absolute Zertifikatsarmut

Absolute Zertifikatsarmut: kein allgemeiner Schulabschluss bzw. ein Abschluss nach höchstens sieben Jahren Schule, ohne dass ein beruflicher Abschluss oder eine Anlernausbildung, ein berufliches Praktikum oder ein Berufsvorbereitungsjahr vorliegt (ISCED 1).
Indikator für die 18- bis unter 25-Jährigen: Schulabbrechende
Indikator für die 25- bis unter 65-Jährigen: Personen ohne Schulabschluss (dabei ist es egal, ob sich die Personen (noch) in Aus- oder Weiterbildung befinden).

Altenquotient

Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter im Verhältnis zur Bevölkerung von 20 bis unter 65 Jahren.

Altersspezifische Geburtenhäufigkeit

Die Verteilung der Geburten über die Altersphasen der Frauen von 15 bis 45 bzw. 50 Jahren (Anzahl der in den einzelnen Altersjahren von 15 bis 45 bzw. 50 Jahren geborenen Kinder / (Anzahl Frauen der gleichen Altersjahre / 1.000)) spiegelt im Zeitvergleich Veränderungen im generativen Verhalten mit Blick darauf wider, in welcher Altersphase die Entscheidung zu einem Kind realisiert wird.

Amtliche Wahlstatistik

Wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder erhoben. Die verwendeten Daten basieren auf der allgemeinen Wahlstatistik. Die allgemeine Wahlstatistik dokumentiert die von den Wahlorganen ermittelten und festgestellten Wahlergebnisse und die dabei anfallenden allgemeinen Informationen.

Arbeitslose

Zu den in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) erfassten Arbeitslosen zählen Personen, die
– vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur eine weniger als 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung ausüben,
– eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung suchen,
– den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zur Verfügung stehen, also arbeitsfähig und -bereit sind,
– in der Bundesrepublik Deutschland wohnen,
– nicht jünger als 15 Jahre sind und die Altersgrenze für den Renteneintritt noch nicht erreicht haben,
– sich persönlich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben.
Die Angaben beziehen sich auf Jahresdurchschnitte. Eine differenzierte Berechnung der Arbeitslosenquoten nach ausländischen bzw. deutschen Männern und Frauen ist erst seit Mai 2007 möglich.

Arbeitslosenquote

Anteil der registrierten Arbeitslosen an allen abhängigen zivilen Erwerbspersonen (Arbeitslose sowie sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte, Beamtinnen und Beamte ohne Soldatinnen und Soldaten). Die Zahl der abhängigen zivilen Erwerbspersonen wird wohnortsbezogen berechnet.

Arbeitslosenstatistik

Wird von der Bundesagentur für Arbeit erhoben. Erfasst werden monatlich (Stichtag jeweils Monatsmitte) alle arbeitslos gemeldeten Personen bis zum Rentenalter. Schüler_innen, Studierende und Teilnehmer_innen an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung sowie Empfänger_innen von Altersrente werden nicht zu den Arbeitslosen gezählt.

Armutsgefährdung

Als armutsgefährdet gelten Personen, deren Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten am Hauptwohnsitz beträgt. Das Äquivalenzeinkommen ist ein auf der Basis des Haushaltsnettoeinkommens berechnetes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied. Die Bedarfsgewichtung erfolgt anhand der OECD-Skala.

Armutsgefährdungslücke

Sie bezeichnet den mittleren Abstand der armutsgefährdeten Personen zur Armutsgefährdungsschwelle in Prozent. Die relative Armutsgefährdungslücke gibt Auskunft darüber, wie weit das Einkommen der armutsgefährdeten Bevölkerung unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt. Sie liefert einen Anhaltspunkt dafür, ob das verfügbare Einkommen der meisten Armutsgefährdeten eher nahe am Schwellenwert liegt oder ob diese auch bei Einkommenszuwächsen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen nicht über die Armutsgefährdungsschwelle hinauskommen würden.

Armutsgefährdungsquote

Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut. Die Armutsgefährdungsquote gibt den Anteil von Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten am Hauptwohnsitz an. Das Äquivalenzeinkommen ist ein auf der Basis des Haushaltsnettoeinkommens berechnetes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied. Die Bedarfsgewichtung erfolgt anhand der OECD-Skala.