Pflege

Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen

Eine weiter ansteigende Zahl an Pflegebedürftigen führt zu einem Mehrbedarf an Personal in Pflegeeinrichtungen. Die Anzahl an Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen steigt allerdings nicht im gleichen Maße wie die der Pflegebedürftigen. Seit mehreren Jahren besteht ein Fachkräftemangel. Durch Verbesserungen der Rahmenbedingungen soll der Pflegeberuf attraktiver werden. Die Mehrheit der Beschäftigten übt Tätigkeiten aus den Bereichen Pflege und Betreuung aus. Pflegeeinrichtungen bieten allerdings auch für andere Berufsgruppen Arbeitsplätze: in der Hauswirtschaft, Haustechnik oder Verwaltung. Das Themenfeld liefert Informationen über die Beschäftigten in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg. Dabei wird die Gruppe nach Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Ausbildung betrachtet. Weitere Indikatoren sind die Anerkennung von ausländischen Pflegequalifikationen sowie subjektive Einschätzungen zur eigenen beruflichen Situation.

Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen

Der Indikator gibt einen Überblick über die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen. Dabei wird zwischen stationären und ambulanten Einrichtungen unterschieden und nach Geschlecht, Alter, Beschäftigungsumfang und überwiegendem Tätigkeitsbereich differenziert.

Abbildung J3.1.2 Personal nach Einrichtungsart, Alter und Geschlecht in Baden-Württemberg 2017


*) Einschließlich „ohne Angabe“ (nach Personenstandsgesetz) beim Geschlecht.
Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.

Tabelle J3.1.1 Personal nach Einrichtungsart in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Insgesamt (Anzahl) Pflegeheime (Anzahl) ambulante Pflegedienste (Anzahl)
1 2011 115.530 86.635 28.895
2 2013 122.420 90.597 31.823
3 2015 128.262 94.520 33.742
4 2017 134.223 99.536 34.687

Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.


Tabelle J3.1.2 Personal nach Einrichtungsart, Alter und Geschlecht in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmalen Insgesamt (Anzahl) Pflegeheime (Anzahl) ambulante Pflegedienste (Anzahl) Insgesamt (in %) Pflegeheime (in %) ambulante Pflegedienste (in %)
1 Insgesamt 134.223 99.536 34.687 100 100 100
2 Zum Vergleich: Deutschland 1.000.810 764.648 236.162 - - -
3 -
4 Geschlecht
5 Männer 20.083 16.376 3.707 15,0 16,5 10,7
6 Frauen* 114.140 83.160 30.980 85,0 83,5 89,3
7 -
8 Alter
9 unter 30 Jahre 24.294 20.135 4.159 18,1 20,2 12,0
10 30 bis unter 40 Jahre 23.008 16.880 6.128 17,1 17,0 17,7

*) Einschließlich „ohne Angabe“ (nach Personenstandsgesetz) beim Geschlecht.
Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.


Tabelle J3.1.3 Personal nach Einrichtungsart, Beschäftigungsumfang und Tätigkeitsbereich* in Baden-Württemberg 2017

deleteme wdt_ID Beschäftigte in der Pflege Insgesamt (Anzahl) Pflegeheime (Anzahl) ambulante Pflegedienste (Anzahl) Insgesamt (in %) Pflegeheime (in %) ambulante Pflegedienste (in %)
1 Beschäftigungsumfang
2 Vollzeitbeschäftigt 33.501 26.835 6.666 25,0 27,0 19,2
3 Teilzeitbeschäftigt 71.653 52.739 18.914 53,4 53,0 54,5
4 Geringfügig beschäftigt 18.029 10.071 7.958 13,4 10,1 22,9
5 Auszubildende/ (Um-) Schüler_innen 9.662 8.622 1.040 7,2 8,7 3,0
6 FSJ/Bufdi 1.190 1.094 96 0,8 1,1 0,3
7 Praktikant_innen 188 175 13 0,1 0,2 0
8 Insgesamt 134.223 99.536 34.687 100 100 100
9 -
10 Tätigkeitsbereich*

*) überwiegender Tätigkeitsbereich.
**) inklusive zusätzliche Betreuung (§ 43b SGB XI) und Betreuung (§ 36 Absatz Satz 3 SGB XI).
Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.


Einordnung der Ergebnisse:
2017 waren 134.223 Personen im Bereich der Pflege beschäftigt. Darunter fallen neben dem pflegenden und betreuenden Personal auch Beschäftige im Bereich der Verwaltung oder Hauswirtschaft. 99.536 Personen waren in Pflegeheimen tätig und 34.687 Personen bei ambulanten Pflegediensten. In beiden Einrichtungsarten haben sich die Beschäftigtenzahlen in den letzten Jahren stetig erhöht. Die deutliche Mehrheit der Beschäftigten war mit 85,0 % weiblich. In ambulanten Pflegediensten war der Anteil mit 89,3 % noch etwas höher. Rund ein Drittel (30,9 %) der Beschäftigten war zwischen 50 und 59 Jahre alt. Jünger als 30 Jahre waren in Pflegeheimen ein Fünftel (20,2 %) und lediglich 12,0 % in ambulanten Pflegediensten. Teilzeitbeschäftigung dominierte in beiden Einrichtungsarten. In ambulanten Pflegediensten überstieg der Anteil der Geringfügigbeschäftigten mit 22,9 % den der Vollzeitbeschäftigten (19,2 %). Der Anteil der Auszubildenden lag in Pflegeheimen bei 8,7 %. 62,0 % der im Pflegebereich Beschäftigten übten überwiegend Tätigkeiten im Bereich der körperbezogenen Pflege aus, etwa 10,0 % waren für betreuende Tätigkeiten zuständig. In Pflegeheimen war zudem rund ein Fünftel (18,9 %) der Beschäftigten für Tätigkeiten im hauswirtschaftlichen und haustechnischen Bereich verantwortlich. Insgesamt betrachtet, kamen in Pflegeheimen auf 100 Pflegebedürftige 104 Beschäftigte und davon 77 Beschäftigte, die überwiegend pflegende und betreuende Tätigkeiten übernahmen.

Definition:
Der Indikator gibt einen Überblick über die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen. Dabei wird zwischen stationären und ambulanten Einrichtungen unterschieden und nach Geschlecht, Alter, Beschäftigungsumfang und überwiegendem Tätigkeitsbereich differenziert.

Bewertung und empirische Relevanz:
Eine weiter ansteigende Zahl an Pflegebedürftigen führt zunehmend zu einem Mehrbedarf an Personal. Der Indikator gibt einen Einblick, welche Personengruppen vor allem im Bereich der Pflege beschäftigt sind, wie sich der Beschäftigungsumfang darstellt und welche Tätigkeiten überwiegend übernommen werden. Unter dem Aspekt des Personalmangels in der Pflege liefern auch die Ausbildungs- und Umschulungszahlen wichtige Informationen über zukünftige Entwicklungen.

Hinweise:
Beschäftigte im Pflegebereich umfassen Beschäftigte im Bereich der körperbezogenen Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Haustechnik, Verwaltung und sonstige Bereiche.

Berufliche Qualifikation des Personals

Der Indikator zeigt die berufliche Qualifikation von Beschäftigten in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Die Abschlüsse werden zudem nach Geschlecht und Alter betrachtet.

Abbildung J3.2.1 Berufliche Qualifikation der im Pflegebereich Beschäftigten (in %)


Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.

Tabelle J3.2.1 Berufliche Qualifikation der im Pflegebereich Beschäftigten nach Einrichtungsart in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Berufsabschluss Insgesamt (Anzahl) Pflegeheim (Anzahl) ambulante Pflegedienste (Anzahl) Insgesamt (in %) Pflegeheim (in %) ambulante Pflegedienste (in %)
1 Insgesamt 134.223 99.536 34.687 100 100 100
2 staatlich anerkannte_r Altenpfleger_in 32.960 23.897 9.063 24,6 24,0 26,1
3 staatlich anerkannte_r Altenpflegehelfer_in 7.149 5.738 1.411 5,3 5,8 4,1
4 Gesundheits- und Krankenpfleger_in, Krankenpflegehelfer_in 17.241 7.942 9.299 12,8 8,0 26,8
5 sonstige nichtärztliche/pflegerische Berufe 11.039 9.099 1.940 8,2 9,1 5,6
6 hauswirtschaftlicher Berufsabschluss 5.636 4.554 1.082 4,2 4,6 3,1
7 sonstiger Berufsabschluss 32.072 24.038 8.034 23,9 24,2 23,2
8 ohne Berufsabschluss 18.464 15.646 2.818 13,8 15,7 8,1
9 Auszubildende/(Um-) Schüler_innen 9.662 8.622 1.040 7,2 8,7 3,0

Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.


Tabelle J3.2.2 Berufliche Qualifikation der im Pflegebereich Beschäftigten nach Einrichtungsart und Geschlecht in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Berufsabschluss Männer Männer Insgesamt (Anzahl) Männer Pflegeheime (Anzahl) Männer ambulante Pflegedienste (Anzahl) Männer Insgesamt (in %) Männer Pflegeheime (in %) Männer ambulante Pflegedienste (in %)
1 Insgesamt 20.083 16.376 3.707 100 100 100
2 staatlich anerkannter Altenpfleger 5.470 4.199 1.271 27,2 25,6 34,3
3 staatlich anerkannter Altenpflegehelfer 907 744 163 4,5 4,5 4,4
4 Gesundheits- und Krankenpfleger, Krankenpflegehelfer 1.794 924 870 8,9 5,6 23,5
5 sonstige nichtärztliche/pflegerische Berufe 1.221 1.090 131 6,1 6,7 3,5
6 hauswirtschaftlicher Berufsabschluss 528 503 25 2,6 3,1 0,7
7 sonstiger Berufsabschluss 5.248 4.525 723 26,1 27,6 19,5
8 ohne Berufsabschluss 2.342 1.995 347 11,7 12,2 9,4
9 Auszubildender/(Um-) Schüler 2.573 2.396 177 12,8 14,6 4,8
wdt_ID Berufsabschluss Frauen Frauen* Insgesamt (Anzahl) Frauen* Pflegeheime (Anzahl) Frauen* ambulante Pflegedienste (Anzahl) Frauen* Insgesamt (in %) Frauen* Pflegeheime (in %) Frauen* ambulante Pflegedienste (in %)
1 Insgesamt 114.140 83.160 30.980 100 100 100
2 staatlich anerkannte Altenpflegerin 27.490 19.698 7.792 24,1 23,7 25,2
3 staatlich anerkannte Altenpflegehelferin 6.242 4.994 1.248 5,5 6,0 4,0
4 Gesundheits- und Krankenpflegerin, Krankenpflegehelferin 15.447 7.018 8.429 13,5 8,4 27,2
5 sonstige nichtärztliche/pflegerische Berufe 9.818 8.009 1.809 8,6 9,6 5,8
6 hauswirtschaftlicher Berufsabschluss 5.108 4.051 1.057 4,5 4,9 3,4
7 sonstiger Berufsabschluss 26.824 19.513 7.311 23,5 23,5 23,6
8 ohne Berufsabschluss 16.122 13.651 2.471 14,1 16,4 8,0
9 Auszubildende/(Um-) Schülerinnen 7.089 6.226 863 6,2 7,5 2,8

*) Einschließlich „ohne Angabe“ (nach Personenstandsgesetz) beim Geschlecht.
Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.


Tabelle J3.2.3 Berufliche Qualifikation der im Pflegebereich Beschäftigten nach Alter in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Berufsabschluss unter 30 Jahre (Anzahl) 30 bis unter 60 Jahre (Anzahl) 60 Jahre und älter (Anzahl) unter 30 Jahre (in %) 30 bis unter 60 Jahre (in %) 60 Jahre und älter (in %)
1 Insgesamt 24.294 93.573 16.356 100 100 100
2 staatlich anerkannte_r Altenpfleger_in 6.652 23.551 2.757 27,4 25,2 16,9
3 staatlich anerkannte_r Altenpflegehelfer_in 1.779 4.741 629 7,3 5,1 3,8
4 Gesundheits- und Krankenpfleger_in, Krankenpflegehelfer_in 1.556 13.465 2.220 6,4 14,4 13,6
5 sonstige nichtärztliche/pflegerische Berufe 948 8.436 1.655 3,9 9,0 10,1
6 hauswirtschaftlicher Berufsabschluss 587 4.302 747 2,4 4,6 4,6
7 sonstiger Berufsabschluss 2.408 23.725 5.939 9,9 25,4 36,3
8 ohne Berufsabschluss 3.827 12.238 2.399 15,8 13,1 14,7
9 Auszubildende/(Um-) Schüler_innen 6.537 3.115 10 26,9 3,3 0,1

Datenquelle: Pflegestatistiken, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Stichtag 15.12.


Einordnung der Ergebnisse:
32.960 Personen und damit die knappe Mehrheit (24,6 %) der 2017 im Pflegebereich Beschäftigten hatten einen Abschluss als staatlich anerkannter_r Altenpfleger_in. Gesundheits- und Krankenpfleger_innen bzw. Krankenpflegehelfer_innen machten rund 13,0 % aus. 13,8 % der Belegschaft hatte keinen Berufsabschluss. Die Verteilung der Berufsabschlüsse war in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten weitestgehend ähnlich. Allerdings hatte etwas mehr als ein Viertel (26,1 %) der Beschäftigten in ambulanten Diensten einen Abschluss aus dem Bereich der Kranken- und Gesundheitspflege, wohingegen nur 8,0 % der in Pflegeheimen Tätigen solch einen Abschluss aufwiesen. Ambulante Pflegedienste scheinen für diese Berufsgruppe eine Alternative zu einer Beschäftigung im Krankenhaus zu sein. Auszubildende und (Um-) Schüler_innen fanden sich vor allem in Pflegeheimen, dort machten sie knapp 9,0 % der Beschäftigten aus. Anteilig hatten weibliche Beschäftigte häufiger einen Abschluss aus dem Bereich Gesundheits- und Krankenpflege (13,5 % zu 8,9 %) und Männer waren anteilig häufiger Auszubildende als Frauen (12,8 % zu 6,2 %). Männliche Beschäftigte bei ambulanten Pflegediensten wiesen mit 34,3 % mehrheitlich einen Abschluss als Altenpfleger auf, wohingegen weibliche Beschäftigte in der Mehrheit (27,2 %) eine Ausbildung aus dem Krankenpflegebereich hatten. Rund ein Viertel der Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen im Alter von unter 30 Jahren waren Auszubildende oder (Um-) schüler_innen. Die Mehrheit der 30 bis unter 60-Jährigen hatte eine Qualifikation im Altenpflegebereich und mehr als ein Drittel der über 60-Jährigen wies einen sonstigen Berufsabschluss auf.

Definition:
Der Indikator zeigt die berufliche Qualifikation von Beschäftigten in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Die Abschlüsse werden zudem nach Geschlecht und Alter betrachtet.

Bewertung und empirische Relevanz:
Stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen bieten Arbeitsplätze für diverse Berufsgruppen. Der Indikator stellt die meist vertretenen Qualifikationen der im Pflegebereich beschäftigten Personen dar und gibt gleichzeitig einen Überblick über die Verteilung der Berufsabschlüsse nach Geschlecht und Alter. Es lässt sich zudem beobachten, wie die Erweiterung des Fachkräftekatalogs in der Pflege sowie die Landespersonalverordnung die Beschäftigungszahlen und die Zusammensetzung der Belegschaft beeinflussen.

Hinweise:
Stationäre Pflegeeinrichtungen unterliegen der Landespersonalverordnung. Diese regelt den Mindestanteil an (Pflege-)fachkräften im Bereich der Pflege und Betreuung und beeinflusst somit die Verteilung der Qualifikationen. Ambulante Pflegedienste rechnen Einzelleistungen nach bestimmten Vorgaben ab, weswegen Vorgaben bezüglich der gesamten Belegschaft nicht erforderlich sind.

Anerkennung ausländ. Qualifikationen

Der Indikator gibt einen Überblick über die Anzahl und den Ausgang der Verfahren zur Anerkennung ausgewählter Pflegeberufe, die im Ausland erlernt wurden.

Abbildung J3.3.1 Anerkennungsverfahren ausgewählter ausländischer Pflegequalifikationen in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


Datenquelle: Anerkennungsstatistik nach Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle J3.3.1 Anerkennungsverfahren ausgewählter ausländischer Pflegequalifikationen in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Insgesamt (Anzahl) Altenpflegehelfer_in (Anzahl) Altenpfleger_in (Anzahl) Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger_in (Anzahl) Gesundheits- und Krankenpflegehelfer_in (Anzahl) Gesundheits- und Krankenpfleger_in (Anzahl)
1 2015 1.074 22 4 15 153 880
2 2016 1.233 19 6 19 163 1.026
3 2017 2.137 40 48 25 157 1.867
4 2018 3.387 48 23 68 143 3.105
5 2019 4.086 32 34 121 139 3.760

Datenquelle: Anerkennungsstatistik nach Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Tabelle J3.3.2 Anerkennungsverfahren ausgewählter ausländischer Pflegequalifikationen in Baden-Württemberg 2019

wdt_ID Berufsbezeichung Insgesamt Altenpflegehelfer_in Altenpfleger_in Gesundheits- und Kinderkranken- pfleger_in Gesundheits- und Krankenpflege- helfer_in Gesundheits- und Krankenpfleger_in
1 Verfahren insgesamt (Anzahl) 4.086 32 34 121 139 3.760
2 Männer (Anzahl) 1.021 5 11 9 36 960
3 Frauen (Anzahl) 3.065 27 23 112 103 2.800
4 -
5 abgeschlossene Verfahren (Anzahl) 4.086 32 34 121 139 3.760
6 Verfahren ohne Bescheid beendet (Anzahl) 0 0 0 0 0 0
7 -
8 Entscheidung*: positiv - volle Gleichwertigkeit (in %) 51,3 18,8 38,2 38,0 98,6 50,4
9 Entscheidung*: Auflage einer Ausgleichsmaßnahme (in %) 45,0 9,4 3,0 62,0 1,4 46,7
10 Entscheidung*: negativ (in %) 3,7 71,8 58,8 0 0 2,9

*) Entscheidung der abgeschlossenen Verfahren vor Rechtsbehelf.
Datenquelle: Anerkennungsstatistik nach Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
2019 wurden 4.086 Verfahren zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen äquivalent zu den Berufsbezeichnungen aus den Bereichen Alten- und Gesundheits-/Krankenpflege durchgeführt. Die Mehrheit (75,0 %) der Antragstellenden waren Frauen. Etwas mehr als die Hälfte (51,3 %) der abgeschlossenen Verfahren führte zur Anerkennung der vollen Gleichwertigkeit des Berufsabschlusses, in 45,0 % der Fälle waren Ausgleichsmaßnahmen die Auflage und 3,7 % der Verfahren wurden abgelehnt. Mit 3.760 Fällen führte der größte Teil der Verfahren aus den ausgewählten Pflegequalifikationen zur Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger_in“. Aus dem Bereich Altenpflege wurden nur 34 (Altenpfleger_in) bzw. 32 (Altenpflegehelfer_in) Verfahren gestellt, die mehrheitlich abgelehnt wurden. Zu möglichen Gründen kann keine Aussage getroffen werden, allerdings existiert nur in wenigen Staaten eine ähnlich spezialisierte Altenpflegeausbildung wie in Deutschland.

Definition:
Der Indikator gibt einen Überblick über die Anzahl und den Ausgang der Verfahren zur Anerkennung ausgewählter Pflegeberufe, die im Ausland erlernt wurden.

Bewertung und empirische Relevanz:
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels innerhalb des Pflege- und Gesundheitsbereiches gibt der Indikator einen Einblick, wie viele zugewanderte Personen eine Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses beantragen und somit dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Hinweise:
Der Indikator stellt dar, zu welcher Berufsbezeichnung die jeweiligen Anerkennungsverfahren geführt haben. Dabei steht im Fokus, zu welchem deutschen Referenzberuf die ausländische Berufsqualifikation am besten passt. Die in Deutschland angestrebte Tätigkeit wird nicht berücksichtigt. Da es in wenigen Staaten im Bereich der Altenpflege eine so spezialisierte Ausbildung wie in Deutschland gibt, sind Verfahrenszahlen im Bereich der Altenpflege sehr gering.

Patientenversorgung

Es handelt sich um die subjektive Einschätzung der Patientenversorgung. Die dazu gehörende Frage lautete: „Es kommt immer wieder vor, dass ich nicht für alle Patient_innen oder Bewohner_innen genug Zeit habe“.

Abbildung J3.4 Subjektive Einschätzung examinierter Pflegekräfte zur Patientenversorgung in Baden-Württemberg 2018 –
„Es kommt immer wieder vor, dass ich nicht für alle Patient_innen oder Bewohner_innen genug Zeit habe“


*) Fehlend zu 100% waren jene ohne Angaben.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle J3.4 Subjektive Einschätzung examinierter Pflegekräfte zur Patientenversorgung in Baden-Württemberg 2018 –
„Es kommt immer wieder vor, dass ich nicht für alle Patient_innen oder Bewohner_innen genug Zeit habe“

wdt_ID nach Merkmal stimme voll und ganz zu (in %) stimme eher zu (in %) stimme eher nicht zu (in %) stimme überhaupt nicht zu (in %) kann ich nicht sagen * (in %)
1 Insgesamt 37,0 33,0 20,0 7,0 3,0
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 34,0 33,0 23,0 7,0 3,0
5 Frauen 38,0 33,0 19,0 8,0 2,0
6 -
7 nach Alter
8 unter 30 Jahre 51,0 30,0 14,0 4,0 1,0
9 30 bis unter 40 Jahre 38,0 32,0 19,0 7,0 4,0
10 40 bis unter 50 Jahre 31,0 37,0 22,0 8,0 2,0

*) Fehlend zu 100 % waren jene ohne Angabe. Befragt wurden nur examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte in Ausbildung ab dem 2. Lehrjahr.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Ingesamt stimmten 37,0 % der im Rahmen der Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg befragten Pflegekräfte und Auszubildenden der Aussage „Es kommt immer wieder vor, dass ich nicht für alle Patient_innen oder Bewohner_innen genug Zeit habe“ „voll und ganz“ zu.
33,0 % stimmten „eher zu“ und und 27,0 % stimmten „eher nicht“ bzw. „überhaupt nicht“ zu. Frauen stimmten der Aussage zu 71,0 % zu, Männer zu 67,0 %.
Nach Altergruppen betrachtet waren es vor allem die unter 30-Jährigen, denen auch die Mehrheit der Auszubildenden angehört, die zu einer deutlichen Mehrheit (81,0 %) der Aussage „voll und ganz“ bzw. „eher“ zustimmten. Die übrigen Altersgruppen bekundeten zu 63,0 % bis 70,0 % ihre Zustimmung. Differenziert nach der Einrichtungsart stimmten Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen der Aussage zu 77,0 % bzw. 71,0 % und damit eindeutig mehrheitlich zu. Pflegekräfte Ambulanter Dienste hingegen stimmten der Aussagen zu gleichen Teilen zu (49,0 %) und nicht zu (48,0 %) und unterschieden sich damit deutlich von den Pflegekräften der übrigen Einrichtungsarten.

Definition:
Es handelt sich um die subjektive Einschätzung der Patientenversorgung. Die dazu gehörende Frage lautete: „Es kommt immer wieder vor, dass ich nicht für alle Patient_innen oder Bewohner_innen genug Zeit habe“.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Zeitmangel und Stress bei der Versorgung von pflegebedürftigen Personen kann sich nicht nur auf sie selbst negativ auswirken, sondern auch die Pflegekräfte belasten und gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Der Indikator gibt einen Einblick, wie Pflegekräfte selbst die Situation beurteilen.

Hinweise:
Im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg wurde 2018
von Kantar Public eine Pflegefachkräftebefragung in Baden-Württemberg zur Gründung einer Pflegekammer durchgeführt. Es wurde examinierte Fachkräfte und Auszubildende zur Pflegefachkraft befragt. Neben der Erfassung der Haltung der Fachkräfte zur Einrichtung einer Pflegekammer wurden weitere Aspekte aus dem Bereich Pflege abgefragt. Weitere Informationen unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/pflege/pflegekammer-in-baden-wuerttemberg/

Wertschätzung

Es handelt sich um die subjektive Einschätzung der Wertschätzung. Die dazu gehörende Frage lautete: „Ich erfahre in meinem Beruf eine hohe Wertschätzung“.

Abbildung: J3.5 Subjektive Einschätzung examinierter Pflegekräfte zur Wertschätzung in Baden-Württemberg 2018 – „Ich erfahre in meinem Beruf eine hohe Wertschätzung“


*) Fehlend zu 100 % waren jene ohne Angabe. Befragt wurden nur examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte in Ausbildung ab dem 2. Lehrjahr.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle: J3.5 Subjektive Einschätzung examinierter Pflegekräfte zur Wertschätzung in Baden-Württemberg 2018 –
„Ich erfahre in meinem Beruf eine hohe Wertschätzung“

wdt_ID Nach Merkmal stimme voll und ganz zu (in %) stimme eher zu (in %) stimme eher nicht zu (in %) stimme überhaupt nicht zu (in %) kann ich nicht sagen * (in %)
1 Insgesamt 14,0 35,0 34,0 13,0 2,0
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 15,0 39,0 32,0 12,0 1,0
5 Frauen 14,0 35,0 35,0 14,0 2,0
6 -
7 nach Alter
8 unter 30 Jahre 14,0 34,0 40,0 11,0 1,0
9 30 bis unter 40 Jahre 12,0 42,0 32,0 12,0 2,0
10 40 bis unter 50 Jahre 14,0 32,0 33,0 17,0 3,0

*) Fehlend zu 100 % waren jene ohne Angabe. Befragt wurden nur examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte in Ausbildung ab dem 2. Lehrjahr.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Nur 14,0 % der im Rahmen der Pflegekräftebefragung Baden-Württemberg befragten Pflegekräfte und Auszubildenden stimmten der Aussage in ihrem Beruf eine hohe Wertschätzung zu erfahren „voll und ganz“ zu. 35,0 % stimmten der Aussage „eher“ zu, 34,0 % stimmen „eher nicht“ zu und 13,0 % stimmen „überhaupt nicht“ zu. Männer und Frauen unterschieden sich in ihrer subjektiven Einschätzung dabei nicht. Nach Altersgruppen betrachtet war es vor allem die Gruppe der 30 bis unter 40-Jährigen, die der Aussage knapp mehrheitlich (54,0 %) zustimmte.
Unterschieden nach Art der Einrichtung waren es vor allem Pflegekräfte in ambulanten Diensten, die zu 63,0 % eine Wertschätzung ihrer Tätigkeit wahrnahmen.
Danach folgten Angestellte in Pflegeheimen mit 52,0 % Zustimmung. Examinierte Pflegekräfte und Auszubildende in Krankenhäusern hingegen stimmten der Aussage mehrheitlich (57,0 %) nicht zu.

Definition:
Es handelt sich um die subjektive Einschätzung der Wertschätzung. Die dazu gehörende Frage lautete: „Ich erfahre in meinem Beruf eine hohe Wertschätzung“.

Bewertung und empirische Relevanz:
Neben monetärer Entlohnung spielt auch die empfundene Wertschätzung der eigenen beruflichen Tätigkeit eine große Rolle bei der Arbeitsmotivation. Der Indikator ermöglicht einen Eindruck, wie Pflegekräfte diese Wertschätzung in Hinblick auf ihre beruflichen Tätigkeit empfinden.

Hinweise:
Im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg wurde 2018 von Kantar Public eine Pflegefachkräftebefragung zur Gründung einer Pflegekammer durchgeführt. Es wurde examinierte Fachkräfte und Auszubildende zur Pflegefachkraft befragt. Neben der Erfassung der Haltung der Fachkräfte zur Einrichtung einer Pflegekammer wurden weitere Aspekte aus dem Bereich Pflege abgefragt. Weitere Informationen unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/pflege/pflegekammer-in-baden-wuerttemberg/

Mehrarbeit

Es handelt sich um den Wunsch nach Mehrarbeit von examinierten Teilzeitkräften. Die dazu gehörende Frage lautete: „Ich arbeite in Teilzeit, könnte aber mehr arbeiten, wenn die Arbeit weniger belastend wäre“.

Abbildung J3.6 Wunsch nach Mehrarbeit von Teilzeitkräften in Baden-Württemberg 2018 –
„Ich arbeite in Teilzeit, könnte aber mehr arbeiten, wenn die Arbeit weniger belastend wäre“


*) Fehlend zu 100 % waren jene ohne Angabe. Befragt wurden nur examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte in Ausbildung ab dem 2. Lehrjahr.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle: J3.6 Wunsch nach Mehrarbeit von Teilzeitkräften in Baden-Württemberg 2018 –
„Ich arbeite in Teilzeit, könnte aber mehr arbeiten, wenn die Arbeit weniger belastend wäre“

wdt_ID Nach Merkmal stimme voll und ganz zu (in %) stimme eher zu (in %) stimme eher nicht zu (in %) stimme überhaupt nicht zu (in %) kann ich nicht sagen * (in %)
1 Insgesamt 24,0 32,0 19,0 16,0 6,0
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer / / / / /
5 Frauen 25,0 31,0 20,0 16,0 6,0
6 -
7 nach Alter
8 unter 30 Jahre 15,0 38,0 33,0 8,0 4,0
9 30 bis unter 40 Jahre 20,0 25,0 20,0 24,0 9,0
10 40 bis unter 50 Jahre 23,0 35,0 19,0 15,0 6,0

/ keine Angaben aufgrund zu geringer Fallzahl. *) Fehlend zu 100 % waren jene ohne Angabe. Befragt wurden nur examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte in Ausbildung ab dem 2. Lehrjahr.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
24,0 % der im Rahmen der Pflegekräftebefragung Baden-Württemberg befragten examinierten Pflegekräfte in Teilzeit stimmten der Aussage „Ich arbeite in Teilzeit, könnte aber mehr arbeiten, wenn die Arbeit weniger belastend wäre“ „voll und ganz“ zu, 32,0 % stimmten „eher“ zu, 19,0 % stimmten „eher nicht“ zu und 16,0 % stimmten „überhaupt nicht“ zu.
Die Altersgruppen ab 40 Jahren stimmten dieser Aussage zu je rund 60,0 % zu, während Pflegekräfte unter 30 Jahren dem zu 53,0 % zustimmten und Pflegekräfte von 30 bis unter 40 Jahren zu 45,0 %. Nach der Einrichtungsart betrachtet sind es vor allem in Teilzeit erwerbstätige Pflegekräfte in Pflegeheimen, die zu zwei Dritteln (66,0 %) ihre Arbeit so belastend finden, dass sie nicht mehr Stunden arbeiten möchten.

Definition:
Es handelt sich um den Wunsch nach Mehrarbeit von examinierten Teilzeitkräften. Die dazu gehörende Frage lautete: „Ich arbeite in Teilzeit, könnte aber mehr arbeiten, wenn die Arbeit weniger belastend wäre“.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die fortschreitende Alterung der Gesellschaft führt zu einem erhöhten Personalbedarf in der Pflege. Die Aufstockung der Arbeitszeit von Teilzeitkräften kann ein Weg sein, dem Personalbedarf zu begegnen. Der Indikator gibt einen Eindruck über die Bereitschaft zur generellen Aufstockung, wenn die Tätigkeiten in der Pflege weniger belastend wären.

Hinweise:
Im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg wurde 2018 von Kantar Public eine Pflegefachkräftebefragung zur Gründung einer Pflegekammer durchgeführt. Es wurde examinierte Fachkräfte und Auszubildende zur Pflegefachkraft befragt.
Neben der Erfassung der Haltung der Fachkräfte zur Einrichtung einer Pflegekammer wurden weitere Aspekte aus dem Bereich Pflege abgefragt. Weitere Informationen unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/pflege/pflegekammer-in-baden-wuerttemberg/

Zukunftsperspektive

Es handelt sich um die subjektive Einschätzung des Verbleibs im Beruf. Die dazu gehörende Frage lautete: „Ich kann mir gut vorstellen, meinen Beruf bis zur Rente auszuüben“.

Abbildung J3.7 Subjektive Einschätzung des Verbleibs im Beruf in Baden-Württemberg 2018 –
„Ich kann mir gut vorstellen, meinen Beruf bis zur Rente auszuüben“


*) Fehlend zu 100 % waren jene ohne Angabe. Befragt wurden nur examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte in Ausbildung ab dem 2. Lehrjahr.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle J3.7 Subjektive Einschätzung des Verbleibs im Beruf in Baden-Württemberg 2018 –
„Ich kann mir gut vorstellen, meinen Beruf bis zur Rente auszuüben“

wdt_ID Nach Merkmal stimme voll und ganz zu (in %) stimme eher zu (in %) stimme eher nicht zu (in %) stimme überhaupt nicht zu (in %) kann ich nicht sagen * (in %)
1 Insgesamt 14,0 26,0 30,0 24,0 6,0
2 -
3 nach Geschlecht
4 Männer 13,0 25,0 31,0 24,0 6,0
5 Frauen 16,0 28,0 28,0 22,0 6,0
6 -
7 nach Alter
8 unter 30 Jahre / / / / /
9 30 bis unter 40 Jahre 10,0 24,0 38,0 24,0 4,0
10 40 bis unter 50 Jahre 14,0 29,0 29,0 21,0 7,0

/ keine Angaben aufgrund zu geringer Fallzahl. Befragt wurden nur examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte in Ausbildung ab dem 2. Lehrjahr.
*) Fehlend zu 100% waren jene ohne Angaben. **) Basis: nur examinierte Pflegefachkräfte.
Datenquelle: Pflegekräftebefragung in Baden-Württemberg von Kantar Public 2018. Eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
40,0 % der im Rahmen der Pflegekräftebefragung Baden-Württemberg von Kantar Public befragten Pflegekräfte und Auszubildenden stimmten der Aussage „Ich kann mir gut vorstellen, meinen Beruf bis zur Rente auszuüben“ „voll und ganz“ oder „eher zu“. Männer stimmen dieser Aussage zu 38,0 % und Frauen zu 44,0 % zu. Je jünger die Befragten waren, desto weniger wurde der Aussage zugestimmt. Nur etwa ein Drittel (34,0 %) der 30- bis unter 40-Jährigen stimmte der Aussage zu, wohingegen dies 47,0 % der 50- bis unter 60-Jährigen taten.
Äquivalent zeigt sich das auch hinsichtlich der Berufserfahrung. Mit zunehmender Berufserfahrung stieg auch die Zustimmung. Lediglich 32,0 % der examinierten Pflegekräfte mit einer Berufserfahrung von weniger als 5 Jahren sahen ihre berufliche Zukunft in der Pflege.
Differenziert nach der Einrichtungsart waren es vor allem Angestellte der Ambulanten Dienste (45,0 %) und Zentren für Psychiatrie (52,0 %), die der Aussage zustimmten. Personen in Ausbildung sahen ihre berufliche Zukunft nur zu 30,0 % in der Pflege und konnten zu 10,0 % keine Aussage dazu treffen. Examinierte Altenpfleger_innen, Krankenpfleger_innen und Kinderkrankenpfleger_innen unterschieden sich in ihrer Einschätzung kaum.

Definition:
Es handelt sich um die subjektive Einschätzung des Verbleibs im Beruf. Die dazu gehörende Frage lautete: „Ich kann mir gut vorstellen, meinen Beruf bis zur Rente auszuüben“.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die fortschreitende Alterung der Gesellschaft führt zunehmend zu einem erhöhten Personalbedarf in der Pflege. Umso entscheidender ist es, bereits in der Pflege erwerbstätige Personen durch entsprechende Anreize langfristig im Berufsfeld zu halten. Der Indikator gibt einen Eindruck davon, inwiefern diese ihre berufliche Zukunft in der Pflege sehen.

Hinweise:
Im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg wurde 2018 von Kantar Public eine Pflegefachkräftebefragung zur Gründung einer Pflegekammer durchgeführt. Es wurde examinierte Fachkräfte und Auszubildende zur Pflegefachkraft befragt.
Neben der Erfassung der Haltung der Fachkräfte zur Einrichtung einer Pflegekammer wurden weitere Aspekte aus dem Bereich Pflege abgefragt. Der Indikator bildet einen Teil der subjektiven Einschätzung der eigenen beruflichen Tätigkeit ab. Weitere Informationen unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/pflege/pflegekammer-in-baden-wuerttemberg/