Migrationshintergrund

Der Migrationshintergrund wird in den unterschiedlichen Datenquellen unterschiedlich erfragt und erfasst. Dadurch ergeben sich auch etwas andere Definitionen je nach Datenquelle.

Mikrozensus:
Als Person mit Migrationshintergrund gilt, wer eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, oder im Ausland geboren wurde und nach 1949 zugewandert ist, oder in Deutschland geboren ist und eingebürgert wurde, oder ein Elternteil hat, das zugewandert ist, eingebürgert wurde oder eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt.

Sozio-oekonomisches Panel (SOEP):
Als Person mit Migrationshintergrund gilt, wer eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt oder besaß, oder zugewandert ist oder mindestens ein Elternteil hat, das entweder keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder im Ausland geboren ist.

Deutscher Freiwilligensurvey:
Als Person mit Migrationshintergrund gilt, wer eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, oder zugewandert ist oder die Eltern zugewandert sind/eine ausländische Staatsangehörigkeit haben.

Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen:
Kindern wird ein Migrationshintergrund zugeschrieben, wenn mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist.

Daten der Einschulungsuntersuchungen:
Ein Migrationshintergrund wird dann angenommen, wenn entweder eine ausländische Staatsangehörigkeit vorliegt oder die angegebene Familiensprache nicht Deutsch ist.

Forschungsprojekt „Migranten als politische Akteure“:
Ein Migrationshintergrund eines Abgeordneten liegt dann vor, wenn der Abgeordnete selbst oder ein Elternteil außerhalb Deutschlands (Gebietsstand zum Zeitpunkt der Geburt: BRD, DDR, Deutsches Reich) geboren wurde und qua Geburt ausschließlich eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft erwarb.