Inklusion

Sonderpädagogische Förderung

Bildungseinrichtungen stellen einen zentralen Bereich für Inklusionsangebote dar. Für Kinder, die aufgrund körperlicher und/oder geistiger Einschränkungen auf eine besondere Förderung angewiesen sind, besteht in Baden-Württemberg die Wahl zwischen einer differenzierten Förderung in speziellen Einrichtungen (Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, Schulkindergärten) und einer inklusiven Betreuung innerhalb regulärer Einrichtungen (beispielsweise allgemeinbildende Schulen).

Eingliederungshilfe in Kindertageseinrichtungen

Eingliederungshilfe in Kindertageseinrichtungen

Dargestellt wird die Anzahl der Kinder in Kindertageseinrichtungen, die Eingliederungshilfe erhalten.

Abbildung F2.1.2 Kinder in Kindertageseinrichtungen mit Eingliederungshilfe in Baden-Württemberg im Zeitverlauf
3- bis unter 6-Jährige


Datenquelle: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F2.1.1 Kinder in Kindertageseinrichtungen mit Eingliederungshilfe in Baden-Württemberg im Zeitverlauf – unter 3-Jährige

wdt_ID Jahr Kinder insgesamt (Anzahl) Kinder mit Eingliederungshilfe (Anzahl) Kinder mit Eingliederungshilfe (in %) Jungen mit Eingliederungshilfe (Anteil in %) Mädchen mit Eingliederungshilfe (Anteil in %)
1 2013 58.805 259 0,4 64,5 35,5
2 2014 66.465 327 0,5 57,2 42,8
3 2015 68.909 294 0,4 57,8 42,2
4 2016 71.936 269 0,4 59,5 40,5
5 2017 76.748 294 0,4 61,9 38,1

Datenquelle: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Tabelle F2.1.2 Kinder in Kindertageseinrichtungen mit Eingliederungshilfe in Baden-Württemberg im Zeitverlauf – 3- bis unter 6-Jährige

wdt_ID Jahr Kinder insgesamt (Anzahl) Kinder mit Eingliederungshilfe (Anzahl) Kinder mit Eingliederungshilfe (in %) Jungen mit Eingliederungshilfe (Anteil in %) Mädchen mit Eingliederungshilfe (Anteil in %)
1 2013 266.521 3.797 1,4 65,6 34,4
2 2014 265.770 3.684 1,4 67,0 33,0
3 2015 266.753 3.833 1,4 68,0 32,0
4 2016 271.115 3.941 1,5 67,9 32,1
5 2017 275.844 4.025 1,5 67,3 32,7

Datenquelle: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Erhebungsjahr 2017 erhielten insgesamt 4.319 Kinder unter 6 Jahren Eingliederungshilfe in Kindertageseinrichtungen. Das entspricht einem Anteil von rund 1,2 % an allen in Kindertageseinrichungen betreuten Kindern dieser Altersgruppe. Der Anteil ist seit 2013 konstant geblieben.

Definition:
Dargestellt wird die Anzahl der Kinder in Kindertageseinrichtungen, die Eingliederungshilfe erhalten.

Bewertung und empirische Relevanz:
Mit der Eingliederungshilfe soll Kindern mit Behinderung die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht, sowie ihre Bildung und Entwicklung gefördert werden, um ihnen soziale Integration und ein weitgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen.

Datenquelle:
Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Kinder in Schulkindergärten

Kinder in Schulkindergärten

Dargestellt wird die Anzahl der Kinder in Schulkindergärten nach Geschlecht und Behinderungsart.

Abbildung F2.2.1 Kinder in Schulkindergärten in Baden-Württemberg nach Geschlecht im Zeitverlauf


Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F2.2.1 Kinder in Schulkindergärten in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Insgesamt (Anzahl) Jungen (in %) Mädchen (in %)
1 2007/08 4.592 66,9 33,1
2 2008/09 4.651 67,1 32,9
3 2009/10 4.699 66,9 33,1
4 2010/11 4.633 66,2 33,8
5 2011/12 4.627 66,5 33,5
6 2012/13 4.562 66,7 33,3
7 2013/14 4.459 66,0 34,0
8 2014/15 4.335 65,9 34,1
9 2015/16 4.359 66,7 33,3
10 2016/17 4.369 67,9 32,1

Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Tabelle F2.2.2 Kinder in Schulkindergärten in Baden-Württemberg im Schuljahr 2017/18

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Jungen (in %) Mädchen (in %)
1 Insgesamt 4.383 67,1 32,9
2 -
3 Lernbehinderung 212 79,2 20,8
4 Geistige Behinderung 1.262 71,6 28,4
5 Körperbehinderung 1.249 60,3 39,7
6 Blindheit 51 54,9 45,1
7 Sehbehinderung 11 / /
8 Hörschädigung 194 58,2 41,8
9 Sprachbehinderung 1.191 68,6 31,4
10 Erziehungshilfe 213 70,9 29,1

/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Schuljahr 2017/18 wurden in den öffentlichen und privaten Schulkindergärten Baden-Württembergs insgesamt 4.383 Kinder betreut. Im Vergleich zum Vorjahr (4.369 Kinder) ist die Anzahl der Kinder in Schulkindergärten leicht gesunken. Damit setzt sich der Trend rückläufiger Besuchszahlen fort.

Definition:
Dargestellt wird die Anzahl der Kinder in Schulkindergärten nach Geschlecht und Behinderungsart.

Bewertung und empirische Relevanz:
Für Kinder, die aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen auf besondere Förderung angewiesen sind, besteht in Baden-Württemberg bezüglich frühkindlicher Bildung die Wahl zwischen dem Besuch einer integrativen Kindertageseinrichtung (vgl. Indikator Eingliederungshilfe in Kindertageseinrichtungen) und einer differenzierten Förderung in einem Schulkindergarten.

Hinweise:
In anderen Bundesländern stellen Schulkindergärten an Grundschulen angegliederte Einrichtungen für schulpflichtige, aber noch nicht schulreife Kinder dar (in Baden-Württemberg entspricht diese Definition den Grundschulförderklassen).

Datenquelle:
Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

Dargestellt wird die Anzahl der Schüler_innen in sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg.

Abbildung F2.3 Schüler_innen an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg 2017/18 nach Migrationshintergrund


Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F2.3 Schüler_innen an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg 2017/18

wdt_ID Nach Merkmal Schüler_innen an SBBZ* (Anzahl) Schüler_innen an SBBZ* (in %) Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen insgesamt (Anzahl) Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen insgesamt (in %)
1 Insgesamt 49.659 100 1.106.519 100
2 -
3 nach Geschlecht
4 männlich 32.451 65,3 566.470 51,2
5 weiblich 17.208 34,7 540.049 48,8
6 -
7 nach Altersgruppen
8 unter 7 Jahre 2.340 4,7 64.868 5,9
9 7 bis unter 11 Jahre 18.387 37,0 398.465 36,0
10 11 bis unter 15 Jahre 18.175 36,6 411.697 37,2

*) Bis 2014/15 Sonderschulen.
**) MH = Migrationshintergrund: keine deutsche Staatsangehörigkeit, „nichtdeutsches” Geburtsland oder nichtdeutsche Verkehrssprache in der Familie.
Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Schuljahr 2017/18 besuchten von den 1,1 Mio. Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen 49.659 sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren. Davon hatten 32,1 % einen Migrationshintergrund. Bei den Schüler_innen allgemeinbildender Schulen insgesamt lag dieser Anteil mit 24,3 % deutlich niedriger. Auch das Geschlechterverhältnis ist mit zwei Dritteln (65,3 %) männlichen und einem Drittel (34,7 %) weiblichen Schüler_innen anders als an den allgemeinbildenden Schulen insgesamt, bei denen das Geschelchterverhältnis mit je rund 50 % ausgeglichen ist.

Definition:
Dargestellt wird die Anzahl der Schüler_innen in sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg.

Bewertung und empirische Relevanz:
Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) sind ein wesentlicher Bestandteil des Schulwesens in Baden-Württemberg. Für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung und sonderpädagogischem Förderbedarf steht damit ein ausgebautes differenziertes Schulwesen zur Verfügung.

Datenquelle:
Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle F2.3 Schüler_innen an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg 2012/13


wdt_ID Nach Merkmal Schüler_innen an SBBZ* (Anzahl) Schüler_innen an SBBZ* (in %) Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen insgesamt (Anzahl) Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen insgesamt (in %)
1 Insgesamt 52.475 100 1.158.543 100
2 -
3 nach Geschlecht
4 männlich 33.586 64,0 594.467 51,3
5 weiblich 18.889 36,0 564.076 48,7
6 -
7 nach Altersgruppen
8 unter 7 Jahre 2.484 4,7 64.314 5,6
9 7 bis unter 11 Jahre 18.851 35,9 394.767 34,1
10 11 bis unter 15 Jahre 19.792 37,7 441.918 38,1

*) Bis 2014/15 Sonderschulen.
**) MH = Migrationshintergrund: keine deutsche Staatsangehörigkeit, andere Ausprägungen wie „nichtdeutsches Geburtsland“ oder „nichtdeutsche Verkehrssprache“ in der Familiewurden in diesem Schuljahr nocht nicht erhoben.
Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle F2.3 Schüler_innen an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg 2016/17


wdt_ID Nach Merkmal Schüler_innen an SBBZ* (Anzahl) Schüler_innen an SBBZ* (in %) Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen insgesamt (Anzahl) Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen insgesamt (in %)
1 Insgesamt 49.339 100 1.115.038 100
2 -
3 nach Geschlecht
4 männlich 32.110 65,1 572.109 51,3
5 weiblich 17.229 34,9 542.929 48,7
6 -
7 nach Altersgruppen
8 unter 7 Jahre 2.333 4,7 65.501 5,9
9 7 bis unter 11 Jahre 18.050 36,6 396.062 35,5
10 11 bis unter 15 Jahre 18.022 36,5 415.765 37,3

*) Bis 2014/15 Sonderschulen.
**) MH = Migrationshintergrund: keine deutsche Staatsangehörigkeit, andere Ausprägungen wie „nichtdeutsches Geburtsland“ oder „nichtdeutsche Verkehrssprache“ in der Familiewurden in diesem Schuljahr nocht nicht erhoben.
Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Inklusiv beschulte Schüler_innen

Inklusiv beschulte Schüler_innen

Dargestellt werden die Anzahl und die Förderschwerpunkte inklusiv beschulter Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg.

Abbildung F2.4 Inklusiv beschulte Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg im Schuljahr 2017/18 nach Förderschwerpunkt


Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle F2.4 Inklusiv beschulte Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg im Schuljahr 2017/18 nach Förderschwerpunkt

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt Lernen Geistige Entwicklung Körperliche und motorische Entwicklung Sehen Hören Sprache Emotionale und soziale Entwicklung
1 Insgesamt (Anzahl) 8.624 5.758 788 379 56 148 622 873
2 -
3 Insgesamt (in %) 100 100 100 100 100 100 100 100
4 Grundschulen (in %) 47,6 44,9 51,5 55,7 30,4 38,5 74,8 41,6
5 Werkreal-/ Hauptschulen (in %) 15,5 17,8 12,1 7,9 7,1 4,7 7,2 14,8
6 Realschulen (in %) 5,4 2,9 6,7 9,8 19,6 23,6 2,4 17,0
7 Gymnasien (in %) 0,7 0,1 - 3,2 21,4 7,4 0,2 2,7
8 Gemeinschaftsschulen (in %) 29,8 33,6 27,0 21,6 21,4 25,0 14,3 22,8
9 Sonstige (in %) 1,0 0,7 2,7 1,8 - 0,7 1,1 1,1

– = Zelle nicht belegt.
Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Schuljahr 2017/18 wurden insgesamt 8.624 Schüler_innen inklusiv an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet. Zum Vergleich: 49.659 Kinder und Jugendliche besuchten Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (vgl. Indikator Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren).
Gut zwei Drittel (66,8 %) der inklusiv beschulten Schüler_innen wurden mit dem Förderschwerpunkt Lernen gefördert. Davon knapp die Hälfte (44,9 %) in Grundschulen, 33,6 % in Gemeinschaftsschulen und 17,8 % in Werkreal-/Hauptschulen.

Definition:
Dargestellt werden die Anzahl und die Förderschwerpunkte inklusiv beschulter Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die allgemeinen Schulen stehen auch Kindern mit Behinderungen, unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung, grundsätzlich offen. Inklusion ist hierbei Aufgabe aller Schulen und Schularten.

Hinweise:
Die Daten zu den inklusiv beschulten Schüler_innen an allen allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg werden erst seit dem Schuljahr 2015/16 in dieser Form erhoben. Daher kann das Vergleichsjahr 2012/13 nicht abgebildet werden.

Datenquelle:
Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2016


Tabelle F2.4 Inklusiv beschulte Schüler_innen an allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg im Schuljahr 2016/17 nach Förderschwerpunkt


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt Lernen Geistige Entwicklung Körperliche und motorische Entwicklung Sehen Hören Sprache Emotionale und soziale Entwicklung
1 Insgesamt (Anzahl) 7.946 5.316 690 358 47 141 581 813
2 -
3 Insgesamt (in %) 100 100 100 100 100 100 100 100
4 Grundschulen (in %) 51,6 48,8 50,9 65,6 40,4 45,4 74,9 49,0
5 Werkreal-/ Hauptschulen (in %) 16,4 19,2 12,5 4,7 6,4 6,4 5,5 16,5
6 Realschulen (in %) 4,3 2,2 4,2 9,5 23,4 24,8 2,1 12,9
7 Gymnasien (in %) 0,3 - - 1,4 12,8 0,7 - 1,1
8 Gemeinschaftsschulen (in %) 26,1 29,1 25,2 16,5 17,0 22,0 17,4 19,1
9 Sonstige (in %) 1,4 0,7 7,2 2,2 - 0,7 0,2 1,5

– = Zelle nicht belegt.
Datenquelle: Schulstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.