Demografie

Bevölkerungsstand und –entwicklung

Der Stand und die Entwicklung der Bevölkerungszahlen nach unterschiedlichen Merkmalen sind wichtige Basisinformationen für gesellschaftliche Entwicklungen.

Bevölkerungsstand

Bevölkerungsstand

Dargestellt wird der Bevölkerungsstand in Baden-Württemberg nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit.

Abbildung I1.1 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2017 nach Staatsangehörigkeit und Altersgruppen


Datenquelle: Bevölkerungsfortschreibung, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle I1.1 Deutsche und ausländische Bevölkerung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Nach Altersgruppen insgesamt männlich weiblich Deutsch: insgesamt Deutsch: männlich Deutsch: weiblich Ausländisch: insgesamt Ausländisch: männlich Ausländisch: weiblich
1 Anzahl in 1.000 Personen:
2 Insgesamt 11.023 5.477 5.546 9.360 4.589 4.771 1.664 888 775
3 unter 18 1.862 958 904 1.653 848 806 209 110 99
4 18 bis unter 25 930 492 438 736 380 356 194 112 81
5 25 bis unter 50 3.601 1.842 1.759 2.774 1.398 1.376 827 444 383
6 50 bis unter 65 2.423 1.213 1.211 2.156 1.074 1.081 267 138 129
7 65 und älter 2.207 973 1.234 2.041 889 1.151 167 84 83
8 -
9 in %:
10 Insgesamt 100 100 100 100 100 100 100 100 100

Datenquelle: Bevölkerungsfortschreibung, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Die Altersstruktur der Bevölkerung Baden-Württembergs war im Jahr 2017 wie folgt: 25,3 % der Bevölkerung war jünger als 25 Jahre, 32,7 % der Bevölkerung war 25 bis unter 50 Jahre alt und 42,0  % der Bevölkerung war mindestens 50 Jahre alt.
Die Anteile der jüngeren und mittleren Altersgruppen sind seit 2012 in Baden-Württemberg insgesamt und bei der deutschen Bevölkerung zurückgegangen. Bei der ausländischen Bevölkerung ist eine gegenläufige Enwicklung erkennbar. Die ausländische Bevölkerung Baden-Württembergs war 2017 insgesamt deutlich jünger als die deutsche Bevölkerung. Diese Differenz hat sich im Vergleich zum Jahr 2012 verstärkt.

Definition:
Dargestellt wird der Bevölkerungsstand in Baden-Württemberg nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit.

Bewertung und empirische Relevanz:
Wichtiger Indikator zur Beschreibung der demografischen Zusammensetzung der Bevölkerung.

Hinweise:
Ab 2011 auf Basis des Zensus von 2011.
Seit 2014 kann es bei Städten und Gemeinden mit Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) durch die hohe Zahl an Zu- und Fortzügen zu verfahrensbedingten Schwankungen in der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung und der Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl kommen.

Datenquelle:
Bevölkerungsfortschreibung, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle I1.1 Deutsche und ausländische Bevölkerung in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID Nach Altersgruppen insgesamt männlich weiblich Deutsch: insgesamt Deutsch: männlich Deutsch: weiblich Ausländisch: insgesamt Ausländisch: männlich Ausländisch: weiblich
1 Anzahl in 1.000 Personen:
2 Insgesamt 10.569 5.189 5.380 9.362 4.577 4.786 1.207 613 594
3 unter 18 1.834 941 893 1.698 872 827 135 69 66
4 18 bis unter 25 906 466 440 780 400 380 126 66 61
5 25 bis unter 50 3.606 1.818 1.788 3.002 1.514 1.489 604 304 299
6 50 bis unter 65 2.156 1.068 1.088 1.941 963 978 215 105 110
7 65 und älter 2.067 897 1.170 1.941 828 1.112 126 68 58
8 -
9 in %:
10 Insgesamt 100 100 100 100 100 100 100 100 100

Datenquelle: Bevölkerungsfortschreibung, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


2016


Tabelle I1.1 Deutsche und ausländische Bevölkerung in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID Nach Altersgruppen insgesamt männlich weiblich Deutsch: insgesamt Deutsch: männlich Deutsch: weiblich Ausländisch: insgesamt Ausländisch: männlich Ausländisch: weiblich
1 Anzahl in 1.000 Personen:
2 Insgesamt 10.952 5.436 5.516 9.366 4.590 4.775 1.586 845 741
3 unter 18 1.855 956 900 1.658 850 807 197 105 92
4 18 bis unter 25 931 492 439 745 384 361 187 108 79
5 25 bis unter 50 3.609 1.842 1.767 2.821 1.422 1.399 788 421 367
6 50 bis unter 65 2.377 1.187 1.190 2.123 1.058 1.065 254 129 125
7 65 und älter 2.179 959 1.221 2.020 877 1.143 160 81 78
8 -
9 in %:
10 Insgesamt 100 100 100 100 100 100 100 100 100

Datenquelle: Bevölkerungsfortschreibung, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Bevölkerung Zuwandererstatus

Bevölkerung nach Zuwanderungsstatus

Dargestellt wird die Bevölkerung in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund.

Abbildung I1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2017 nach Zuwanderungsstatus


*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition Zuwanderergruppen.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle I1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2017 nach Zuwanderungsstatus

wdt_ID Nach Merkmal insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) insgesamt mit MH* (in %) Männer mit MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 - - -
2 ohne Migrationshintergrund* 69,1 68,2 70,0 - - -
3 mit Migrationshintergrund 30,9 31,8 30,0 100 100 100
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 20,5 20,8 20,3 66,5 65,4 67,7
7 … ohne Migrationserfahrung 10,3 11,0 9,7 33,5 34,6 32,3
8 … Nationalität deutsch 15,8 15,6 16,1 51,3 49,1 53,6
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 2,6 2,4 2,7 8,3 7,6 9,1
10 … Nationalität nicht deutsch 15,0 16,2 13,9 48,7 50,9 46,4

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition Zuwanderergruppen.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Jahr 2017 hatten 30,9 % der Bevölkerung in Baden-Württemberg einen Migrationshintergrund. Gegenüber 2012 (26,0 %) bedeutet dies einen Anstieg um 4,9 Prozentpunkte. Knapp die Hälfte der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (48,7 %) hatte eine ausländische Staatsangehörigkeit. Dieser Anteil ist seit 2012 um 5,4 Prozentpunkte gestiegen.

Definition:
Dargestellt wird die Bevölkerung in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Daten zeigen den Anteil an Männern und Frauen, mit eigener Migrationserfahrung bzw. bei denen mindestens ein Elternteil eine Migrationserfahrung hat. Es handelt sich hierbei um einen wichtigen Basisindikator für die Einordnung weiterer Indikatoren.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle I1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2012 nach Zuwanderungsstatus


wdt_ID Nach Merkmal insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) insgesamt mit MH* (in %) Männer mit MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 - - -
2 ohne Migrationshintergrund* 74,0 73,6 74,4 - - -
3 mit Migrationshintergrund 26,0 26,4 25,6 100 100 100
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 16,7 16,6 16,9 64,4 62,9 65,9
7 … ohne Migrationserfahrung 9,2 9,8 8,7 35,6 37,1 34,1
8 … Nationalität deutsch 14,8 14,8 14,7 56,8 56,1 57,4
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 4,1 4,0 4,2 15,7 15,0 16,4
10 … Nationalität nicht deutsch 11,2 11,6 10,9 43,3 43,9 42,6

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition Zuwanderergruppen.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle I1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2016 nach Zuwanderungsstatus


wdt_ID Nach Merkmal insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) insgesamt mit MH* (in %) Männer mit MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 - - -
2 ohne Migrationshintergrund* 70,3 69,3 71,3 - - -
3 mit Migrationshintergrund 29,7 30,7 28,7 100 100 100
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 19,9 20,1 19,6 66,8 65,5 68,2
7 … ohne Migrationserfahrung 9,9 10,6 9,1 33,2 34,5 31,8
8 … Nationalität deutsch 15,5 15,4 15,6 52,1 50,2 54,2
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 4,0 3,8 4,2 13,3 12,3 14,5
10 … Nationalität nicht deutsch 14,2 15,3 13,2 47,9 49,8 45,8

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition Zuwanderergruppen.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Zu- und Fortzüge

Zu- und Fortzüge

Dargestellt wird der Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen Baden-Württembergs nach Staatsangehörigkeit (deutsch, nichtdeutsch).
Für Wanderungen innerhalb Deutschlands werden lediglich die Anmeldungen ausgewertet; dabei wird auf der Basis der Angabe der bisherigen Hauptwohnung in dieser Gemeinde ein Abzug gebucht. Bei Wanderungen über die Bundesgrenzen werden die An- und Abmeldungen verarbeitet.

Abbildung I1.3.1 Salden der Zu- und Fortzüge von Deutschen und Nichtdeutschen aus dem bzw. in das Ausland über die Grenzen Baden-Württembergs im Zeitverlauf


*) Einschließlich der Meldungen, die durch Melderegisterbereinigungen bei der Vergabe der persönlichen Steueridentifikationsnummer entstanden sind.
Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung Familienforschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle I1.3.1 Salden der Zu- (+) und Fortzüge (-) über die Grenzen von Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Insgesamt: Deutsche (Anzahl) Insgesamt: Nichtdeutsche (Anzahl) über die Grenzen des Bundesgebietes: Deutsche (Anzahl) über die Grenzen des Bundesgebietes: Nichtdeutsche (Anzahl)
1 2011* -4.997 46.455 -6.213 46.617
2 2012 -3.003 68.809 -4.441 68.367
3 2013 -6.043 76.215 -4.586 76.073
4 2014 -7.027 96.633 -5.255 95.259
5 2015 -5.063 175.574 -3.562 172.800
6 2016 -16.923 93.031 -12.366 92.862
7 2017 -14.732 86.845 -8.503 85.723

*) Einschließlich der Meldungen, die durch Melderegisterbereinigungen bei der Vergabe der persönlichen Steueridentifikationsnummer entstanden sind.
Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Abbildung I1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2017


Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle I1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 72.113 -14.732 86.845
2 Männer 39.335 -7.600 46.935
3 Frauen 32.778 -7.132 39.910
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 77.220 -8.503 85.723
11 Männer 41.199 -4.941 46.140
12 Frauen 36.021 -3.562 39.583

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Wie in anderen Bundesländern war der Wanderungssaldo in Baden-Württemberg im Jahr 2017 positiv (72.113 Personen). Dabei waren es mehr Männer als Frauen, die zuwanderten. Dieser Unterschied war bei der Gruppe der Nichtdeutschen größer als bei der Gruppe der Deutschen. Nach einem sehr starken Rückgang des Wanderungssaldos zwischen 2015 (170.511 Personen) und 2016 (76.108 Personen) sank er im Jahr 2017 somit nur leicht.
Die Zahl der Zuzüge nach Baden-Württemberg aus anderen Bundesländern und die Zahl der Fortzüge aus Baden-Württemberg in andere Bundesländer sind bei Deutschen und Nichtdeutschen relativ ausgeglichen (Saldo bei Deutschen: – 6.229, bei Nichtdeutschen: + 1.122). Ebenfalls relativ ausgeglichen ist die Zahl der Zu- und Fortzüge der Deutschen nach und aus Baden-Württemberg über die Grenzen des Bundesgebiets (Saldo: – 8.503). Bei den Nichtdeutschen zeigen sich hingegen mehr Zuzüge aus dem Ausland nach Baden-Württemberg als Fortzüge ins Ausland (Saldo: + 85.723).

Definition:
Dargestellt wird der Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen Baden-Württembergs nach Staatsangehörigkeit (deutsch, nichtdeutsch).
Für Wanderungen innerhalb Deutschlands werden lediglich die Anmeldungen ausgewertet; dabei wird auf der Basis der Angabe der bisherigen Hauptwohnung in dieser Gemeinde ein Abzug gebucht. Bei Wanderungen über die Bundesgrenzen werden die An- und Abmeldungen verarbeitet.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Zu- und Fortzüge über die Grenzen Baden-Württembergs sind aussagekräftige Kennzahlen zum Wanderungsgeschehen. Eingeschränkt wird die Aussagekraft aber bei den Fortzügen – und damit auch bei den Wanderungssalden – durch zwischenzeitliche Melderegisterbereinigungen und generell durch die fehlende Differenzierung der Deutschen nach Migrationshintergrund.
Abgebildet werden hier die Wanderungsströme über die Grenzen Baden-Württembergs nach demografischen Merkmalen. Die Kennzahl gibt Hinweise auf den demografischen Wandel durch Wanderung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich auch hinter einem geringen Bevölkerungssaldo insgesamt eine hohe Bevölkerungsfluktuation verbergen kann.

Hinweise:
Zur Vergleichbarkeit mit anderen veröffentlichten statistischen Daten zu Wanderungen in Baden-Württemberg wird als zusätzliche Information die Wanderungsbewegung über die Grenzen Baden-Württembergs insgesamt (innerhalb Deutschlands oder über die Grenzen des Bundesgebietes) dargestellt. Die den Fortzügen ab 2008 ins Ausland zugrunde liegenden Angaben der Meldebehörden enthalten Melderegisterbereinigungen, die infolge der Einführung der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer durchgeführt worden sind. Das Ergebnis der Bereinigungen sind auch noch in den Folgejahren nachgeholte Buchungen „Fortzug in das Ausland“, die in die Zählung der Fortzüge eingegangen sind.
Die Ergebnisse des Berichtsjahres 2017 sind aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Datenquelle:
Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle I1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2012


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 65.806 -3.003 68.809
2 Männer 39.036 -440 39.476
3 Frauen 26.770 -2.563 29.333
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 63.926 -4.441 68.367
11 Männer 37.380 -1.942 39.322
12 Frauen 26.546 -2.499 29.045

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle I1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2016


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 76.108 -16.923 93.031
2 Männer 42.942 -9.215 52.157
3 Frauen 33.166 -7.708 40.874
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 80.496 -12.366 92.862
11 Männer 43.903 -7.691 51.594
12 Frauen 36.593 -4.675 41.268

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Rechtliche Zuzugsgrundlage

Rechtliche Zuzugsgrundlage

Dargestellt werden die rechtlichen Zuzugsgrundlagen (Aufenthaltstitel) der Ausländer_innen, die nicht aus EU-Staaten kommen, mit einer Aufenthaltserlaubnis/ Blauen Karte EU oder einer Niederlassungserlaubnis in Baden-Württemberg.

Abbildung I1.4 Drittstaatsangehörige mit einer Aufenthaltserlaubnis aus dem Jahr 2017 in Baden-Württemberg nach Aufenthaltstitel


Datenquelle: Ausländerzentralregister, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle I1.4 Drittstaatsangehörige mit einer Aufenthaltserlaubnis aus dem Jahr 2017 in Baden-Württemberg nach Aufenthaltstitel

wdt_ID Nach Aufenthalts- titel Insgesamt (Anzahl) Ausbildung (in %) Erwerbs-tätigkeit (in %) völker- rechtliche, humanitäre oder politische Gründe (in %) familiäre Gründe (in %) nach § 9 AufenthG (in %) sonstige Aufenhalts- titel (in %)
1 Aufenthalts- erlaubnis/ Blaue Karte EU
2 Insgesamt 136.326 14,3 14,8 30,3 36,8 - 3,8
3 Einreise in 2017 34.598 19,0 26,3 7,0 43,5 - 4,2
4 Einreise vor 2017 101.728 12,7 11,0 38,2 34,5 - 3,7
5 -
6 Niederlassungs-erlaubnis
7 Insgesamt 11.846 - 12,8 8,0 57,3 7,3 14,6
8 Einreise in 2017 128 - / / / / /
9 Einreise vor 2017 11.718 - 12,9 7,6 57,8 6,9 14,7

/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
– = Keine Angabe möglich
Datenquelle: Ausländerzentralregister, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Zeitraum Januar bis Dezember 2017 erhielten in Baden-Württemberg insgesamt 136.326 Drittstaatsangehörige (67,4 % mehr als 2012) eine zeitlich befristete Aufenthaltserlaubnis/ Blaue Karte EU. An 11.718 Drittstaatsangehörige (-49,4 % gegenüber 2012) wurde eine Niederlassungserlaubnis und damit ein unbefristeter Aufenthaltstitel vergeben.

Definition:
Dargestellt werden die rechtlichen Zuzugsgrundlagen (Aufenthaltstitel) der Ausländer_innen, die nicht aus EU-Staaten kommen, mit einer Aufenthaltserlaubnis/ Blauen Karte EU oder einer Niederlassungserlaubnis in Baden-Württemberg.

Bewertung und empirische Relevanz:
Während EU-Bürger i. d. R. freizügigkeitsberechtigt sind, benötigen Drittstaatsangehörige für den Aufenthalt in Deutschland einen Aufenthaltstitel, der von den Ausländerbehörden erteilt wird.

Hinweise:
Bei einer Aufenthaltserlaubnis oder Blauen Karte EU handelt es sich um zeitlich befristete Aufenthaltstitel, eine Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel.

Datenquelle:
Ausländerzentralregister, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle I1.4 Drittstaatsangehörige mit einer Aufenthaltserlaubnis aus dem Jahr 2012 in Baden-Württemberg nach Aufenthaltstitel


wdt_ID Nach Aufenthalts- titel Insgesamt (Anzahl) Ausbildung (in %) Erwerbs-tätigkeit (in %) völker- rechtliche, humanitäre oder politische Gründe (in %) familiäre Gründe (in %) nach § 9 AufenthG (in %) sonstige Aufenhalts- titel (in %)
1 Aufenthalts- erlaubnis/ Blaue Karte EU
2 Insgesamt 81.416 20,8 14,7 11,1 50,5 - 3,0
3 Einreise in 2012 22.935 34,0 25,7 1,8 34,2 - 4,3
4 Einreise vor 2012 58.481 15,6 10,4 14,7 56,9 - 2,4
5 -
6 Niederlassungs-erlaubnis
7 Insgesamt 23.924 - 1,6 11,8 59,6 23,4 3,5
8 Einreise in 2012 194 - / / / / /
9 Einreise vor 2012 23.730 - 1,6 11,7 60,0 23,5 3,3

/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
– = Keine Angabe möglich
Datenquelle: Ausländerzentralregister, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Lebendgeborene und Gestorbene

Lebendgeborene und Gestorbene

Dargestellt wird die Anzahl der Lebendgeborenen und der Gestorbenen in Baden-Württemberg seit 1975 in 5-Jahres-Schritten.

Abbildung I1.5.1 Lebendgeborene und Gestorbene in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


Datenquelle: Geburtenstatistik und Sterbefallstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle I1.5.1 Lebendgeborene und Gestorbene in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Lebend-geborene: insgesamt (Anzahl) Lebend-geborene: weiblich (Anzahl) Lebend-geborene: männlich (Anzahl) Gestorbene: insgesamt (Anzahl) Gestorbene: weiblich (Anzahl) Gestorbene: männlich (Anzahl) Geburten-überschuss bzw. -defizit (-): insgesamt (Anzahl) Geburten-überschuss bzw. -defizit (-): weiblich (Anzahl) Geburten-überschuss bzw. -defizit (-): männlich (Anzahl)
1 1975 97.019 47.220 49.799 95.646 48.124 47.522 1.373 -904 2.277
2 1980 99.721 48.615 51.106 92.418 47.226 45.192 7.303 1.389 5.914
3 1985 94.442 46.097 48.345 93.295 48.517 44.778 1.147 -2.420 3.567
4 1990 118.579 57.899 60.680 97.570 51.903 45.667 21.009 5.996 15.013
5 1995 112.459 54.581 57.878 97.733 51.952 45.781 14.726 2.629 12.097
6 2000 106.182 51.783 54.399 95.354 51.273 44.081 10.828 510 10.318
7 2005 94.279 46.000 48.279 94.074 50.314 43.760 205 -4.314 4.519
8 2010 90.695 44.117 46.578 98.807 52.141 46.666 -8.112 -8.024 -88
9 2015 100.269 49.288 50.981 108.066 56.375 51.691 -7.797 -7.087 -710
10 2017 107.375 52.360 55.015 109.120 55.443 53.677 -1.745 -3.083 1.338

Datenquelle: Geburtenstatistik und Sterbefallstatistik, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Die Zahl der Lebendgeborenen lag 2017 in Baden-Württemberg bei 107.375 und damit um 114 niedriger als 2016. Der kontinuierliche Anstieg an Lebendgeborenen der letzten 5 Jahre stagniert damit wieder.
Die Ursache für diesen in den letzten Jahren beobachteten positiven Trend wird in der Zuwanderung gesehen, die auch zu einer Zunahme der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter geführt hat. Hinzu kommt, dass nun Kinder der geburtenstarken Jahrgänge Anfang der 1960er-Jahre, die so genannten Babyboomer, selbst wieder Kinder bekommen.
Die Zahl der Gestorbenen stieg gegenüber dem Vorjahr um 2.487 auf insgesamt 109.120. Die Anzahl der Sterbefälle lag 2017 höher als die Anzahl der Lebendgeburten, damit bestand, wie auch schon in den letzten Jahren, ein Geburtendefizit.

Definition:
Dargestellt wird die Anzahl der Lebendgeborenen und der Gestorbenen in Baden-Württemberg seit 1975 in 5-Jahres-Schritten.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Geburten und Sterbefälle sowie der Geburtenüberschuss bzw. das Geburtendefizit sind neben der Wanderungsbewegung die wichtigsten Indikatoren zur Bevölkerungsentwicklung.

Datenquelle:
Geburtenstatistik und Sterbefallstatistik, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener

Durchschnittliche Lebenserwartung

Dargestellt wird die durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener in Jahren in Baden-Württemberg.

Abbildung I1.6 Durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener in Baden-Württemberg im Zeitverlauf*


*) Sterbetafelberechnungen werden üblicherweise für einen dreijährigen Zeitraum durchgeführt, um Zufallseinflüsse möglichst ausschließen zu können.
Datenquelle: Sterbefallstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt

Tabelle I1.6 Durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener in Baden-Württemberg im Zeitverlauf*

wdt_ID Jahr Jungen (in Jahren) Mädchen (in Jahren)
1 2000/02 76,7 82,1
2 2001/03 77,0 82,2
3 2002/04 77,4 82,6
4 2003/05 77,6 82,7
5 2004/06 78,0 83,0
6 2005/07 78,3 83,2
7 2006/08 78,6 83,3
8 2007/09 78,8 83,4
9 2008/10 78,9 83,5
10 2009/11 79,2 83,6

*) Sterbetafelberechnungen werden üblicherweise für einen dreijährigen Zeitraum durchgeführt, um Zufallseinflüsse möglichst ausschließen zu können.
Datenquelle: Sterbefallstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in Baden-Württemberg seit den Jahren 2000/02 um 2,8 Jahren bei Jungen und um 1,9 Jahren bei Mädchen gestiegen. Mädchen hatten in den Jahren 2015/17 bei ihrer Geburt nach wie vor eine längere durchschnittliche Lebenserwartung (84,0 Jahre) als Jungen (79,5 Jahre).

Definition:
Dargestellt wird die durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener in Jahren in Baden-Württemberg.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die mithilfe der Sterbetafel berechnete durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt wird in internationalen und zeitlichen Vergleichen als Indikator für den Entwicklungsstand eines Landes verwendet.

Datenquelle:
Sterbefallstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Familien- und Lebensformen

Familien- und Lebensformen

Anzahl der verschiedenen Lebensformen mit und ohne minderjährige Kinder sowie deren prozentualer Anteil an allen Lebensformen.

Abbildung I1.7 Familien- und Lebensformen in Baden-Württemberg 2016


Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle I1.7 Familien- und Lebensformen in Baden-Württemberg 2016

wdt_ID Lebensformen ... Lebensformen (in 1.000) Lebensformen (in %) Anteil an allen Lebensformen (in %)
1 ... mit Kindern 1103,2 100 20,6
2 Ehepaare mit Kindern 844,9 76,6 15,8
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern* 74,9 6,8 1,4
4 Alleinerziehende Frauen 165,0 15,0 3,1
5 Alleinerziehende Männer 18,5 1,7 0,3
6 -
7 ... ohne Kinder 4257,6 100 79,4
8 Ehepaare ohne Kinder 1546,1 36,3 28,8
9 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder 244,2 5,7 4,6
10 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder (8,2) (0,2) (0,2)

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Der überwiegende Teil der Familien in Baden-Württemberg lebt als Ehepaar mit Kindern zusammen, wenngleich der Anteil an allen Lebensformen mit Kindern seit 1980 kontinuierlich zurückgegangen ist. Daneben haben andere Lebensformen mit Kindern über die vergangenen Jahrzehnte hinweg an Bedeutung gewonnen. 76,6 % der Familien in Baden-Württemberg waren 2016 Ehepaare mit minderjährigen Kindern, 16,7 % Einelternfamilien und 6,7 % lebten als nicht eheliche Paare mit minderjährigen Kindern zusammen. Von den Alleinerziehenden waren 89,9 % Mütter.
Betrachtet man alle Lebensformen in Baden-Württemberg, auch diejenigen ohne minderjährige Kinder, so fällt auf, dass die größte Gruppe alleinstehende Frauen und Männer sind. Ihr Anteil umfasste 2016 zusammen 43,0 % aller Lebensformen. Auch Ehepaare ohne minderjährige Kinder stellten mit 28,9 % eine beachtliche Größe dar.
Lebensformen ohne minderjährige Kinder machen mittlerweile mit 79,4 % einen weitaus größeren Anteil an allen Lebensformen aus als Lebensformen mit minderjährigen Kindern (20,6 %).

Definition:
Anzahl der verschiedenen Lebensformen mit und ohne minderjährige Kinder sowie deren prozentualer Anteil an allen Lebensformen.

Bewertung und empirische Relevanz:
In Baden-Württemberg gibt es eine Vielzahl verschiedener Lebensformen. Für die Mehrheit der Bevölkerung ist Familie mit dem Vorhandensein von Kindern verbunden, andere Familien- und Lebensmodelle erfahren eine zunehmende Akzeptanz. Die zunehmende Vielfalt an Lebensformen ist ein Indikator für den gesellschaftlichen Wandel.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle I1.7 Familien- und Lebensformen in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID Lebensformen ... Lebensformen (in 1.000) Lebensformen (in %) Anteil an allen Lebensformen (in %)
1 ... mit Kindern 1107,3 100 21,1
2 Ehepaare mit Kindern 858,9 77,6 16,4
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern* 68,8 6,2 1,3
4 Alleinerziehende Frauen 161,7 14,6 3,1
5 Alleinerziehende Männer 17,9 1,6 0,3
6 -
7 ... ohne Kinder 4133,6 100 78,9
8 Ehepaare ohne Kinder 1560,6 37,8 29,8
9 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder 219,9 5,3 4,2
10 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder (5,9) (0,1) (0,1)

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.