Inklusion

Menschen mit Schwerbehinderung

Die Kenntnis über die demografische Zusammensetzung der Gruppe der Menschen mit Schwerbehinderung im Vergleich zur Gesamtbevölkerung dient als Orientierungshilfe bei der Planung und Umsetzung inklusiver Angebote.

Menschen mit Schwerbehinderung

Menschen mit Schwerbehinderung

Dargestellt wird der Anteil der Menschen mit Schwerbehinderung nach Altersgruppen, Geschlecht und Migrationshintergrund.

Abbildung F1.1.1 Schwerbehindertenquote* in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


*) Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung je 100 Einwohner der Gesamtbevölkerung.
Datenquelle: Statistik der schwerbehinderten Menschen, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F1.1.1 Schwerbehindertenquote insgesamt und der Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahre Gesamtbevölkerung (in %) unter 4-Jährige (in %) 4- bis unter 6-Jährige (in %) 6- bis unter 15-Jährige (in %) 15- bis unter 18-Jährige (in %) 18- bis unter 25-Jährige (in %)
1 2007 7,3 5,8 5,5 36,1 14,2 38,5
2 2009 7,4 5,6 5,2 35,8 14,1 39,3
3 2011 8,4 5,3 5,1 34,8 14,4 40,3
4 2013 9,2 5,0 5,1 34,1 15,1 40,8
5 2015 8,5 5,1 4,9 33,9 14,9 41,2
6 2017 8,6 5,5 5,1 33,8 14,7 40,9

Datenquelle: Statistik der schwerbehinderten Menschen, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Abbildung F1.1.2 Menschen mit Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017 nach Altersgruppen


Datenquelle: Statistik der schwerbehinderten Menschen, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F1.1.2 Menschen mit Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Insgesamt (in %) Schwerbehindertenquote (in %)
1 Insgesamt 943.183 100 8,6
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 486.475 51,6 8,9
5 Frauen 456.708 48,4 8,2
6 -
7 nach Altersgruppen
8 0 bis unter 25 Jahre 40.338 4,3 1,4
9 25 bis unter 45 Jahre 71.629 7,6 2,6
10 45 bis unter 65 Jahre 306.333 32,5 9,5

Datenquelle: Statistik der schwerbehinderten Menschen, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Der Anteil der Menschen mit Schwerbehinderung an der Bevölkerung lag 2017 in Baden-Württemberg bei 8,6 %. Dabei war die Quote bei Frauen (8,2 %) etwas geringer als bei Männern (8,9 %). Die Mehrzahl der Schwerbehinderungen tritt erst im späteren Lebensverlauf ein. So waren 2017 in Baden-Württemberg 23,8 % der 65-Jährigen und Älteren Menschen mit Schwerbehinderung und nur 1,4 % der unter 25-Jährigen.

Definition:
Dargestellt wird der Anteil der Menschen mit Schwerbehinderung nach Altersgruppen, Geschlecht und Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Menschen können verringert sein, wenn sie körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern. Der Abbau dieser Barrieren ist zwar bereits vielerorts geplant und umgesetzt aber ist bei Weitem noch nicht abgeschlossen.

Datenquelle:
Statistik der schwerbehinderten Menschen und Bevölkerungsfortschreibung, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2013


Tabelle F1.1.2 Menschen mit Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2013


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Insgesamt (in %) Schwerbehindertenquote (in %)
1 Insgesamt 981.538 100 9,2
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 511.755 52,1 9,8
5 Frauen 469.783 47,9 8,7
6 -
7 nach Altersgruppen
8 0 bis unter 25 Jahre 38.579 3,9 1,4
9 25 bis unter 45 Jahre 73.947 7,5 2,7
10 45 bis unter 65 Jahre 330.079 33,6 10,6

Datenquelle: Statistik der schwerbehinderten Menschen, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Schwerbehinderung und Qualifikationsniveau

Menschen mit/ohne Schwerbehinderung und Qualifikationsniveau

Dargestellt wird der Anteil der Menschen mit und ohne Schwerbehinderung nach Qualifikationsniveau in Baden-Württemberg, differenziert nach Geschlecht, Altersgruppen und Migrationshintergrund.

Abbildung F1.2 Menschen mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017 nach Qualifizierung*


*) Bevölkerung ab 15 Jahre; ISCED 1 und 2, siehe Definition Qualifikationsniveau und ISCED 2011.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F1.2.1 Menschen mit geringem Qualifikationsniveau* mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Nach Merkmal Menschen mit geringem Qualifikationsniveau und Schwerbehinderung (in %) Menschen mit geringem Qualifikationsniveau ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 29,9 21,3
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 21,0 17,1
5 Frauen 39,9 25,3
6 -
7 nach Migrationshintergrund**
8 mit MH 47,3 35,3
9 ohne MH 24,9 15,9
10 -

*) Bevölkerung ab 15 Jahre; ISCED 1 und 2, siehe Definition Qualifikationsniveau und ISCED 2011.
**) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Tabelle F1.2.1 Menschen mit mittlerem Qualifikationsniveau* mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Menschen mit mittlerem Qualifikationsniveau und Schwerbehinderung (in %) Menschen mit mittlerem Qualifikationsniveau ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 53,6 52,6
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 57,3 50,4
5 Frauen 49,5 54,7
6 -
7 nach Migrationshintergrund**
8 mit MH 41,5 45,2
9 ohne MH 57,1 55,4
10 -

*) Bevölkerung ab 15 Jahre; ISCED 3 und 4, siehe Definition Qualifikationsniveau und ISCED 2011.
**) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Tabelle F1.2.1 Menschen mit hohem Qualifikationsniveau* mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Menschen mit hohem Qualifikationsniveau und Schwerbehinderung (in %) Menschen mit hohem Qualifikationsniveau ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 16,5 26,2
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 21,7 32,5
5 Frauen 10,6 20,0
6 -
7 nach Migrationshintergrund**
8 mit MH 11,3 19,5
9 ohne MH 18,0 28,7
10 -

*) Bevölkerung ab 15 Jahre; ISCED 5 und höher, siehe Definition Qualifikationsniveau und ISCED 2011.
**) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Menschen ohne Schwerbehinderung erreichten 2017 in Baden-Württemberg häufiger ein hohes Qualifikationsniveau (26,2 %) als Menschen mit Schwerbehinderung (16,5 %). Sowohl bei Menschen mit als auch bei Menschen ohne Schwerbehinderung wurde am häufigsten ein mittleres Qualifikationsniveau erreicht (53,6 % bzw. 52,6 %).
Das Qualifikationsniveau stellt einen entscheidenden Erfolgsfaktor für den anschließenden Berufseinstieg dar.

Definition:
Dargestellt wird der Anteil der Menschen mit und ohne Schwerbehinderung nach Qualifikationsniveau in Baden-Württemberg, differenziert nach Geschlecht, Altersgruppen und Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Menschen mit Schwerbehinderung sollen am Leben in der Gesellschaft wie Menschen ohne Behinderungen teilhaben können. Dazu gehört auch ein entsprechender Bildungsabschluss.

Hinweise:
Die Analyse bezieht sich hier auf Menschen, die in Privathaushalten leben. Schwerbehinderungen wurden vor 2017 nur alle vier Jahre im Zusatzprogramm des Mikrozensus erhoben – zuletzt 2013. Seit 2017 werden diese Daten jährlich erfasst.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2013


Tabelle F1.2.1 Menschen mit geringem Qualifikationsniveau* mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2013


wdt_ID Nach Merkmal Menschen mit geringem Qualifikationsniveau und Schwerbehinderung (in %) Menschen mit geringem Qualifikationsniveau ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 30,9 22,2
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 22,1 16,0
5 Frauen 41,7 27,9
6 -
7 nach Migrationshintergrund**
8 mit MH 47,7 35,6
9 ohne MH 27,2 17,5
10 -

*) Bevölkerung ab 15 Jahre; ISCED 1 und 2, siehe Definition Qualifikationsniveau und ISCED 1997.
**) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.



Tabelle F1.2.1 Menschen mit mittlerem Qualifikationsniveau* mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2013


wdt_ID nach Merkmal Menschen mit mittlerem Qualifikationsniveau und Schwerbehinderung (in %) Menschen mit mittlerem Qualifikationsniveau ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 52,1 51,9
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 56,3 51,9
5 Frauen 46,8 51,8
6 -
7 nach Migrationshintergrund**
8 mit MH 40,6 45,1
9 ohne MH 54,6 54,2
10 -

*) Bevölkerung ab 15 Jahre; ISCED 1 und 2, siehe Definition Qualifikationsniveau und ISCED 1997.
**) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.



Tabelle F1.2.1 Menschen mit hohem Qualifikationsniveau* mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2013


wdt_ID nach Merkmal Menschen mit hohem Qualifikationsniveau und Schwerbehinderung (in %) Menschen mit hohem Qualifikationsniveau ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 17,1 26,0
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 21,6 32,1
5 Frauen 11,5 20,3
6 -
7 nach Migrationshintergrund**
8 mit MH 11,8 19,3
9 ohne MH 18,2 28,3
10 -

*) Bevölkerung ab 15 Jahre; ISCED 1 und 2, siehe Definition Qualifikationsniveau und ISCED 1997.
**) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Erwerbstätigenquote Schwerbehinderung

Erwerbstätigenquote von Menschen mit/ohne Schwerbehinderung

Dargestellt wird die Erwerbstätigkenquote von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung nach Geschlecht, Altersgruppen und Migrationshintergrund.

Abbildung F1.3 Erwerbstätigenquote von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017 nach Geschlecht


Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F1.3 Erwerbstätigenquote von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Nach Merkmal Erwerbstätigenquote von Menschen mit Schwerbehinderung (in %) Erwerbstätigenquote von Menschen ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 52,8 79,7
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 56,8 83,8
5 Frauen 48,3 75,6
6 -
7 nach Migrationshintergrund*
8 mit MH 44,8 73,0
9 ohne MH 55,9 82,8
10 -

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
52,8 % der Menschen mit Schwerbehinderung im erwerbsfähigen Alter waren 2017 in Baden-Württemberg erwerbstätig. Im Vergleich zu 2013 ist die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Schwerbehinderung um 4,8 Prozentpunkte angestiegen, die Erwerbstätigenquote von Menschen ohne Schwerbehinderung hat 2,2 Prozentpunkte zugenommen.
Bei den Männern lag die Erwerbstätigenquote mit 56,8 % höher als bei den Frauen mit 48,3 %.
Personen mit Migrationshintergrund waren seltener erwerbstätig als Personen ohne Migrationshintergrund. Dies gilt sowohl für Menschen mit Schwerbehinderung (44,8 % versus 55,9%) als auch für Menschen ohne Schwerbehinderung (73,0 % versus 82,8 %)
Die Differenzierung nach Altersgruppen zeigt, dass sich die Erwerbstätigenquote bei Menschen ohne Schwerbehinderung in den Altersgruppen 25 bis unter 45 Jahre und 45 bis unter 65 Jahre mit jeweils rund 86 % nicht unterscheiden. Bei den Menschen mit Schwerbehinderung zeigt sich hingegen eine niedrigere Erwerbstätigenquote in der älteren Altersgruppe (51,4 % versus 64,3 % bei den 25 bis unter 45-Jährigen).

Definition:
Dargestellt wird die Erwerbstätigkenquote von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung nach Geschlecht, Altersgruppen und Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Menschen mit Schwerbehinderung sollen am Leben in der Gesellschaft wie nicht behinderte Menschen teilhaben können. Eine entsprechende Erwerbstätigkeit, wie sie für nicht behinderte Menschen die Regel ist, ist deshalb auch für sie das vorrangige Ziel.

Weitere Differenzierungsmerkmale:
In anderen Themenfeldern des Gesellschaftsmonitorings Baden-Württemberg finden Sie ergänzend folgende Differenzierungen zur Erwerbstätigenquote:

  • Migrationshintergrund, Geschlecht insgesamt und nach Altersgruppen sowie Mütter nach Alter des jüngsten Kindes
  • Zuwanderungsstatus insgesamt und nach Geschlecht
  • Ältere Menschen ab 65 Jahren nach Altersgruppen und Geschlecht sowie nach Vollzeit und Teilzeit

Hinweise:
Betrachtet werden Frauen und Männer am Hauptwohnsitz im Alter von 15 bis unter 65 Jahren.
Schwerbehinderungen wurden vor 2017 nur alle vier Jahre im Zusatzprogramm des Mikrozensus erhoben – zuletzt 2013. Seit 2017 werden diese Daten jährlich erfasst.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2013


Tabelle F1.3 Erwerbstätigenquote von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2013


wdt_ID Nach Merkmal Erwerbstätigenquote von Menschen mit Schwerbehinderung (in %) Erwerbstätigenquote von Menschen ohne Schwerbehinderung (in %)
1 Insgesamt 48,0 77,5
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 50,2 82,3
5 Frauen 45,4 72,7
6 -
7 nach Migrationshintergrund*
8 mit MH 39,0 71,1
9 ohne MH 50,6 80,2
10 -

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Schwerbehinderung nach Armutsgefährdung

Menschen mit und ohne Schwerbehinderung nach Armutsgefährdung

Der Indikator zeigt die Armutsgefährdung von Menschen mit Schwerbehinderung im Vergleich zu Menschen ohne Schwerbehinderung.

Abbildung F1.4 Armutsgefährdungsquote* von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017 nach Altersgruppen


Die Angabe für Menschen mit Schwerbehinderung im Alter von unter 25 Jahren basiert auf kleinen Fallzahlen, daher ist dieser Zahlenwert unsicher.
*) Für die Berechnung wurde der Landesmedian genutzt.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F1.4 Armutsgefährdungsquote* von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Nach Altersgruppen Menschen mit Schwerbehinderung (Armutsgefährdungsquote in %) Menschen ohne Schwerbehinderung (Armutsgefährdungsquote in %)
1 Insgesamt 19,9 14,2
2 -
3 unter 25 Jahre (20,3) 19,9
4 25 bis unter 50 Jahre 25,5 12,2
5 50 bis unter 65 Jahre 22,3 8,6
6 65 Jahre und älter 17,0 16,2

*) Siehe Definition Armutsgefährdungsquote. Für die Berechnung wurde der Landesmedian benutzt.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus,eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Menschen mit Schwerbehinderung waren 2017 in Baden-Württemberg in höherem Maße armutsgefährdet (19,9 %) als Menschen ohne Schwerbehinderung (14,2 %). Betrachtet man die Armutsgefährdungsquote von Menschen mit Schwerbehinderung differenziert nach Altersklassen, so zeigen sich deutliche Unterschiede: Am stärksten von Armutsgefährdung betroffen war die Gruppe der 25- bis unter 50-Jährigen (25,5 %). Am seltensten waren die 65-Jährigen und Älteren armutsgefährdet (17,0 %). Der Unterschied zwischen der Armutsgefährdungsquote der Menschen mit und ohne Schwerbehinderung war in den beiden mittleren Altersklassen am größten (13,3 bzw. 13,7 Prozentpunkte).
Im Vergleich zu 2013 ist die Armutsgefährdungsquote der Menschen mit Schwerbehinderung leicht angestiegen (+ 1,3 Prozentpunkte), wohingegen die von Menschen ohne Schwerbehinderung konstant geblieben ist. Der stärkste Anstieg zeigt sich in der Altersgruppe der 50- bis unter 65-Jährigen (+ 3,8 Prozentpunkte).

Definition:
Der Indikator zeigt die Armutsgefährdung von Menschen mit Schwerbehinderung im Vergleich zu Menschen ohne Schwerbehinderung.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Menschen mit Behinderung können zum einen durch die körperliche, seelische oder geistige Beeinträchtigung verringert sein. Insbesondere die geringeren Teilhabechancen am Arbeitsmarkt sind eine wesentliche Ursache für die höhere Armutsgefährdung schwerbehinderter Menschen.

Weitere Differenzierungsmerkmale:
In anderen Themenfeldern des Gesellschaftmonitorings Baden-Würtemberg finden Sie ergänzend folgende Differenzierungen zur Armutsgefährdung:

Hinweise:
Die Analyse bezieht sich hier auf Menschen, die in Privathaushalten leben. Schwerbehinderungen wurden vor 2017 nur alle vier Jahre im Zusatzprogramm des Mikrozensus erhoben – zuletzt 2013. Seit 2017 werden die Daten jährlich erfasst.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2013


Tabelle F1.4 Armutsgefährdungsquote* von Menschen mit und ohne Schwerbehinderung in Baden-Württemberg 2013


wdt_ID Nach Altersgruppen Menschen mit Schwerbehinderung (Armutsgefährdungsquote in %) Menschen ohne Schwerbehinderung (Armutsgefährdungsquote in %)
1 Insgesamt 18,6 14,5
2 -
3 unter 25 Jahre / 19,2
4 25 bis unter 50 Jahre 27,8 11,6
5 50 bis unter 65 Jahre 18,5 10,4
6 65 Jahre und älter 16,4 17,8

*) Siehe Definition Armutsgefährdungsquote. Für die Berechnung wurde der Landesmedian benutzt.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus,eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.