Kinder, Jugendliche und ältere Menschen

Ältere Menschen

In Baden-Württemberg leben rund 2,1 Millionen Menschen über 65 Jahren. Sie leben, wie jüngere Menschen, in vielfältigen Lebensformen. Soziale Kontakte und wechselseitige Unterstützung – auch über Generationengrenzen hinweg – beeinflussen die Lebensqualität älterer Menschen maßgeblich.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung und das Rentensystem ist die Bekämpfung von Altersarmut in Zukunft ein wichtiges Thema für Politik und Gesellschaft, ebenso wie die Nutzung der Potenziale Älterer.

Die Indikatoren beinhalten Daten über die Lebensformen und den Familienstand älterer Menschen, ihre Erwerbstätigkeit und finanzielle Situation sowie ihre Teilnahme an Lehrveranstaltungen.

Lebensformen von Älteren

Lebensformen von ab 65-Jährigen

Der Indikator zeigt die unterschiedlichen Lebensformen ab 65-Jähriger.

Abbildung D3.1 Ab 65-Jährige in Baden-Württemberg 2017 nach Lebensformen


*) Dazu zählen gemischtgeschlechtliche sowie ein sehr geringer Anteil gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Wegen geringer Fallzahlen wird hier nicht nach dem Vorhandensein von Kindern unterschieden.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle D3.1 Lebensformen von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal ab 65-jährige Männer (in %) ab 65-jährige Frauen (in %) ab 65-Jährige ohne MH* (in %) ab 65-Jährige mit MH* (in %)
1 Ehepaare mit Kindern 6,6 3,0 4,3 6,3
2 Ehepaare ohne Kinder 68,6 46,8 56,9 55,3
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften** 3,2 2,1 2,7 2,0
4 Alleinerziehende 1,1 3,0 2,0 2,8
5 Alleinstehende 20,5 45,1 34,1 33,7

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
**) Dazu zählen gemischtgeschlechtliche sowie ein sehr geringer Anteil gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Wegen geringer Fallzahlen wird hier nicht nach dem Vorhandensein von Kindern unterschieden.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Bei der Verteilung nach Lebensformen über 65-Jähriger zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede: Die überwiegende Anzahl der Männer im Alter über 65 Jahren lebte im Jahr 2017 in einer Ehe ohne Kinder im Haushalt (68,6 %). Der Anteil der verheirateten Frauen ohne Kinder im Haushalt war mit 46,8 % deutlich geringer. Auch unter den Ehepaaren mit Kindern im Haushalt und den nicht ehelichen Lebensgemeinschaften war der Männeranteil (6,6 % bzw. 3,2 %) höher als der von Frauen (3,0 % bzw. 2,1 %). Dafür war der Anteil der alleinstehenden Frauen mit 45,1 % mehr als doppelt so hoch wie der von Männern (20,5 %). Auch unter den Alleinerziehenden dieser Altersgruppe waren Frauen (3,0 %) häufiger vertreten als Männer (1,1 %).
Ältere Menschen mit Migrationshintergrund lebten etwas häufiger (6,3 %) in einer Ehe mit Kindern im Haushalt als ältere Menschen ohne Migrationshintergrund (4,3 %). Dementsprechend war ihr Anteil unter den Alleinstehenden etwas geringer (33,7 % gegenüber 34,1 %).

Definition:
Der Indikator zeigt die unterschiedlichen Lebensformen ab 65-Jähriger.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator bildet die Lebensformen der ab 65-Jährigen ab. Die zunehmende Vielfalt an Lebensformen ist ein Indikator für den gesellschaftlichen Wandel.

Hinweise:
Lebensformen mit Kindern berücksichtigen sämtliche in der Familie lebende Kinder unabhängig ihres Alters.
Informationen zum Bevölkerungsanteil älterer Menschen finden Sie im Modul Demografie unter Bevölkerungsstand und Bevölkerungsentwicklung- und Vorausrechnung.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle D3.1 Lebensformen von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal ab 65-jährige Männer (in %) ab 65-jährige Frauen (in %) ab 65-Jährige ohne MH* (in %) ab 65-Jährige mit MH* (in %)
1 Ehepaare mit Kindern 6,7 2,8 4,1 7,3
2 Ehepaare ohne Kinder 70,0 45,6 56,7 55,2
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften** 2,1 1,4 1,6 2,1
4 Alleinerziehende 1,0 3,2 2,3 2,0
5 Alleinstehende 20,1 47,0 35,3 33,4

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
**) Dazu zählen gemischtgeschlechtliche sowie ein sehr geringer Anteil gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Wegen geringer Fallzahlen wird hier nicht nach dem Vorhandensein von Kindern unterschieden.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle D3.1 Lebensformen von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal ab 65-jährige Männer (in %) ab 65-jährige Frauen (in %) ab 65-Jährige ohne MH* (in %) ab 65-Jährige mit MH* (in %)
1 Ehepaare mit Kindern 6,8 2,9 4,2 6,9
2 Ehepaare ohne Kinder 69,0 46,1 56,5 55,5
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften** 2,6 1,7 2,2 1,6
4 Alleinerziehende 1,0 3,3 2,0 3,3
5 Alleinstehende 20,6 46,0 35,0 32,7

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
**) Dazu zählen gemischtgeschlechtliche sowie ein sehr geringer Anteil gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Wegen geringer Fallzahlen wird hier nicht nach dem Vorhandensein von Kindern unterschieden.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Familienstand von Älteren

Familienstand von ab 65-Jährigen

Der Indikator zeigt den Familienstand ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg, differenziert nach soziodemografischen Merkmalen.

Abbildung D3.2 Familienstand von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2017


Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle D3.2 Familienstand von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Familienstand: ledig (in %) Familienstand: verheiratet (in %) Familienstand: verwitwet (in %) Familienstand: geschieden (in %)
1 Männer insgesamt 5,2 77,1 11,6 6,1
3 nach Alter
4 65 bis unter 70 Jahre 7,4 79,2 4,1 9,2
5 70 bis unter 75 Jahre 6,0 79,5 7,7 6,8
6 75 bis unter 80 Jahre 4,2 78,6 12,3 4,9
7 80 bis unter 85 Jahre / 76,7 16,4 (3,7)
8 85 Jahre und älter / 61,8 34,9 /
9 -
11 Frauen insgesamt 4,6 51,2 36,3 7,9
12 nach Alter

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Mehr als drei Viertel der Männer ab 65 Jahren waren im Jahr 2017 verheiratet (77,1 %). Erst in hohem Alter über 85 Jahren reduzierte sich ihr Anteil auf 61,8 %, während die Gruppe der verwitweten Männer dementsprechend stark auf 34,9 % anwuchs.
Von den Frauen über 65 Jahren waren etwas mehr als die Hälfte verheiratet (51,2 %). Mit zunehmendem Alter sank der Anteil der verheirateten Frauen kontinuierlich bis auf 17,7 % in der Altersgruppe der 85-Jährigen und Älteren. Parallel dazu stieg der Anteil der verwitweten Frauen von 17,3 % (bei Frauen im Alter zwischen 65 und 70 Jahren) auf 73,1 % (bei Frauen ab 85 Jahren) an.
Zwischen dem Familienstand 65-Jähriger und Älterer mit und ohne Migrationshintergrund zeigten sich nur sehr geringe Unterschiede.

Definition:
Der Indikator zeigt den Familienstand ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg, differenziert nach soziodemografischen Merkmalen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Für Informationen über die Lebenssituation älterer Menschen spielt auch deren Familienstand eine bedeutende Rolle. Wie auch die Lebensformen prägt der Familienstand die Lebenssituation im Alter. So sind beispielsweise alleinstehende ältere Frauen deutlich häufiger armutsgefährdet als ältere Frauen in Zwei- oder Mehrpersonenaushalten. Ältere Frauen sind zudem häufiger armutsgefährdet als alleinstehende Männer derselben Altersgruppe.

Hinweise:
Die Daten zu eingetragenen Lebenspartnerschaften können aufgrund der geringen Fallzahlen nicht ausgewiesen werden.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle D3.2 Familienstand von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Familienstand: ledig (in %) Familienstand: verheiratet (in %) Familienstand: verwitwet (in %) Familienstand: geschieden (in %)
1 Männer insgesamt 4,9 78,4 11,9 4,9
3 nach Alter
4 65 bis unter 70 Jahre 5,6 83,0 4,6 6,7
5 70 bis unter 75 Jahre 5,5 80,9 7,9 5,7
6 75 bis unter 80 Jahre (5,0) 79,0 12,3 (3,7)
7 80 bis unter 85 Jahre / 72,1 21,8 /
8 85 Jahre und älter / 60,0 36,1 /
9 -
11 Frauen insgesamt 5,2 49,8 38,5 6,4
12 nach Alter

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle D3.2 Familienstand von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Familienstand: ledig (in %) Familienstand: verheiratet (in %) Familienstand: verwitwet (in %) Familienstand: geschieden (in %)
1 Männer insgesamt 4,7 77,9 11,5 5,9
3 nach Alter
4 65 bis unter 70 Jahre 6,7 80,2 (3,5) 9,6
5 70 bis unter 75 Jahre 5,7 79,5 8,1 6,7
6 75 bis unter 80 Jahre (3,6) 80,4 12,0 (4,1)
7 80 bis unter 85 Jahre / 77,1 16,6 /
8 85 Jahre und älter / 60,5 36,1 /
9 -
11 Frauen insgesamt 4,9 50,1 37,2 7,8
12 nach Alter

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Erwerbstätigenquote von Älteren

Erwerbstätigenquote ab 65-Jähriger

Der Indikator zeigt die Erwerbstätigenquote von ab 65-jährigen Frauen und Männern in Baden-Württemberg.

Abbildung D3.3 Erwerbstätigenquote von ab 65-Jährigen in Baden-Württemberg 2017


Einige Angaben basieren auf kleinen Fallzahlen, daher sind diese Zahlenwerte unsicher. Siehe dazu Angaben in Klammern in der zugehörigen Tabelle.
*) Frauen ab 80 Jahre = keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle D3.3 Erwerbstätigenquote ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Erwerbstätigenquote insgesamt (in %) Erwerbstätigkeit: Vollzeit (in %) Erwerbstätigkeit: Teilzeit (in %)
1 Männer insgesamt 13,2 28,1 71,9
2 nach Alter
3 65 bis unter 70 Jahre 27,1 34,9 65,1
4 70 bis unter 75 Jahre 13,1 15,7 84,3
5 75 bis unter 80 Jahre 7,4 22,0 78,0
6 80 Jahre und älter (2,7) (14,4) (85,6)
7 -
8 Frauen insgesamt 6,6 13,4 86,6
9 nach Alter
10 65 bis unter 70 Jahre 16,9 (14,4) 85,6

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
In den vergangenen Jahren hat die Erwerbstätigkeit älterer Menschen zugenommen. Gingen im Jahr 2012 18,4 % der 65- bis unter 70-jährigen Männer einer Erwerbstätigkeit nach, hat sich dieser Wert im Jahr 2017 auf 27,1 % erhöht. Bei den Frauen hat sich die Erwerbstätigenquote in dieser Altersgruppe in diesem Zeitraum von 11,3 % auf 16,9 % erhöht. In den darauffolgenden Altersgruppen nimmt die Erwerbstätigkeit zwar kontinuierlich ab, dennoch ist auch hier eine Zunahme im Vergleich zum Jahr 2012 zu verzeichnen. Männer (71,9 %) wie Frauen (86,6 %) gehen im fortgeschrittenen Alter ganz überwiegend einer Teilzeitbeschäftigung nach.
Der Anstieg der Erwerbtätigkeit ab 65-Jähriger ist einerseits darauf zurückzuführen, dass seit 2012 die Grenze für die Regelaltersrente schrittweise auf 67 Jahre angehoben wird. Andererseits könnte er auch ein Anzeichen dafür sein, dass ältere Menschen zunehmend auf einen Zuverdienst im Alter angewiesen sind.

Definition:
Der Indikator zeigt die Erwerbstätigenquote von ab 65-jährigen Frauen und Männern in Baden-Württemberg.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Erwerbsbeteiligung ab 65-Jähriger ist ein wichtiger Indikator für die Lebenssituation und die ökonomische Lage älterer Menschen.

Weitere Differenzierungsmerkmale:
In anderen Themenfeldern des Gesellschaftsmonitorings Baden-Württemberg finden Sie ergänzend folgende Differenzierungen zur Erwerbstätigenquote:

Hinweise:
Die Daten beziehen sich auf die Bevölkerung ab 65 Jahren am Hauptwohnsitz.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle D3.3 Erwerbstätigenquote ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Erwerbstätigenquote insgesamt (in %) Erwerbstätigkeit: Vollzeit (in %) Erwerbstätigkeit: Teilzeit (in %)
1 Männer insgesamt 9,4 30,6 69,4
2 nach Alter
3 65 bis unter 70 Jahre 18,4 34,7 65,3
4 70 bis unter 75 Jahre 9,9 26,7 73,3
5 75 bis unter 80 Jahre 5,3 25,0 75,0
6 80 Jahre und älter / / /
7 -
8 Frauen insgesamt 4,6 13,7 86,3
9 nach Alter
10 65 bis unter 70 Jahre 11,3 14,2 85,8

/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle D3.3 Erwerbstätigenquote ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Erwerbstätigenquote insgesamt (in %) Erwerbstätigkeit: Vollzeit (in %) Erwerbstätigkeit: Teilzeit (in %)
1 Männer insgesamt 12,2 27,3 72,7
2 nach Alter
3 65 bis unter 70 Jahre 24,2 33,6 66,4
4 70 bis unter 75 Jahre 12,6 18,4 81,6
5 75 bis unter 80 Jahre 7,4 21,0 79,0
6 80 Jahre und älter (2,6) (18,9) (81,1)
7 -
8 Frauen insgesamt 6,4 13,6 86,4
9 nach Alter
10 65 bis unter 70 Jahre 17,2 14,3 85,7

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Überwiegender Lebensunterhalt

Überwiegender Lebensunterhalt ab 65-Jähriger

Der Indikator zeigt den überwiegenden Lebensunterhalt von ab 65-jährigen Männern und Frauen. Neben der gesetzlichen Rente als Haupteinkommensquelle werden weitere Versorgungslagen dargestellt.

Abbildung D3.4 Überwiegender Lebensunterhalt ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg 2017


Die Angabe für Männer, deren überwiegender Lebensunterhalt durch Einkünfte der Ehe- / Lebenspartner_in oder anderer Angehöriger bestritten wird basiert auf kleinen Fallzahlen, daher ist dieser Zahlenwert unsicher.
*) Ersparnisse, Zinsen, Vermietung, Verpachtung, Altenteil.
**) Z. B. Grundsicherung im Alter, Hilfe zur Pflege, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle D3.4 Überwiegender Lebensunterhalt ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Männer (in %) Frauen (in %)
1 Insgesamt 100 100
2 Eigene Erwerbstätigkeit / Berufstätigkeit 4,6 1,7
3 Arbeitslosengeld I (ALG I) / /
4 Rente, Pension 91,4 82,9
5 Einkünfte Ehe- / Lebenspartner_in oder andere Angehörige (0,7) 12,2
6 Eigenes Vermögen* 2,3 2,0
7 Transferleistungen** 1,1 1,0

*) Ersparnisse, Zinsen, Vermietung, Verpachtung, Altenteil.
**) Z. B. Grundsicherung im Alter, Hilfe zur Pflege, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Die große Mehrheit der älteren Menschen bestritt im Jahr 2017 den überwiegenden Teil ihres Lebensunterhalts durch Altersruhegeld in Form von Renten und Pensionen. Dies war bei 91,4 % der Männer und 82,9 % der Frauen der Fall. Bei den ab 65-Jährigen macht sich aber auch die zunehmende Lebensarbeitszeit bemerkbar. 4,6 % der Männer in dieser Altersgruppe bestritten ihren Lebensunterhalt 2017 durch eigene Erwerbstätigkeit, dieser Anteil lag im Jahr 2012 noch bei 2,9 %.
Der Anteil der Frauen, die hauptsächlich von den Einkünften ihres Ehe- oder Lebenspartners leben, betrug im Jahr 2017 12,2 % und damit um 2,0 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2012. Der Anteil der ab 65-Jährigen, die sich überwiegend durch eigenes Vermögen, zum Beispiel über Ersparnisse oder durch Vermietung, finanzieren, war in den letzten Jahren konstant und betrug im Jahr 2017 2,3 % bei den Männern und 2,0 % bei den Frauen.

Definition:
Der Indikator zeigt den überwiegenden Lebensunterhalt von ab 65-jährigen Männern und Frauen. Neben der gesetzlichen Rente als Haupteinkommensquelle werden weitere Versorgungslagen dargestellt.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Einkommenssituation älterer Menschen unterscheidet sich nicht nur nach Geschlecht, sondern auch je nach vorausgegangener Erwerbstätigkeit und Vermögenslage. Informationen über den überwiegenden Lebensunterhalt älterer Menschen sind ein wichtiger Indikator für deren ökonomische Lage.

Hinweise:
Informationen zum Thema Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung finden Sie beim Indikator Mindestsicherungsleistungen im Modul Armut und Reichtum.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle D3.4 Überwiegender Lebensunterhalt ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Männer (in %) Frauen (in %)
1 Insgesamt 100,0 100,0
2 Eigene Erwerbstätigkeit / Berufstätigkeit 2,9 1,0
3 Arbeitslosengeld I (ALG I) / /
4 Rente, Pension 94,3 82,4
5 Einkünfte Ehe- / Lebenspartner_in oder andere Angehörige / 14,2
6 Eigenes Vermögen* 1,6 1,7
7 Transferleistungen** (0,7) (0,7)

*) Ersparnisse, Zinsen, Vermietung, Verpachtung, Altenteil.
**) Z. B. Grundsicherung im Alter, Hilfe zur Pflege, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle D3.4 Überwiegender Lebensunterhalt ab 65-Jähriger in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Männer (in %) Frauen (in %)
1 Insgesamt 100,0 100,0
2 Eigene Erwerbstätigkeit / Berufstätigkeit 4,0 1,7
3 Arbeitslosengeld I (ALG I) / /
4 Rente, Pension 91,9 84,0
5 Einkünfte Ehe- / Lebenspartner_in oder andere Angehörige (0,5) 11,3
6 Eigenes Vermögen* 2,6 2,1
7 Transferleistungen** (0,8) (0,8)

*) Ersparnisse, Zinsen, Vermietung, Verpachtung, Altenteil.
**) Z. B. Grundsicherung im Alter, Hilfe zur Pflege, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Armutsgefährdung

Armutsgefährdungsquoten ab 65-Jähriger

Der Indikator zeigt die Armutsgefährdungsquoten älterer Männer und Frauen nach Altersgruppen.

Abbildung D3.5 Armutsgefährdungsquoten älterer Menschen in Baden-Württemberg 2017 nach Altersgruppen und Geschlecht


Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle D3.5 Armutsgefährdungsquoten in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Bevölkerungsanteil (in %)
1 Insgesamt 15,5
2 zum Vergleich: Deutschland 15,8
3 -
4 nach Altersgruppen
5 unter 18 Jahre 19,1
6 18 bis unter 25 Jahre 24,9
7 25 bis unter 50 Jahre 13,5
8 50 bis unter 65 Jahre 10,7
9
10 65 Jahre und älter ... 17,2

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Die Armutsgefährdungsquote in Baden-Württemberg lag im Jahr 2017 bei 15,5 % (Landesmedian). Damit lag sie in etwa im Bundesdurchschnitt.
65-Jährige und Ältere waren mit 17,2 % überdurchschnittlich häufig armutsgefährdet. Die Differenzierung nach Geschlecht verdeutlicht, dass die höhere Armutsgefährdung der älteren Bevölkerung insgesamt in erster Linie auf das höhere Armutsrisiko von Frauen und hier insbesondere auf die stark erhöhte Armutsgefährdung hochaltriger Frauen zurückzuführen ist. Das Armutsrisiko älterer Frauen lag im Jahr 2017 in allen Altersgruppen ab 65 Jahren deutlich über dem gleichaltriger Männer und nahm mit dem Alter zu. Im Jahr 2017 betrug die Armutsgefährdungsquote in der Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren 23,6 % bei Frauen und 15,4 % bei Männern. Ein wesentlicher Grund für die erhöhte Armutsgefährdung von Frauen ab 65 Jahren ist in den im Vergleich zu Männern meist geringen Renten- und Pensionsansprüchen zu sehen, die häufig auf familienbedingt unterbrochene Erwerbsbiografien sowie geringere Erwerbseinkommen zurückzuführen sind.

Definition:
Der Indikator zeigt die Armutsgefährdungsquoten älterer Männer und Frauen nach Altersgruppen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Armutsgefährdungsquoten sind der Standardindikator zur Messung von Einkommensarmut und zur Veranschaulichung der unterschiedlich starken Betroffenheit verschiedener gesellschaftlicher Gruppen. Materielle Armut wirkt sich auf alle Lebensbereiche und die entsprechenden Teilhabechancen aus. Umgekehrt wird die Wahrscheinlichkeit, ein Einkommen zu beziehen, das unterhalb der Armutsschwelle liegt, von einer Vielzahl anderer Faktoren beeinflusst wie Bildung, Qualifikation und Erwerbsbeteiligung. Auf der Basis der allgemein üblichen Armutsgefährdungsquote (60 %-Schwelle) lassen sich keine Aussagen treffen, wie die Einkommensverteilung unterhalb und um die Armutsgefährdungsschwelle herum aussieht. Dafür werden die Armutsgefährdungslücke und die Streuung um die Armutsgefährdungsschwelle herangezogen.

Weitere Differenzierungsmerkmale:
In anderen Themenfeldern des Gesellschaftsmonitorings Baden-Württemberg finden Sie ergänzend folgende Differenzierungen zur Armutsgefährdung:

Hinweise:
Für die Berechnung werden das bedarfsgewichtete Äquivalenzeinkommen und der Landesmedian herangezogen.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle D3.5 Armutsgefährdungsquoten in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Bevölkerungsanteil (in %)
1 Insgesamt 14,6
2 zum Vergleich: Deutschland 15,0
3 -
4 nach Altersgruppen
5 unter 18 Jahre 17,7
6 18 bis unter 25 Jahre 22,4
7 25 bis unter 50 Jahre 11,9
8 50 bis unter 65 Jahre 10,7
9
10 65 Jahre und älter ... 17,0

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle D3.5 Armutsgefährdungsquoten in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Bevölkerungsanteil (in %)
1 Insgesamt 15,4
2 zum Vergleich: Deutschland 15,7
3 -
4 nach Altersgruppen
5 unter 18 Jahre 19,4
6 18 bis unter 25 Jahre 23,3
7 25 bis unter 50 Jahre 13,5
8 50 bis unter 65 Jahre 10,5
9
10 65 Jahre und älter ... 17,3

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Teilnahme an Lehrveranstaltungen

Teilnahme an Lehrveranstaltungen der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung ab 65-Jähriger

Der Indikator zeigt die Zahl der ab 65-Jährigen, die nach eigenen Angaben gegenwärtig oder in den letzten 12 Monaten bzw. in den letzten 4 Wochen an einer oder mehreren Lehrveranstaltungen der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben.

Abbildung D3.6 Ab 65-Jährige – Teilnahme an Lehrveranstaltungen der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung in Baden-Württemberg im Zeitvergleich


Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle D3.6 Teilnahme an einer oder mehreren Lehrveranstaltungen der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal ab 65-Jährige (in 1.000 Personen) ab 65-Jährige (in %)
1 gegenwärtig oder in den letzten 12 Monaten 44,8 2,1
2 gegenwärtig oder in den letzten 4 Wochen 19,3 0,9

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Rund 44.800 Personen im Alter von 65 oder mehr Jahren gaben im Jahr 2017 an, gegenwärtig oder in den letzten 12 Monaten an einer Lehrveranstaltung der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung teilgenommen zu haben (2,1 % der Personen dieser Altersgruppe). Verkürzt man den betrachteten Zeitraum auf 4 Wochen, so waren dies 19.300 Personen (0,9 % der Personen dieser Altersgruppe). Die Anteile der Personen dieser Altersgruppe, die an allgemeinen oder beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilnahmen, lagen 2012, 2016 und 2017 auf annähernd gleichem Niveau.

Definition:
Der Indikator zeigt die Zahl der ab 65-Jährigen, die nach eigenen Angaben gegenwärtig oder in den letzten 12 Monaten bzw. in den letzten 4 Wochen an einer oder mehreren Lehrveranstaltungen der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben.

Bewertung und empirische Relevanz:
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Nutzung der Potenziale älterer Menschen kommt der Weiterbildung und dem lebenslangen Lernen eine besondere Bedeutung zu.

Hinweise:
Die Daten beziehen sich auf die Bevölkerung ab 65 Jahren in Privathaushalten.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle D3.6 Teilnahme an einer oder mehreren Lehrveranstaltungen der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal ab 65-Jährige (in 1.000 Personen) ab 65-Jährige (in %)
1 gegenwärtig oder in den letzten 12 Monaten 43,8 2,1
2 gegenwärtig oder in den letzten 4 Wochen 18,9 0,9

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle D3.6 Teilnahme an einer oder mehreren Lehrveranstaltungen der allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal ab 65-Jährige (in 1.000 Personen) ab 65-Jährige (in %)
1 gegenwärtig oder in den letzten 12 Monaten 52,8 2,5
2 gegenwärtig oder in den letzten 4 Wochen 23,4 1,1

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.