfügten 54,4 % der Haushalte in Baden-Württemberg über selbstgenutztes Wohneigentum. In Deutschland lag der Anteil bei 45,4 % und war damit deutlich geringer.
Paare mit 2 Kindern (71,7 %) und Paare ohne Kinder (70,3 %) lebten am häufigsten in selbstgenutztem Wohneigentum. Am seltensten lebten Alleinstehende (37,6 %) und Alleinerziehende (aus Fallzahlgründen kann der Anteil nicht ausgewiesen werden) in selbstgenutztem Wohneigentum.

Definition:
Der Indikator gibt den Anteil der Haushalte an der Bevölkerung an, die selbstgenutzten Wohnraum besitzen oder mieten (in einem Haupt- oder Untermietverhältnis).

Bewertung und empirische Relevanz:
Eine gute Wohnsituation ist eine wichtige Grundlage für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Das Wohnen in selbstgenutztem Eigentum hat diesbezüglich den Vorteil, dass es Sicherheit und Stabilität bieten kann, da keine Kündigung oder Mieterhöhung droht. Auch finanziell kann Wohneigentum absichern, beispielsweise gegen Armut im Alter.

Weitere Differenzierungsmerkmale:
In anderen Themenfeldern des Gesellschaftsmonitorings Baden-Württemberg finden Sie ergänzend folgende Differenzierungen zur Wohneigentümerquote:

Hinweise:
Für genauere Informationen zur Stichprobe siehe Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Es werden jeweils alle Personen ab 16 Jahren befragt, aber nur eine Person beantwortet zusätzlich jene Fragen, die den gesamten Haushalt betreffen, beispielsweise Fragen zur Wohnsituation und zum Einkommen. Diese Person wird im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) als Haushaltsvorstand bezeichnet.

Datenquelle:
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v34, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C4.1 Wohnsituation in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Haushalte in selbstgenutztem Eigentum (in %) Haushalte in Miete (in %)
1 Insgesamt 54,3 45,7
2 Zum Vergleich: Deutschland 45,6 54,4
3 -
4 nach Haushaltstyp
5 Alleinstehende 39,7 60,3
6 Paare ohne Kinder 65,6 34,4
7 Paare mit 1 Kind 63,3 (36,7)
8 Paare mit 2 Kindern 67,2 32,8
9 Paare mit 3 und mehr Kindern 69,1 (30,9)
11 Alleinerziehende (35,4) 64,6

()= Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v33, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C4.1 Wohnsituation in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Haushalte in selbstgenutztem Eigentum (in %) Haushalte in Miete (in %)
1 Insgesamt 54,2 45,8
2 Zum Vergleich: Deutschland 45,4 54,6
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Alleinstehende 38,9 61,1
6 Paare ohne Kinder 68,5 31,6
7 Paare mit 1 Kind (60,2) (39,8)
8 Paare mit 2 Kindern 71,2 (28,8)
9 Paare mit 3 und mehr Kindern 62,5 (37,5)
10 Alleinerziehende / 74,1

()= Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v33, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Wohnfläche pro Kopf

Wohnfläche pro Kopf

Die Wohnfläche pro Kopf der einzelnen Haushalte berechnet sich aus der Anzahl der Quadratmeter der Wohnung geteilt durch die Anzahl der Personen, die im betreffenden Haushalt leben.

Abbildung C4.2 Wohnfläche pro Familienmitglied in Baden-Württemberg 2017 nach Haushaltstyp


Die Angaben zu Alleinerziehenden basieren auf kleinen Fallzahlen, daher sind diese Zahlenwerte unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v34, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C4.2 Wohnfläche pro Kopf in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Wohnflächenversorgung der Haushalte (in m² pro Kopf)
1 Insgesamt 58,0
2 Zum Vergleich: Deutschland 57,1
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Alleinstehende 76,3
6 Paare ohne Kinder 56,6
7 Paare mit 1 Kind 41,3
8 Paare mit 2 Kindern 32,0
9 Paare mit 3 und mehr Kindern 26,5
10 Alleinerziehende mit 1 Kind (46,5)

()= Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v34, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Durchschnitt hatten die Haushalte in Baden-Württemberg im Jahr 2017 eine Wohnfläche von 58,0 m² pro im Haushalt lebender Person zur Verfügung. Deutschlandweit betrug der Wert 0,9 m² weniger pro Person. Bei der Differenzierung nach Haushaltstyp zeigt sich, dass Ein-Personen-Haushalte überdurchschnittlich gut mit Wohnfläche versorgt waren (76,3 m²). Mit der Anzahl der Kinder sank sowohl bei Paaren als auch bei Alleinerziehenden die verfügbare Wohnfläche pro Person. Die Vergleichbarkeit der Wohnfläche pro Person zwischen Einelternfamilien und Paarfamilien bei gleicher Kinderzahl ist insofern eingeschränkt, da der Bedarf an Räumen ähnlich hoch ist. Dieser umfasst ein Zimmer für den gesamten Haushalt, ein Zimmer für jedes Paar im Haushalt, ein Zimmer für jede einzelne Person im Alter von 18 Jahren und mehr sowie Zimmer für die Kinder.

Definition:
Die Wohnfläche pro Kopf der einzelnen Haushalte berechnet sich aus der Anzahl der Quadratmeter der Wohnung geteilt durch die Anzahl der Personen, die im betreffenden Haushalt leben.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Wohnungssituation stellt einen Aspekt der materiellen Lebenslage dar. Eine zufriedenstellende Wohnsituation, wie beispielsweise ausreichenden Wohnraum, ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Lebensqualität und soziale Teilhabe. Der Indikator bildet die Wohnungssituation der Haushalte anhand der Wohnfläche pro Person ab und stellt deren Zusammenhang mit dem Haushaltstyp dar.

Weitere Differenzierungsmerkmale:
In anderen Themenfeldern des Gesellschaftsmonitorings Baden-Württemberg finden Sie ergänzend folgende Differenzierungen zur Wohnfläche:

Hinweise:
Die Wohnflächenversorgung der Haushalte wird pro Kopf ausgewiesen (ungewichtet). Genauere Informationen zur Stichprobe finden Sie im Glossar unter Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Es werden jeweils alle Personen ab 16 Jahren befragt, aber nur eine Person beantwortet zusätzlich jene Fragen, die den gesamten Haushalt betreffen, beispielsweise Fragen zur Wohnsituation und zum Einkommen. Diese Person wird im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) als Haushaltsvorstand bezeichnet.

Datenquelle:
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v34, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C4.2 Wohnfläche pro Kopf in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Wohnflächenversorgung der Haushalte (in m² pro Kopf)
1 Insgesamt 56,9
2 Zum Vergleich: Deutschland 55,6
3 -
4 nach Haushaltstyp
5 Alleinstehende 76,9
6 Paare ohne Kinder 54,1
7 Paare mit 1 Kind 38,6
8 Paare mit 2 Kindern 32,6
9 Paare mit 3 und mehr Kindern 28,2
10 Alleinerziehende mit 1 Kind 45,6

()= Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v33, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C4.2 Wohnfläche pro Kopf in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Wohnflächenversorgung der Haushalte (in m² pro Kopf)
1 Insgesamt 58,2
2 Zum Vergleich: Deutschland 56,7
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Alleinstehende 77,0
6 Paare ohne Kinder 56,5
7 Paare mit 1 Kind 41,1
8 Paare mit 2 Kindern 31,9
9 Paare mit 3 und mehr Kindern 27,5
10 Alleinerziehende mit 1 Kind (48,4)

()= Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v33, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Belastung durch Wohnkosten

Belastung durch Wohnkosten

Der subjektive Indikator bildet ab, wie die Haushalte ihre finanzielle Belastung durch die monatlichen Wohnkosten einschätzen.

Abbildung C4.3 Finanzielle Belastung* der Haushalte durch die monatlichen Wohnkosten in Baden-Württemberg 2017 nach Haushaltstyp


Einige Angaben basieren auf kleinen Fallzahlen, daher sind diese Zahlenwerte unsicher. Siehe dazu Angaben in Klammern in der zugehörigen Tabelle.
*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
***) Keine Belastung = keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C4.3 Finanzielle Belastung* der Haushalte durch die monatlichen Wohnkosten in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal große Belastung (in %) gewisse Belastung (in %) keine Belastung (in %)
1 Insgesamt 13,7 56,5 29,8
2 Zum Vergleich: Deutschland 13,3 57,2 29,6
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kinder 12,0 53,3 34,7
6 Davon: Alleinlebende Personen (14,4) 52,0 33,6
7 Haushalte mit Kind(ern)** 16,3 61,8 21,9
8 Davon: Alleinerziehende (22,5) (60,5) /

*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder
arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Für mehr als die Hälfte der Haushalte in Baden-Württemberg (56,5 %) stellten die Wohnkosten im Jahr 2017 nach ihrem eigenen Empfinden eine gewisse finanzielle Belastung dar. Jeweils ein kleinerer Teil der Haushalte empfand die Wohnkosten als große Belastung (13,7 %) oder hingegen als überhaupt keine Belastung (29,8 %). Haushalte ohne Kinder und alleinlebende Personen nahmen ihre Wohnkosten seltener als große Belastung und häufiger als keine Belastung wahr als Haushalte mit Kindern.
Hinweis: Bei der Interpretation sollte beachtet werden, dass die Aussagen das subjektive Empfinden der Haushalte abbildet und deswegen beispielsweise den Preisanstieg der Mieten nicht direkt widerspiegelt. Der Referenzrahmen für die Bewertung der eigenen Situation kann durch verschiedene Faktoren verändert worden sein, z. B. durch Veränderungen in der Einkommenssituation. Zeitvergleiche sind aufgrund der eingeschränkten Fallzahlen nur bedingt aussagekräftig.

Definition:
Der subjektive Indikator bildet ab, wie die Haushalte ihre finanzielle Belastung durch die monatlichen Wohnkosten einschätzen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Wohnkosten stellen für Privathaushalte einen der größten monatlichen Ausgabeposten dar. Insgesamt lässt sich eine Tendenz steigender Kosten für Wohnen beobachten: Die Preise für Eigentumswohnungen wie auch die Wohnungsmieten sind in den meisten deutschen Großstädten und Ballungsräumen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Diese Entwicklung lässt sich auch in Baden-Württemberg beobachten. Eine hohe Belastung durch Wohnkosten bedeutet auch, dass ein vergleichsweise geringerer Anteil des Einkommens für privaten Konsum oder die Bildung von Rücklagen zur Verfügung steht. Es ist daher relevant, welche Bevölkerungsgruppen anteilsmäßig ihre Wohnkosten als finanzielle Belastung empfinden. Da die reale Wohnkostenbelastung der Haushalte in Baden-Württemberg auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) im 5-Jahres Rhythmus erhoben wird, wurden hier die Angaben zur Selbsteinschätzung der Haushalte ausgewiesen.

Hinweise:
Die EU-SILC Daten basieren auf einer kleinen Stichprobe, daher sollten Abweichungen im Nachkommastellenbereich nicht als Veränderung interpretiert werden.

Datenquelle:
EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C4.3 Finanzielle Belastung* der Haushalte durch die monatlichen Wohnkosten in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal große Belastung (in %) gewisse Belastung (in %) keine Belastung (in %)
1 Insgesamt 18,5 61,2 20,3
2 Zum Vergleich: Deutschland 19,2 58,8 22,1
3 -
4 nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kinder 14,5 61,2 24,3
6 Davon: Alleinlebende Personen (14,3) 59,3 26,4
7 Haushalte mit Kind(ern)** 22,8 61,2 15,9
8 Davon: Alleinerziehende (38,7) (54,6) (6,8)

*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder
arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C4.3 Finanzielle Belastung* der Haushalte durch die monatlichen Wohnkosten in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal große Belastung (in %) gewisse Belastung (in %) keine Belastung (in %)
1 Insgesamt 12,3 59,7 28,0
2 Zum Vergleich: Deutschland 13,5 57,6 28,9
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kinder 9,9 58,0 32,1
6 Davon: Alleinlebende Personen (13,6) 55,0 31,4
7 Haushalte mit Kind(ern)** 15,6 61,6 22,8
8 Davon: Alleinerziehende (24,0) (56,7) (19,4)

*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder
arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Probleme mit der Wohnsituation

Probleme mit der Wohnsituation privater Haushalte

Der subjektive Indikator bildet ab, inwiefern Personen in Baden-Württemberg ihre Wohnsituation als mit folgenden Problemen belastet empfinden: Lärmbelästigung (beispielsweise durch Nachbarn oder Verkehr), Umweltverschmutzungen oder andere Umweltbelastungen, Feuchtigkeitsschäden an Haus oder Wohnung oder Kriminalität, Gewalt sowie Vandalismus.

Abbildung C4.4 Probleme der Wohnsituation* privater Haushalte in Baden-Württemberg 2017 nach Haushalten mit und ohne Kind(ern)


Die Angabe für Haushalte mit Kind(ern), die Kriminalität, Gewalt oder Vandalismus als Problem in ihrem Wohnumfeld sahen, basiert auf kleinen Fallzahlen, daher ist dieser Zahlenwert unsicher.
*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C4.4 Probleme der Wohnsituation* privater Haushalte in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Lärmbelästigung (in %) Umweltverschmutzung, Umweltbelastungen (in %) Feuchtigkeitsschäden (in %) Kriminalität, Gewalt oder Vandalismus (in %)
1 Insgesamt 23,4 22,3 11,2 10,1
2 zum Vergleich: Deutschland 26,1 24,5 12,4 14,2
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kind(er) 26,3 24,0 9,6 10,9
6 davon: Alleinlebende Personen 28,0 26,0 (10,3) (10,9)
7 Haushalte mit Kind(ern)** 19,5 19,2 13,8 (8,8)
8 davon: Alleinerziehende*** / / / /

*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
***) Die Teilnahme an der Erhebung war bei den Daten für 2017 rückläufig, daher können keine Angaben für Alleinerziehende ausgewiesen werden.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Nahezu ein Viertel der Haushalte in Baden-Württemberg (23,4 %) litt im Jahr 2017 unter Lärmbelästigung, beispielsweise durch Nachbarn oder Verkehr. Fast gleich viele Haushalte (22,3 %) nannten Umweltverschmutzungen oder andere Umweltbelastungen als Problem in ihrem Wohnumfeld. 11,2 % der Haushalte gaben an, Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung oder am Haus zu haben. Außerdem empfand rund jeder zehnte Haushalt (10,1 %) Kriminalität, Gewalt und Vandalismus als problematisch in seiner Umgebung. In Deutschland litten Haushalte unter diesen Arten von Wohnproblemen häufiger als in Baden-Württemberg (Differenz: 1,2 bis 4,1 Prozentpunkte).
Haushalte mit und ohne Kind(ern) unterschieden sich vor allem in Bezug auf Lärmbelästigung. Haushalte ohne Kind(er) fühlten sich stärker von Lärm belastigt als Haushalte mit Kind(ern) (26,3 % versus 19,5 %).

Definition:
Der subjektive Indikator bildet ab, inwiefern Personen in Baden-Württemberg ihre Wohnsituation als mit folgenden Problemen belastet empfinden: Lärmbelästigung, (beispielsweise durch Nachbarn oder Verkehr), Umweltverschmutzungen oder andere Umweltbelastungen, Feuchtigkeitsschäden an Haus oder Wohnung oder Kriminalität, Gewalt sowie Vandalismus.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Versorgung mit qualitativ gutem und bezahlbaren Wohnraum in einem annehmbaren Wohnumfeld ist eine wichtige Voraussetzung für soziale Teilhabe und Lebensqualität. Ein Wohnumfeld ohne Probleme ist ein Aspekt einer guten Wohnsituation, denn das Wohnen in problematischen Verhältnissen kann sich auch auf die Gesundheit auswirken und so die Teilhabechancen möglicherweise zusätzlich beeinträchtigen.

Hinweise:
Die EU-SILC Daten basieren auf einer kleinen Stichprobe, daher sollten Abweichungen im Nachkommastellenbereich nicht als Veränderung interpretiert werden.

Datenquelle:
EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C4.4 Probleme der Wohnsituation* privater Haushalte in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Lärmbelästigung (in %) Umweltverschmutzung, Umweltbelastungen (in %) Feuchtigkeitsschäden (in %) Kriminalität, Gewalt oder Vandalismus (in %)
1 Insgesamt 25,2 21,2 10,1 8,4
2 zum Vergleich: Deutschland 26,1 22,4 13,5 12,5
3 -
4 nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kind(er) 25,0 20,9 8,8 8,7
6 davon: Alleinlebende Personen 30,1 27,9 (11,3) (10,1)
7 Haushalte mit Kind(ern)** 25,4 21,7 11,4 8,0
8 davon: Alleinerziehende (22,5) (15,1) (14,7) (6,2)

*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C4.4 Probleme der Wohnsituation* privater Haushalte in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Lärmbelästigung (in %) Umweltverschmutzung, Umweltbelastungen (in %) Feuchtigkeitsschäden (in %) Kriminalität, Gewalt oder Vandalismus (in %)
1 Insgesamt 21,2 18,4 12,2 9,8
2 zum Vergleich: Deutschland 25,1 23,2 13,1 14,1
3 -
4 Nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kind(er) 24,0 18,9 9,9 10,7
6 davon: Alleinlebende Personen 28,6 22,4 (11,9) (11,2)
7 Haushalte mit Kind(ern)** 17,5 18,0 15,7 8,8
8 davon: Alleinerziehende (27,9) (23,1) (23,5) (14,2)

*) Selbsteinschätzung der Haushalte.
**) Als Kind zählen Personen unter 18 Jahren sowie Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht erwerbstätig oder arbeitsuchend sind und mit mindestens einem Elternteil zusammen leben.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.