Gesundheit

Beschäftigung im Gesundheitswesen

Anhand ausgewählter Indikatoren zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, den Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft sowie des Gesundheitspersonals in unterschiedlichen Einrichtungen zeigt dieser Themenbereich die wirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg.

Beschäftigte nach Branche

Beschäftigte nach Branche

Der Indikator zeigt, welchen Anteil die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der „Gesundheitswirtschaft“ an der Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg ausmachen.

Abbildung H2.1 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg 2017


Datenquelle: Beschäftigungsstatistik, Bundesagentur für Arbeit (vorläufige Zahlen), eigene Berechnungen Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle H2.1 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Nach Branche Anteil (in %)
1 "Gesundheitswirtschaft"* 11,8
2 Maschinenbau 6,2
3 Einzelhandel 6,0
4 öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 5,2
5 sonstige 70,8

*) Die „Gesundheitswirtschaft“ unterscheidet sich in diesem Indikator von dem Konzept der Gesundheitswirtschaft im Wertschöpfungs- und Erwerbstätigen-Ansatz (WSE), das in den anderen Indikatoren verwendet wird und wird daher an dieser Stelle in Anführungszeichen dargestellt.
Datenquelle: Beschäftigungsstatistik, Bundesagentur für Arbeit (vorläufige Zahlen), eigene Berechnungen Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Die „Gesundheitswirtschaft“ war im Jahr 2017 der beschäftigungsstärkste Wirtschaftszweig in Baden-Württemberg: 11,8 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg dort beschäftigt. Mit deutlichem Abstand folgten der Maschinenbau mit einem Beschäftigungsanteil von 6,2 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und der Einzelhandel mit 6,0 %.

Definition:
Der Indikator zeigt, welchen Anteil die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der „Gesundheitswirtschaft“ an der Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg ausmachen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die „Gesundheitswirtschaft“ hat eine große Bedeutung für die Beschäftigung in Baden-Württemberg. Dies zeigt sich anhand des Vergleichs mit anderen Wirtschaftsbereichen, hier durch die Darstellung der vier beschäftigungsstärksten Branchen in Baden-Württemberg.

Hinweise:
Die „Gesundheitswirtschaft“ unterscheidet sich in diesem Indikator aufgrund einer teilweise anderen Abgrenzung der Wirtschaftszweige von dem Konzept der Gesundheitswirtschaft im Wertschöpfungs- und Erwerbstätigen-Ansatz (WSE), der in den anderen Indikatoren verwendet wird. Daher wird er an dieser Stelle in Anführungszeichen dargestellt.
Die vier beschäftigungsstärksten Branchen in Baden-Württemberg wurden anhand ihres Anteils an der Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg ermittelt. Diese sind:
Die „Gesundheitswirtschaft“ und der Maschinenbau, der Einzelhandel ohne Apotheken und medizinischem Facheinzelhandel sowie – zusammengefasst – die öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen einschließlich gesetzlicher Krankenversicherungen und sozialer Pflegeversicherungen.

Datenquelle:
Beschäftigungsstatistik, Bundesagentur für Arbeit (vorläufige Zahlen), eigene Berechnungen Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle H2.1 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID Nach Branche Anteil (in %)
1 "Gesundheitswirtschaft"* 11,8
2 Maschinenbau 6,5
3 Einzelhandel 6,8
4 öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 5,2
5 sonstige 69,7

*) Die „Gesundheitswirtschaft“ unterscheidet sich in diesem Indikator von dem Konzept der Gesundheitswirtschaft im Wertschöpfungs- und Erwerbstätigen-Ansatz (WSE),
das in den anderen Indikatoren verwendet wird und wird daher an dieser Stelle in Anführungszeichen dargestellt.
Datenquelle: Beschäftigunsstatistik, Bundesagentur für Arbeit (vorläufige Zahlen), eigene Berechnungen Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft

Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft

Der Indikator zeigt die Anzahl der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft nach dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz (WSE) im Zeitverlauf.

Abbildung H2.2.1 Erwerbstätige* in der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg im Zeitverlauf



Datenquelle: Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, AG GGRdL, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle H2.2.1 Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Erwerbstätige im Gesundheits- und Sozialwesen (in 1.000 Personen) Erwerbstätige in sonstigen Bereichen der Gesundheitswirtschaft (in 1.000 Personen) Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft insgesamt (in 1.000 Personen)
1 2008 501,5 179,5 681,1
2 2009 515,1 179,7 694,8
3 2010 523,5 180,1 703,6
4 2011 531,5 180,0 711,5
5 2012 541,8 182,8 724,6
6 2013 551,7 185,2 736,9
7 2014 572,3 186,4 758,6
8 2015 589,7 190,0 779,7
9 2016 601,1 192,9 794,0

Datenquelle: Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, AG GGRdL,
Berechnungsstand: Mai 2018; AK VGRdL, Berechnungsstand: August 2017/ Februar 2018 (VGR des Bundes); AK ETR, Berechnungsstand: August 2017/ Februar 2018 (VGR des Bundes); Angaben ab 2013 vorläufig; eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Tabelle H2.2.2 Anteil Erwerbstätige der Gesundheitswirtschaft an Erwerbstätigen der Gesamtwirtschaft in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Gesundheits- und Sozialwesen (in %) sonstige Bereiche der Gesundheitswirtschaft (in %) Gesundheitswirtschaft insgesamt (in %)
1 2008 8,7 3,1 11,8
2 2009 9,0 3,2 12,2
3 2010 9,2 3,1 12,3
4 2011 9,2 3,1 12,3
5 2012 9,2 3,1 12,3
6 2013 9,3 3,1 12,4
7 2014 9,5 3,1 12,6
8 2015 9,7 3,1 12,8
9 2016 9,7 3,2 12,9

Datenquelle: Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, AG GGRdL,
Berechnungsstand: Mai 2018; AK VGRdL, Berechnungsstand: August 2017/ Februar 2018 (VGR des Bundes); AK ETR, Berechnungsstand: August 2017/ Februar 2018 (VGR des Bundes); Angaben ab 2013 vorläufig; eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Jahr 2016 belief sich die Erwerbstätigenzahl in der baden-württembergischen Gesundheitswirtschaft – laut Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz – auf rund 794.000 Personen. Damit waren hierzulande 12,9 % der insgesamt rund 6.159.000 Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Anstieg um 1,8 % bzw. von rund 14.300 Erwerbstätigen. 75,7 % der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft, rund 601.100, waren 2016 im Kernbereich „Gesundheits- und Sozialwesen“ tätig. Alle anderen verteilten sich auf die gesundheitsbezogenen Teilbereiche des verarbeitenden Gewerbes und des Handels sowie auf andere Wirtschaftszweige, die der Gesundheitswirtschaft zugeordnet werden können.

Definition:
Der Indikator zeigt die Anzahl der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft nach dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz (WSE) im Zeitverlauf.

Bewertung und empirische Relevanz:
Dieser Indikator ermöglicht einen Vergleich mit der Gesamtwirtschaft und ermöglicht so eine Einschätzung der wirtschaftlichen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Gesamtwirtschaft in Baden-Württemberg.

Datenquelle:
Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz (WSE), AG Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (GGRdL), eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Gesundheitspersonal nach Einrichtungsarten

Gesundheitspersonal nach Einrichtungsarten

Der Indikator stellt den Einsatz von Gesundheitspersonal nach Einrichtungsarten dar.

Abbildung H2.3 Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg 2016 nach Einrichtungsarten


*) Gesundheitsschutz, Rettungsdienste, sonstige Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Datenquelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder, AG GGRdL, Berechnungsstand: Januar 2018, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Tabelle H2.3 Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg 2016

wdt_ID nach Einrichtungsarten Beschäftigungsverhältnisse (Anzahl)
1 Insgesamt 749.500
2 -
4 ambulante Gesundheitsversorgung 286.500
5 stationäre / teilstationäre Gesundheitsversorgung 258.200
6 Vorleistungseinrichtungen 114.400
7 Verwaltung 23.900
8 sonstige ...
9 ... Gesundheitsschutz 2.200
10 ... Rettungsdienst 8.800
11 ... sonstige Einrichtungen des Gesundheitswesens 55.500

Datenquelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder, AG GGRdL, Berechnungsstand: Januar 2018, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Gesundheitswesen wurden 2016 nach der Gesundheitspersonalrechnung insgesamt 749.000 Beschäftigungsverhältnisse verzeichnet. Die ambulante Gesundheitsversorgung nahm dabei den ersten Platz mit 286.500 Beschäftigungsverhältnissen ein. Ebenfalls sehr viele Beschäftigungsverhältnisse hatte der Bereich der stationären und teilstationären Einrichtungen (258.200 Beschäftigte). Vorleistungseinrichtungen, wie zum Beispiel der pharmazeutischen Industrie, kamen an dritter Stelle, an vierter Stelle die in der Kategorie „sonstige“ zusammengefassten Bereiche („Gesundheitsschutz“, „Rettungsdienste“ und „sonstige Einrichtungen des Gesundheitswesens“). Am wenigsten Beschäftigte hatte mit 23.900 Beschäftigungsverhältnissen die Verwaltung, hier vor allem die Pflege- und Krankenversicherungen sowie Standesorganisationen.

Definition:
Der Indikator stellt den Einsatz von Gesundheitspersonal nach Einrichtungsarten dar.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator ermöglicht eine differenzierte Darstellung des Gesundheitspersonals nach Einrichtungsartenen und zeigt so die Bedeutung der einzelnen verschiedenen Einrichtungsarten Einrichtungen für das Gesundheitswesen nach SHA (Systems of Health Accounts).

Hinweise:
Die in der Gesundheitspersonalrechnung ermittelte Zahl der Beschäftigungsverhältnisse ist von der im Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz errechneten Zahl der Erwerbstätigen zu unterscheiden.
Das hängt damit zusammen, dass es sich bei der Erwerbstätigenzahl um das Personenkonzept handelt, d. h. Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen werden nur einmal mit ihrer Haupterwerbstätigkeit erfasst, im Gegensatz zum Gesundheitspersonal. Zum anderen ist der Gesundheitsbereich, in dem die Personen tätig sind, nicht identisch abgegrenzt.

Datenquelle:
Gesundheitspersonalrechnung der Länder (GPR), AG Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (GGRdL); eigene Darstellung Statisches Landesamt Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle H2.3 Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Einrichtungsarten Beschäftigungsverhältnisse (Anzahl)
1 Insgesamt 694.800
2 -
4 ambulante Gesundheitsversorgung 264.800
5 stationäre / teilstationäre Gesundheitsversorgung 239.900
6 Vorleistungseinrichtungen 107.900
7 Verwaltung 24.100
8 sonstige ...
9 ... Gesundheitsschutz 2.500
10 ... Rettungsdienst 6.800
11 ... sonstige Einrichtungen des Gesundheitswesens 48.800

Datenquelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder, AG GGRdL, Berechnungsstand: Januar 2018, eigene Darstellung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.