Familie und Zusammenleben

Die ökonomische Lage von Familien wirkt sich entscheidend auf die Teilhabechancen aller Familienmitglieder und die Entwicklungschancen von Kindern aus. Insbesondere für alleinerziehende Eltern und kinderreiche Familien gestaltet sich die finanzielle Situation oft schwierig.

Armutsgefährdungsquote

Armutsgefährdungsquoten

Der Indikator zeigt die Armutsgefährdungsquoten nach Haushaltstypen differenziert.

Abbildung C5.1 Armutsgefährdungsquoten* in Baden-Württemberg 2017 nach Haushaltstyp**


*) Siehe Definition Armutsgefährdung. Für die Berechnung der Angaben für Baden-Württemberg wurde der Landesmedian genutzt, für Deutschland der Bundesmedian.
**) Zu den Kindern zählen Personen im Alter von unter 18 Jahren ohne Lebenspartner_in und eigene Kinder im Haushalt.
Datenquelle: Mikrozensus, IT.NRW und eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C5.1 Armutsgefährdungsquoten* in Baden-Württemberg 2017 nach Haushaltstyp**

wdt_ID nach Merkmal Armutsgefährdungsquote (in %)
1 Insgesamt 15,5
2 zum Vergleich: Deutschland 15,8
3 -
4 nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kind
6 Einpersonenhaushalt 27,7
7 Zwei Erwachsene ohne Kind 9,6
8 Sonstiger Haushalt ohne Kind 8,0
9 -
10 Haushalte mit Kind(ern)

*) Siehe Definition Armutsgefährdung. Für die Berechnung der Angaben für Baden-Württemberg wurde der Landesmedian genutzt, für Deutschland der Bundesmedian.
**) Zu den Kindern zählen Personen im Alter von unter 18 Jahren ohne Lebenspartner_in und eigene Kinder im Haushalt.
Datenquelle: Mikrozensus, IT.NRW und eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Die Armutsgefährdungsquote in Baden-Württemberg lag – gemessen am Landesmedian – im Jahr 2017 bei 15,5 %. Damit lag sie in ungefähr im Bundesdurchschnitt. Alleinerziehende waren sowohl 2012 als auch 2017 verstärkt von Armut betroffen. Das Armutsrisiko stieg sowohl bei Alleinerziehenden als auch bei Paaren mit der Kinderzahl an. Alleinerziehende hatten – je nach Anzahl der bei ihnen lebenden Kinder – im Jahr 2017 eine Armutsgefährdungsquote von 38,7 % bis 57,8 %. Kinderreiche Paarfamilien wiesen 2017 ebenfalls ein erhöhtes Armutsrisiko auf (26,9 %). Einpersonenhaushalte – zu denen verstärkt ältere alleinlebende Menschen zählen – wiesen ebenfalls ein überdurchschnittliches Armutsrisiko auf (2017: 27,7 %).

Definition:
Der Indikator zeigt die Armutsgefährdungsquoten nach Haushaltstypen differenziert.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Armutsgefährdungsquoten sind der Standardindikator zur Messung von Einkommensarmut und zur Veranschaulichung der unterschiedlich starken Betroffenheit verschiedener gesellschaftlicher Gruppen. Materielle Armut wirkt sich auf alle Lebensbereiche und die entsprechenden Teilhabechancen aus. Umgekehrt wird die Wahrscheinlichkeit, ein Einkommen zu beziehen, das unterhalb der Armutsschwelle liegt, von einer Vielzahl anderer Faktoren beeinflusst wie Bildung, Qualifikation und Erwerbsbeteiligung.

Weitere Differenzierungsmerkmale:
In anderen Themenfeldern des Gesellschaftsmonitorings Baden-Württemberg finden Sie ergänzend folgende Differenzierungen zur Armutsgefährdung:

Hinweise:
Für die Berechnung werden das bedarfsgewichtete Äquivalenzeinkommen und der Landesmedian herangezogen.

Datenquelle:
Datenquelle: Mikrozensus, IT.NRW und eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C5.1 Armutsgefährdungsquoten* in Baden-Württemberg 2012 nach Haushaltstyp**


wdt_ID nach Merkmal Armutsgefährdungsquote (in %)
1 Insgesamt 14,6
2 zum Vergleich: Deutschland 15,0
3 -
4 nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kind
6 Einpersonenhaushalt 25,4
7 Zwei Erwachsene ohne Kind 9,7
8 Sonstiger Haushalt ohne Kind 8,1
9 -
10 Haushalte mit Kind(ern)

*) Siehe Definition Armutsgefährdung. Für die Berechnung der Angaben für Baden-Württemberg wurde der Landesmedian genutzt, für Deutschland der Bundesmedian.
**) Zu den Kindern zählen Personen im Alter von unter 18 Jahren ohne Lebenspartner_in und eigene Kinder im Haushalt.
Datenquelle: Mikrozensus, IT.NRW und eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C5.1 Armutsgefährdungsquoten* in Baden-Württemberg 2016 nach Haushaltstyp**


wdt_ID nach Merkmal Armutsgefährdungsquote (in %)
1 Insgesamt 15,4
2 zum Vergleich: Deutschland 15,7
3 -
4 nach Haushaltstyp
5 Haushalte ohne Kind
6 Einpersonenhaushalt 26,4
7 Zwei Erwachsene ohne Kind 9,7
8 Sonstiger Haushalt ohne Kind 8,1
9 -
10 Haushalte mit Kind(ern)

*) Siehe Definition Armutsgefährdung. Für die Berechnung der Angaben für Baden-Württemberg wurde der Landesmedian genutzt, für Deutschland der Bundesmedian.
**) Zu den Kindern zählen Personen im Alter von unter 18 Jahren ohne Lebenspartner_in und eigene Kinder im Haushalt.
Datenquelle: Mikrozensus, IT.NRW und eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.