Integration

Systemintegration/gesellschaftliche Bedingungen

Ob Integration als Ganzes gelingt, misst sich auch an der Integration und dem Zusammenhalt der verschiedenen Bevölkerungsteile (Systemintegration). Damit hängt Integration nicht nur von einzelnen Personen (Zugewanderten) ab, sondern auch von der Gesellschaft als Ganzes. Dazu gehört, dass Zugewanderte die Möglichkeit haben müssen, sich in die Gesellschaft einzubringen. Dazu braucht eine Gesellschaft Offenheit für Neues und Akzeptanz gesellschaftlicher Veränderungen. Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung verhindern eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen.

Sorgen wegen Zuwanderung

Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen über die Zuwanderung nach Deutschland macht.

Abbildung B2.1.1 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B2.1.1 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 2011 20,2 41,1 38,7
2 2013 18,6 39,8 41,6
3 2015 31,1 41,5 27,5
4 2016 43,3 39,6 17,0
5 2017 35,2 43,7 21,1
6 2018 25,0 47,3 27,7

Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Tabelle B2.1.2 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf nach Migrationshintergrund

wdt_ID Jahr ohne MH* große Sorgen (in %) ohne MH einige Sorgen (in %) ohne MH keine Sorgen (in %) mit MH große Sorgen (in %) mit MH einige Sorgen (in %) mit MH keine Sorgen (in %)
1 2011 22,6 41,4 36,0 12,3 40,1 47,6
2 2013 19,7 40,3 40,0 14,0 37,2 48,9
3 2015 30,5 42,4 27,1 32,5 38,9 28,6
4 2016 43,0 41,4 15,7 44,3 35,3 20,4
5 2017 34,1 45,1 20,9 38,1 40,1 21,7
6 2018 25,4 47,1 27,5 24,0 47,8 28,2

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Abbildung B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2018


*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2018

wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 25,0 47,3 27,7
2 Zum Vergleich: Deutschland 31,1 43,3 25,5
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 25,4 47,1 27,5
6 mit MH 24,0 47,8 28,2
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ...davon ohne MH 24,0 46,1 29,8

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Fast drei Viertel (72,3 %) der baden-württembergischen Bevölkerung machten sich 2018 große (25,0 %) oder einige Sorgen (47,3 %) über Zuwanderung. Dabei gab es keinen belastbaren Unterschied zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Frauen äußerten dabei häufiger Sorgen (große oder einige) im Vergleich zu Männern. Dieser Geschlechterunterschied fällt unabhängig vom Migrationshintergrund stark aus: Frauen äußerten in beiden Bevölkerungsgruppen jeweils um ca. 5 Prozentpunkte häufiger große oder einige Sorgen als Männer.

Im Zeitverlauf hat der Anteil derer, die sich Sorgen machen zwischen 2013 und 2016 deutlich zugenommen (von 58,4 % 2013 auf 82,9 % 2016) – was wahrscheinlich auf den stark gestiegenen Flüchtlingszuzug in dieser Zeit und die damit einhergehenden Herausforderungen für Staat, Verwaltung und Bevölkerung zurückzuführen ist. Nach 2016 gaben wieder weniger Menschen in Baden-Württemberg an, sich große oder einige Sorgen über Zuwanderung zu machen.

Definition:
Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen über die Zuwanderung nach Deutschland macht.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator zeigt, inwiefern Menschen sich über die Zuwanderung von Ausländer_innen nach Deutschland Sorgen machen. Das gibt einen Hinweis auf die Offenheit einer pluralen Gesellschaft und ist somit wichtig für das Zusammenleben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Hinweis:
Die Frage wurde den Flüchtlingssamples innerhalb des SOEP 2016, 2017 und 2018 nicht gestellt.

Datenquelle:
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass

Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen macht über Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland.

Abbildung B2.2.1 Sorgen wegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B2.2.1 Sorgen wegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 2011 15,0 55,6 29,4
2 2013 14,6 55,7 29,7
3 2015 30,8 49,7 19,6
4 2016 43,3 43,2 13,5
5 2017 38,1 48,3 13,6
6 2018 29,8 54,4 15,8

Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Tabelle B2.2.2 Sorgen wegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Baden-Württemberg im Zeitverlauf nach Migrationshintergrund

wdt_ID Jahr ohne MH* große Sorgen (in %) ohne MH einige Sorgen (in %) ohne MH keine Sorgen (in %) mit MH große Sorgen (in %) mit MH einige Sorgen (in %) mit MH keine Sorgen (in %)
1 2011 15,2 56,1 28,7 14,5 53,9 31,6
2 2013 14,1 60,2 25,7 15,8 44,3 39,8
3 2015 32,4 50,7 16,9 26,7 47,2 26,1
4 2016 45,1 44,0 10,9 38,7 41,1 20,2
5 2017 39,2 49,1 11,7 35,6 46,5 17,9
6 2018 29,6 56,3 14,1 30,2 49,8 20,0

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Abbildung B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Baden-Württemberg 2018


*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Baden-Württemberg 2018

wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 29,8 54,4 15,8
2 Zum Vergleich: Deutschland 33,6 52,1 14,3
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 29,6 56,3 14,1
6 mit MH 30,2 49,8 20,0
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ... davon ohne MH 24,9 57,4 17,7

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:

84,2 % der Bevölkerung in Baden-Württemberg machten sich 2018 große (29,8 %) oder einige Sorgen (54,4 %) wegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit. Menschen ohne Migrationshintergrund sorgten sich dabei häufiger (große oder einige Sorgen: 85,9 %) als Menschen mit Migrationshintergrund (große oder einige Sorgen: 80,0 %).

Sowohl bei Menschen mit als auch bei Menschen ohne Migrationshintergrund machten sich Frauen häufiger große Sorgen als Männer. Am wenigsten Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg äußerten Männer mit Migrationshintergrund (25,2 % gaben an, sich keine Sorgen zu machen). Frauen ohne Migrationshintergrund machen sich hingegen am häufigsten Sorgen. Lediglich 10,6 % berichteten, sich keine Sorgen zu machen.

Im Zeitverlauf ist der Anteil derer, die angaben sich große Sorgen zu machen, bei der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund ab 2015 deutlich angestiegen (vermutlich in Zusammenhang mit dem Zuzug von Geflüchteten bzw. der Medienberichterstattung darüber), zwischen 2016 und 2018 aber wieder gefallen. Der Anteil derer, die sich einige Sorgen machten, ist ab 2016 deutlich angestiegen.

Definition:
Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen macht über Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland.

Bewertung und empirische Relevanz:
Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit wirken ausgrenzend und integrationsfeindlich. Der Indikator zeigt, inwiefern sich die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Baden-Württemberg wegen solcher Diskriminierungen im Land generell Sorgen machen. Das kann einen Hinweis darauf geben, inwiefern im Land eine Willkommenskultur für Zugewanderte herrscht.

Datenquelle:
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Einschätzung Stand Integration

Dargestellt wird, inwiefern die Integration von Zuwanderer_innen sowohl am Wohnort als auch in Baden-Württemberg als gelungen eingeschätzt wird.

Abbildung B2.3 Einschätzung der Bevölkerung zum Stand der Integration in Baden-Württemberg 2019 nach Migrationshintergrund


Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Tabelle B2.3 Einschätzung der Bevölkerung zum Stand und zur Entwicklung der Integration in Baden-Württemberg 2019 nach Migrationshintergrund*

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Integration am Wohnort
3 sehr gut gelungen 12,4 17,5 13,4 17,6 11,3 17,5
4 gut 51,5 47,4 50,5 48,5 52,6 46,3
5 weniger gut 19,2 21,6 19,2 20,9 19,2 22,2
6 überhaupt nicht 3,7 3,6 5,1 5,3 2,2 2,5
7 keine Zuwanderer am Wohnort 4,2 2,5 4,6 1,2 3,9 3,7
8 in Baden-Württemberg
9 sehr gut gelungen 1,5 7,8 1,2 9,6 1,9 6,1
10 gut 46,4 44,2 48,7 43,0 44,1 45,3

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Einordnung der Ergebnisse:
Integration wird sowohl am Wohnort als auch in Baden-Württemberg (sehr) gut eingeschätzt. Allerdings fiel die Bewertung der Integration von Zuwanderer_innen am eigenen Wohnort im Jahr 2019 deutlich positiver aus als in Baden-Württemberg insgesamt. Im Vergleich zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund war ein höherer Anteil der Bevökerung mit Migrationshintergrund der Auffassung, dass die Integration sowohl am Wohnort (17,5 %) als auch in Baden-Würrttemberg (7,8 %) insgesamt sehr gut gelungen war.
Dieses Muster lässt sich auch unabhängig vom Geschlecht der Befragten beobachten. Dabei waren es Männer ohne Migrationshintergrund (38,2 %), die häufiger die Integration im Land als weniger gut gelungen bewerteten als Frauen ohne Migrationshintergrund (33,6 %). In Bezug auf die Erwartungen zur Entwicklung der Integration in den kommenden fünf Jahren zeigte sich, dass die baden-württembergische Bevölkerung 2019 tendenziell positiv in die Zukunft blickte. Auch wenn etwa die Hälfte der Befragten eine neutrale Entwicklung erwartete, neigen sowohl Personen mit (34,6 %) als auch ohne (33,6 %) Migrationshintergrund dazu, eine Verbesserung im Stand der Integration in Baden-Württemberg zu erwarten.
Beim Vergleich der Ergebnisse der Befragung von 2019 mit den Ergebnissen des Jahres 2012 bleiben sowohl Befragte ohne deutsche Staatsangehörigkeit als auch das Geburtsjahr der Eltern unberücksichtigt (Es handelt sich nur um Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit); siehe auch Landesintegrationsbericht 2020. Abgesehen davon wurde der Stand der Integration am Wohnort und in Baden-Württemberg im Jahr 2012 etwas positiver bewertet.

Definition:
Dargestellt wird, inwiefern die Integration von Zuwanderer_innen sowohl am Wohnort als auch in Baden-Württemberg als gelungen eingeschätzt wird.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator gibt Auskunft über den wahrgenommenen Stand sowie über die erwartete Entwicklung der Integration in Baden-Württemberg. Erfahrungen, Wahrnehmmungen und Einschätzungen sind wichtige Aspekte wenn es darum geht, den Stand der Integration aus subjektiver Sicht zu verstehen. Diese können dabei helfen, mögliche Widersprüche zwischen objektiven und subjektiven Befunden zu erkennnen.

Hinweis:
Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.

Datenquelle:
Umfragen „Integration unter Druck“ und „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:

2012


Tabelle B2.3 Einschätzung der Bevölkerung zum Stand und zur Entwicklung der Integration in Baden-Württemberg 2012 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Integration am Wohnort
3 sehr gut gelungen 11,9 10,2 11,0 9,5 12,8 10,8
4 gut 59,8 62,8 58,4 58,1 61,1 66,9
5 weniger gut 15,6 17,2 17,5 17,6 13,8 16,8
6 überhaupt nicht 2,8 3,9 3,9 5,2 1,8 2,9
7 keine Zuwanderer am Wohnort 3,8 1,4 3,5 2,1 4,1 0,8
8 in Baden-Württemberg
9 sehr gut gelungen 2,3 4,5 2,2 5,6 2,4 3,6
10 gut 57,6 59,6 59,9 59,9 55,3 59,4

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.


Integrationserwartungen an Zuwanderer_innen

Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Erwartungen an Zuwanderer_innen.

Abbildung B2.4 Zustimmung Integrationserwartungen an Zuwanderer_innen in Baden-Württemberg 2019


Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Tabelle B2.4 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Zuwanderer_innen in Baden-Württemberg 2019 nach Migrationshintergrund*

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Zuwanderer_innen sollten die Gesetze in Deutschland beachten
2 stimme voll und ganz zu 96,8 97,3 94,4 97,9 91,1 96,6 97,7
3 stimmer eher zu 3,1 2,7 5,2 2,0 8,9 3,4 1,6
4 Zuwanderer_innen sollten die deutsche Sprache lernen
5 stimme voll und ganz zu 91,8 91,4 93,8 90,8 94,8 92,0 92,9
6 stimmer eher zu 8,1 8,5 5,8 9,1 5,0 8,0 6,6
7 Zuwanderer_innen sollten sich um einen Arbeitsplatz bemühen
8 stimme voll und ganz zu 80,3 79,3 85,8 78,8 82,9 79,9 88,6
9 stimmer eher zu 17,5 18,5 12,2 18,6 14,7 18,5 9,8
10 Zuwanderer_innen sollten hinter den Werten unserer Gesellschaft stehen**

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
**) Die Frage wurde lediglich bei der Umfrage „Integration unter Druck gestellt“ gestellt.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Einordnung der Ergebnisse:
Im Jahr 2019 bestand in Baden-Württemberg Konsens darüber, dass Zuwanderer_innen die Gesetze in Deutschland beachten, die deutsche Sprache erlernen und sich um einen Arbeitsplatz bemühen sollten. Auch den Aussagen, Zuwanderer_innen sollten zu den Werten unserer Gesellschaft stehen, die Schule erfolgreich abschließen und Freundschaft mit Deutschen schließen, wurde im Jahr 2019 mit deutlicher Mehrheit von 90 % und mehr zugestimmt. Allerdings fiel die Zustimmung zu den Aussagen über gesellschaftliche Werte, Schulbesuch und Freundschaften mit Deutschen weniger hoch aus als in Bezug auf die Einhaltung der Gesetze, Spracherwerb und das Bemühen um einen Arbeitsplatz. Eindeutig weniger Zustimmung erfuhr die Aussage, ob Zuwanderer_innen ihre kulturelle und religiöse Lebensweise teilweise aufgeben sollen. Lediglich ungefähr ein Drittel der Bevölkerung (32,0 %) stimmten dieser Aussage voll und ganz oder eher zu. Dabei gibt es kaum Unterschiede nach Migrationshintergrund oder nach Geschlecht.
Ein Vergleich der Befragungsergebnisse der Jahre 2012 und 2019 zeigt, dass sich die Erwartungen der deutschen Bevölkerung bezüglich der Beachtung der Gesetze, des Spracherwerbs und des Bemühens um einen Arbeitsplatz kaum verändert haben. Bei den anderen Aussagen ist die Zustimmung zurückgegangen, insbesondere bei der Erwartung, dass Zuwanderinnen und Zuwanderer die Schule erfolgreich abschließen (- 2,5 Prozentpunkte) und Freundschaften mit Deutschen schließen sollen (- 3,3 Prozentpunkte). Auch die Erwartung, dass Zuwanderer_innen ihre kulturelle und religiöse Lebensweise teilweise aufgeben sollen, hat um 1,3 Prozentpunkte abgenommen.
Beim Vergleich der Ergebnisse der Befragung von 2019 mit den Ergebnissen des Jahres 2012 bleiben sowohl Befragte ohne deutsche Staatsangehörigkeit als auch das Geburtsjahr der Eltern unberücksichtigt (Es handelt sich nur um Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit); siehe auch Landesintegrationsbericht 2020.

Definition:
Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Erwartungen an Zuwanderer_innen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Damit die Integration in die Gesellschaft nicht nur gelingt, sondern auch erhalten bleibt, bedarf es u. a. eines Grundverständnisses von Normen und Werten als sinngebenden (Handlungs-)Rahmen. Anhand der Zustimmung zu verschiedenen Lebensbereichen lässt sich festellen, worauf wie viel Wert gelegt wird und ob sich dieses Verständnis nach Migrationshintergrund unterscheidet.

Hinweis:
Die Integrationserwartungen der Baden-Württemberger an Zuwanderer_innen wurden abgefragt anhand verschieder Aussagen, denen man zustimmen konnte oder die man ablehnen konnte. Der Fragelaut begann dabei jeweils mit folgendem Satz: „Es gibt ja unterschiedliche Vorstellungen darüber, was Zuwanderer_innen tun sollten, damit sie gut in die Gesellschaft integriert sind. Sagen Sie mir bitte jeweils, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen.“ Die Antwortmöglichkeiten waren dabei „stimme voll und ganz zu, stimme eher zu, stimme eher nicht zu und stimme überhaupt nicht zu“. Für die Analyse wurde hier nur der Anteil derer dargestellt, die den jeweiligen Aussagen voll und ganz oder zumindest eher zustimmen.

Datenquelle:
Umfragen „Integration unter Druck“ und „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:

2012


Tabelle B2.4 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Zuwanderer_innen in Baden-Württemberg 2012 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Zuwanderer_innen sollten die Gesetze in Deutschland beachten
2 stimme voll und ganz zu 94,1 95,1 90,4 94,9 90,5 95,2 90,3
3 stimmer eher zu 5,5 4,9 8,1 5,0 7,5 4,7 8,5
4 Zuwanderer_innen sollten die deutsche Sprache lernen
5 stimme voll und ganz zu 92,0 92,2 91,9 92,3 89,7 92,0 93,8
6 stimmer eher zu 7,6 7,5 7,6 7,5 9,2 7,5 6,1
7 Zuwanderer_innen sollten sich um einen Arbeitsplatz bemühen
8 stimme voll und ganz zu 84,9 85,1 84,1 84,9 81,5 85,4 86,4
9 stimmer eher zu 13,5 13,6 13,1 14,3 14,9 13,0 11,5
10 Zuwanderer_innen sollten die Schule erfolgreich abschließen

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.


Integrationserwartungen an Einheimische

Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Erwartungen an Einheimische, sowie die Anteile derjeningen, die diese Integrationsbemühungen umsetzen.

Abbildung B2.5 Integrationserwartungen an Einheimische in Baden-Württemberg 2019


Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Tabelle B2.5.1 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Einheimische in Baden-Württemberg 2019 nach Migrationshintergrund*

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Einheimische sollten die Zuwanderer persönlich willkommen heißen.
2 stimme voll und ganz zu 23,1 22,9 24,1 20,4 18,5 25,4 29,6
3 stimmer eher zu 43,3 43,5 42,1 42,7 47,1 44,4 37,2
4 Einheimische sollten den Zuwanderern Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
5 stimme voll und ganz zu 59,3 59,3 59,3 58,5 55,1 60,1 63,5
6 stimmer eher zu 34,9 35,0 34,1 36,4 38,9 33,6 29,4
7 Einheimische sollten den Zuwanderern Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.
8 stimme voll und ganz zu 52,7 53,0 51,0 49,3 46,3 56,9 55,5
9 stimmer eher zu 37,1 37,2 37,0 39,2 41,1 35,1 33,1
10 Einheimische sollten Zuwanderer zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein ermuntern.

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.


Tabelle B2.5.2 Integrationserwartungen an Einheimische in den letzten 12 Monaten selbst erfüllt in Baden-Württemberg 2019 nach Migrationshintergrund*

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100 100
2 Einheimische sollten die Zuwanderer persönlich willkommen heißen.
3 ja 29,6 28,0 37,8 29,7 39,4 37,5 36,2
4 nein 20,6 21,1 17,9 21,8 19,2 48,0 16,5
5 kein Kontakt zu Zuwander_innen 48,7 49,8 42,9 47,7 39,2 61,8 46,6
6 Einheimische sollten den Zuwanderern Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
7 ja 35,1 33,6 43,0 35,5 43,7 31,6 42,4
8 nein 15,9 16,3 13,3 16,7 15,6 15,9 11,1
9 kein Kontakt zu Zuwander_innen 48,7 49,8 42,9 47,7 39,2 51,9 46,6
10 Einheimische sollten den Zuwanderern Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Auf die Frage, was Einheimische tun sollten, stimmen 94,2 % der Aussage „Tipps zum Einleben in die neue Umgebung geben“ „voll und ganz“ oder „eher“ zu, 90,6 % der Aussage „zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten, zum Beispiel im Verein, ermuntern“ und 89,8 % zu „Hilfe bei konkreten Problemen, zum Beispiel mit Ämtern und Behörden, anbieten“. 85,3 % meinten, man solle für neu Zugewanderte „bei Benachteiligung Partei ergreifen“, 66,4 % waren der Ansicht, man solle neu Zugewanderte „persönlich willkommen heißen“ und 60,0 % meinten, man solle sie „auch einmal nach Hause einladen“. Diese Ergebnisse zeigen, dass grundsätzlich Bereitschaft im Jahr 2019 bestand, die Integration von neu Zugewanderten aktiv zu unterstützen.
Auf die Frage, inwieweit sich die Befragten in den vergangenen zwölf Monaten auch tatsächlich eingebracht haben, sagten 35,1 % sie hätten Tipps gegeben. Jeweils rund 30 % gaben an, ihre Hilfe angeboten, Zuwander_innen persönlich willkommen geheißen oder zu Freizeitaktivitäten ermuntert zu haben. 24,0 % haben für neu Zugewanderte Partei ergriffen und 20,5 % neu Zugewanderte eingeladen.
Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2012 ist die Bereitschaft und die eigene Beteiligung an Integrationsmaßnahmen bei der deutschen Bevölkerung in den meisten Bereichen zurückgegangen. Bei den beiden Maßnahmen „Tipps geben“ und „zu Freizeitaktivitäten ermuntern“ hat sich die Zustimmung leicht erhöht, bei allen anderen Maßnahmen ist die Zustimmung der Bevölkerung teilweise deutlich zurückgegangen. Zudem haben deutlich weniger Personen neu Zugewanderte eingeladen (- 12,9 Prozentpunkte), für sie bei Benachteiligung Partei ergriffen (- 3,9 Prozentpunkte), zu Freizeitaktivitäten ermuntert (- 3,6 Prozentpunkte) oder Hilfe angeboten (- 2,5 Prozentpunkte). Entgegen diesem Trend haben etwas mehr Einheimische neu Zugewanderte „persönlich willkommen geheißen“ (+ 2,1 Prozentpunkte).
Beim Vergleich der Ergebnisse der Befragung von 2019 mit den Ergebnissen des Jahres 2012 bleiben sowohl Befragte ohne deutsche Staatsangehörigkeit als auch das Geburtsjahr der Eltern unberücksichtigt (Es handelt sich nur um Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit); siehe auch Landesintegrationsbericht 2020.

Definition:
Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Erwartungen an Einheimische, sowie die Anteile derjeningen, die diese Integrationsbemühungen umsetzen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Damit Integration in die Gesellschaft nicht nur gelingt, sondern auch erhalten bleibt, bedarf es u. a. eines Grundverständnisses von Normen und Werten als sinngebenden (Handlungs-) Rahmen, welches sich auch in Integrationsbemühungen auf beiden Seiten widerspiegelt. Anhand der Zustimmung zu den verschiedenen Aussagen kann man feststellen, auf welche Bereiche wie viel Wert gelegt wird, und ob sich dieses Verständnis nach Migrationshintergrund unterscheidet. Einheimische spielen eine wichtige Rolle im Integrationsprozess: Sie können durch unterschiedliche Maßnahmen neu Zugewanderte bei der Integration unterstützen. Dieser Indikator gibt auch Auskunft darüber, inwieweit verschiedene Integrationsbemühungen auch tatsächlich stattfinden.

Hinweis:
Die Integrationserwartungen der Baden-Württemberger an Einheimische wurden abgefragt anhand verschieder Aussagen, denen man zustimmen konnte oder die man ablehnen konnte. Der Fragelaut begann dabei jeweils mit folgendem Satz: „Was meinen Sie, sollten Einheimische tun, wenn sie in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder im Bekanntenkreis auf Personen treffen, die gerade nach Deutschland zugewandert sind? Sagen Sie mir bitte jeweils, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen.“ Die Antwortmöglichkeiten waren dabei „stimme voll und ganz zu, stimme eher zu, stimme eher nicht zu und stimme überhaupt nicht zu“. Für die Analyse wurde hier nur der Anteil derer dargestellt, die den jeweiligen Aussagen voll und ganz oder zumindest eher zustimmen.

Datenquelle:
Umfragen „Integration unter Druck“ und „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:

2012


Tabelle B2.5.1 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Einheimische in Baden-Württemberg 2012 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Einheimische sollten die Zuwanderer persönlich willkommen heißen.
2 stimme voll und ganz zu 32,8 32,8 31,8 28,3 32,1 37,2 31,5
3 stimmer eher zu 40,2 39,2 44,7 42,2 42,8 36,3 46,3
4 Einheimische sollten den Zuwanderern Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
5 stimme voll und ganz zu 56,9 55,8 60,7 55,8 58,2 55,7 62,9
6 stimmer eher zu 35,1 36,1 31,9 38,5 33,5 33,8 30,5
7 Einheimische sollten den Zuwanderern Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.
8 stimme voll und ganz zu 56,8 55,5 61,0 51,8 54,5 59,1 66,6
9 stimmer eher zu 35,2 35,9 33,1 38,4 37,7 33,5 29,0
10 Einheimische sollten Zuwanderer zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein ermuntern.

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.



Tabelle B2.5.2 Integrationserwartungen an Einheimische in den letzten 12 Monaten selbst erfüllt in Baden-Württemberg 2012 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
2 Einheimische sollten die Zuwanderer persönlich willkommen heißen.
3 ja 38,3 36,1 45,3 34,7 48,9 37,5 42,2
4 nein 50,3 51,6 46,6 55,1 43,5 48,0 49,3
5 kein Kontakt zu Zuwander_innen 9,7 10,9 6,2 8,8 6,2 13,0 6,1
6 Einheimische sollten den Zuwanderern Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
7 ja 49,8 48,6 54,8 50,0 59,7 47,2 50,3
8 nein 38,7 39,2 36,9 39,3 28,5 39,0 44,5
9 kein Kontakt zu Zuwander_innen 9,5 10,5 5,6 9,5 8,6 11,7 2,8
10 Einheimische sollten den Zuwanderern Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden anbieten.

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.