Familie und Zusammenleben

Lebensformen

Bei den Lebensformen ist die Ehe nach wie vor das dominierende Lebensmodell, wenngleich dieser Trend seit 1980 rückläufig ist. Längst haben sich andere Lebensformen etabliert, die es bei gesellschaftspolitischen Entscheidungen entsprechend zu berücksichtigen gilt.

Familien- und Lebensformen

Familien- und Lebensformen

Anzahl der verschiedenen Lebensformen mit und ohne minderjährige Kinder sowie deren prozentualer Anteil an allen Lebensformen.

Abbildung C2.1 Familien- und Lebensformen in Baden-Württemberg 2017


*) Enthält auch eine geringe Anzahl von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit bzw. ohne Kinder. Siehe Glossareintrag nicht eheliche Lebensgemeinschaften.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C2.1 Familien- und Lebensformen in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID Lebensformen ... Lebensformen (in 1.000) Lebensformen (in %) Anteil an allen Lebensformen (in %)
1 ... mit Kindern 1.112,0 100 20,8
2 Ehepaare mit Kindern 858,1 77,2 16,1
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern* 84,1 7,5 1,6
4 Alleinerziehende Frauen 149,4 13,4 2,8
5 Alleinerziehende Männer 20,4 1,8 0,4
6 -
7 ... ohne Kinder 4.238,7 100 79,2
8 Ehepaare ohne Kinder 1.563,7 36,9 29,2
9 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder 285,1 6,7 5,3
10 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder 10,6 0,3 0,2

*) Enthält auch eine geringe Anzahl von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit Kindern, da diese aus Fallzahlgründen nicht separat ausgewiesen werden können. Siehe Glossareintrag nicht eheliche Lebensgemeinschaften.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Der überwiegende Teil der Familien in Baden-Württemberg lebt als Ehepaar mit Kindern zusammen, wenngleich der Anteil an allen Lebensformen mit Kindern seit 1980 kontinuierlich zurückgegangen ist. Daneben haben andere Lebensformen mit Kindern über die vergangenen Jahrzehnte hinweg an Bedeutung gewonnen. 77,2 % der Familien in Baden-Württemberg waren 2017 Ehepaare mit Kindern, 15,3 % Einelternfamilien und 7,5 % lebten als nicht eheliche Paare mit Kindern zusammen. Von den Alleinerziehenden waren 88,0 % Mütter.
Betrachtet man alle Lebensformen in Baden-Württemberg, auch diejenigen ohne Kinder, so fällt auf, dass die größte Gruppe alleinstehende Frauen und Männer sind. Ihr Anteil umfasste 2017 zusammen 41,6 % aller Lebensformen. Auch Ehepaare ohne (minderjährige) Kinder stellten mit 29,2 % eine beachtliche Größe dar.
Lebensformen ohne minderjährige Kinder machen mittlerweile mit 79,2 % einen weitaus größeren Anteil an allen Lebensformen aus als Lebensformen mit minderjährigen Kindern (20,8ִ%).

Definition:
Anzahl der verschiedenen Lebensformen mit und ohne minderjährige Kinder sowie deren prozentualer Anteil an allen Lebensformen.

Bewertung und empirische Relevanz:
In Baden-Württemberg gibt es eine Vielzahl verschiedener Lebensformen. Für die Mehrheit der Bevölkerung ist Familie mit dem Vorhandensein von Kindern verbunden, andere Familien- und Lebensmodelle erfahren eine zunehmende Akzeptanz. Die zunehmende Vielfalt an Lebensformen ist ein Indikator für den gesellschaftlichen Wandel.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C2.1 Familien- und Lebensformen in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID Lebensformen ... Lebensformen (in 1.000) Lebensformen (in %) Anteil an allen Lebensformen (in %)
1 ... mit Kindern 1107,3 100 21,1
2 Ehepaare mit Kindern 858,9 77,6 16,4
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern* 68,8 6,2 1,3
4 Alleinerziehende Frauen 161,7 14,6 3,1
5 Alleinerziehende Männer 17,9 1,6 0,3
6 -
7 ... ohne Kinder 4133,6 100 78,9
8 Ehepaare ohne Kinder 1560,6 37,8 29,8
9 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder 219,9 5,3 4,2
10 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder (5,9) (0,1) (0,1)

*) Enthält auch eine geringe Anzahl von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit Kindern.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C2.1 Familien- und Lebensformen in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID Lebensformen ... Lebensformen (in 1.000) Lebensformen (in %) Anteil an allen Lebensformen (in %)
1 ... mit Kindern 1103,2 100 20,6
2 Ehepaare mit Kindern 844,9 76,6 15,8
3 Nicht eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern* 74,9 6,8 1,4
4 Alleinerziehende Frauen 165,0 15,0 3,1
5 Alleinerziehende Männer 18,5 1,7 0,3
6 -
7 ... ohne Kinder 4257,6 100 79,4
8 Ehepaare ohne Kinder 1546,1 36,3 28,8
9 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder 244,2 5,7 4,6
10 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder (8,2) (0,2) (0,2)

*) Enthält auch eine geringe Anzahl von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit Kindern.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Ehepaare

Ehepaare

Zahl der Ehepaare in Baden-Württemberg, differenziert nach Ehepaaren mit und ohne minderjährige Kinder, Anzahl der Kinder sowie nach Migrationshintergrund.

Abbildung C2.2 Ehepaare* in Baden-Württemberg 2017 nach Anzahl der Kinder



*) Die Angaben zu Ehepaaren mit Kindern beziehen sich auf Ehepaare mit in der Familie lebenden minderjährigen Kindern.
**) Siehe Definition der Bezugsperson.
***) Siehe Definition Migrationshintergrund.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C2.2 Ehepaare* in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Ehepaare (in 1.000) Ehepaare (in %)
1 Insgesamt 2.421,8 100
2 mit Kindern 858,1 35,4
3 ohne Kinder 1.563,7 64,6
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 372,6 43,4
7 2 Kinder 364,5 42,5
8 3 Kinder 98,0 11,4
9 4 und mehr Kinder 23,0 2,7
10 -


*) Die Angaben zu Ehepaaren mit Kindern beziehen sich auf Ehepaare mit in der Familie lebenden minderjährigen Kindern.
**) Siehe Definition der Bezugsperson.
***) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Gut ein Drittel der Ehepaare in Baden-Württemberg lebte 2017 mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt (35,4 %). Ehepaare mit Kindern hatten in der überwiegenden Anzahl der Fälle ein (43,4 %) oder zwei (42,5 %) Kind(er). Der Anteil kinderreicher Familien hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich abgenommen und lag 2017 bei 14,1 %. Familien mit Migrationshintergrund haben häufiger drei und mehr Kinder als Familien ohne Migrationshintergrund.

Definition:
Zahl der Ehepaare in Baden-Württemberg, differenziert nach Ehepaaren mit und ohne minderjährige Kinder, Anzahl der Kinder sowie nach Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die überwiegende Anzahl der Kinder in Baden-Württemberg lebt bei ihren verheirateten Eltern. Der Indikator stellt die Strukturen der Ehepaare mit Kindern in detaillierter Form dar.

Hinweise:
Ehepaare mit in der Familie lebenden minderjährigen Kindern.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C2.2 Ehepaare* in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Ehepaare (in 1.000) Ehepaare (in %)
1 Insgesamt 2.419,5 100
2 mit Kindern 858,9 35,5
3 ohne Kinder 1.560,6 64,5
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 386,2 45,0
7 2 Kinder 364,1 42,4
8 3 Kinder 89,1 10,4
9 4 und mehr Kinder 19,5 2,3
10 -

*) Die Angaben zu Ehepaaren mit Kindern beziehen sich auf Ehepaare mit in der Familie lebenden minderjährigen Kindern.
**) Siehe Definition der Bezugsperson.
***) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C2.2 Ehepaare* in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Ehepaare (in 1.000) Ehepaare (in %)
1 Insgesamt 2.391,0 100
2 mit Kindern 844,9 35,3
3 ohne Kinder 1.546,1 64,7
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 367,5 43,5
7 2 Kinder 363,1 43,0
8 3 Kinder 94,0 11,1
9 4 und mehr Kinder 20,2 2,4
10 -

*) Die Angaben zu Ehepaaren mit Kindern beziehen sich auf Ehepaare mit in der Familie lebenden minderjährigen Kindern.
**) Siehe Definition der Bezugsperson.
***) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften

Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften

Zahl der gemischtgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften in Baden-Württemberg, differenziert nach Lebensgemeinschaften mit und ohne Kinder, Anzahl der Kinder sowie Migrationshintergrund.

Abbildung C2.3 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und Ehepaare in Baden-Württemberg 2017 nach Anzahl der Kinder


Die Angabe für gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit 3 und mehr Kindern basiert auf kleinen Fallzahlen, daher ist dieser Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C2.3 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (in 1.000) Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (in %)
1 Insgesamt 368,5 100
2 mit Kindern 83,4 22,6
3 ohne Kinder 285,1 77,4
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 55,9 67,0
7 2 Kinder 22,4 26,8
8 3 und mehr Kinder (5,1) (6,1)
9 -
10 Migrationshintergrund*

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Seit den 1970er-Jahren steigt die Tendenz bei Paaren, unverheiratet in gemischtgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften zusammen zu leben. Im Jahr 2017 lebten gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in der Mehrzahl ohne Kinder (77,4 %) und wenn Kinder vorhanden waren, dann handelte es sich in den meisten Fällen um ein Kind (67,0 %). Paare mit mindestens einer Person mit Migrationshintergrund lebten im Jahr 2017 deutlich seltener in einer gemischtgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft als Paare ohne Migrationshintergrund.

Definition:
Zahl der gemischtgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften in Baden-Württemberg, differenziert nach Lebensgemeinschaften mit und ohne Kinder, Anzahl der Kinder sowie Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Neben der Ehe gewinnen alternative Lebensformen zunehmend an Bedeutung. Dieser Indikator untersucht die Lebensform der gemischtgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft.

Hinweise:
Die Daten beziehen sich auf gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit einem oder mehreren minderjährigen Kind(ern).

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C2.3 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (in 1.000) Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (in %)
1 Insgesamt 288,4 100
2 mit Kindern 68,5 23,7
3 ohne Kinder 219,9 76,3
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 46,4 67,7
7 2 Kinder 17,4 25,4
8 3 und mehr Kinder (4,7) (6,8)
9 -
10 Migrationshintergrund*

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C2.3 Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (in 1.000) Gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (in %)
1 Insgesamt 318,4 100
2 mit Kindern 74,2 23,3
3 ohne Kinder 244,2 76,7
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 45,9 61,8
7 2 Kinder 22,8 30,7
8 3 und mehr Kinder (5,5) (7,4)
9 -
10 Migrationshintergrund*

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften

Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften

Dargestellt werden gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Deutschland, eingetragene Lebenspartnerschaften sowie gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nach Geschlecht.

Abbildung C2.4 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Deutschland im Zeitverlauf


*) Die eingetragene Lebenspartnerschaft wird als Familienstand erst seit dem Jahr 2006 im Mikrozensus ausgewiesen.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C2.4 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Deutschland

wdt_ID Jahr Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (in 1.000) darunter eingetragene Lebenspartnerschaften (in 1.000) Männer (in %) Frauen (in %)
1 2012 72,8 31,7 57,4 42,6
2 2016 95,5 44,4 56,1 43,9
3 2017 111,6 53,2 55,4 44,6

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Deutschlandweit waren im Jahr 2017 rund 111.600 Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtlich. Es ist jedoch zu vermuten, dass die tatsächliche Anzahl deutlich höher liegt, da einige Paare ihre Lebensform in Befragungen nicht öffentlich machten. In Baden-Württemberg lebten 2017 rund 11.300 Paare in einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft. Ihr Anteil an allen im Mikrozensus erfassten Lebensformen betrug 0,2 %. Die Anzahl der Paare, die sich zu einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft bekennen, ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Als es 1996 erstmals möglich war, diese Lebensform im Rahmen der amtlichen Statistik zu erfassen, waren es bundesweit 38.000 Paare, die diese Angabe machten. Diese Zahl ist 2017 mit rund 111.600 Paaren um 194 % angewachsen. Seit 2001 besteht die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft zu begründen. 53.200 oder 47,7 % der Paare in einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft in Deutschland lebten 2017 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Dieser Anteil hat seit 2012 um 4,2 Prozentpunkte zugenommen.

Definition:
Dargestellt werden gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in Deutschland, eingetragene Lebenspartnerschaften sowie gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nach Geschlecht.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Anzahl der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die gesetzlichen Regelungen haben dem Rechnung getragen. Seit 2001 besteht die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft zu begründen.

Hinweise:
Aufgrund der geringen Fallzahlen und der damit einhergehenden eingeschränkten Aussagekraft werden keine detaillierten Ergebnisse für Baden-Württemberg ausgewiesen.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Alleinerziehende

Alleinerziehende

Zahl der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern in Baden-Württemberg, differenziert nach Geschlecht, Anzahl der Kinder, Alter des jüngsten Kindes sowie Migrationshintergrund.

Abbildung C2.5 Alleinerziehende 2017 in Baden-Württemberg nach Alter des jüngsten Kindes


Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C2.5 Alleinerziehende in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Alleinerziehende (in 1.000 Personen) Alleinerziehende (in %)
1 Insgesamt 169,8 100
2 Männer 20,4 12,0
3 Frauen 149,4 88,0
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 108,8 64,1
7 2 Kinder 47,7 28,1
8 3 und mehr Kinder 13,2 7,8
9 -
10 Alter des jüngsten Kindes

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
In Baden-Württemberg lebt etwa jede sechste Familie mit nur einem Elternteil. Im Jahr 2017 waren 88,0 % der Alleinerziehenden Frauen. Über ein Drittel aller Alleinerziehenden (35,9 %) lebte mit 2 oder mehr minderjährigen Kindern im Haushalt. Bei 12,1 % der Alleinerziehenden war das jüngste Kind unter 3 Jahre alt. Bei rund der Hälfte (51,4 %) der Alleinerziehenden war das jüngste Kind 2017 im Alter von 6 bis unter 15 Jahren. Der Anteil von Alleinerziehenden mit Migrationshintergrund lag 2017 bei 36,1 % und hat im Vergleich zu 2016 erneut zugenommen (+ 2,1 Prozentpunkte).

Definition:
Zahl der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern in Baden-Württemberg, differenziert nach Geschlecht, Anzahl der Kinder, Alter des jüngsten Kindes sowie Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Bei rund einem Sechstel aller Familien mit minderjährigen Kindern handelt es sich um eine Ein-Eltern-Familie. Ihre Zahl ist absolut und relativ angestiegen. Bei einem Großteil der Alleinerziehenden ist die Ein-Eltern-Familie Folge einer Trennung der Eltern durch eine Ehescheidung.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C2.5 Alleinerziehende in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Alleinerziehende (in 1.000 Personen) Alleinerziehende (in %)
1 Insgesamt 182,9 100
2 Männer 17,7 9,7
3 Frauen 165,1 90,3
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 119,5 65,4
7 2 Kinder 51,5 28,2
8 3 und mehr Kinder 11,8 6,5
9 -
10 Alter des jüngsten Kindes

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C2.5 Alleinerziehende in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Alleinerziehende (in 1.000 Personen) Alleinerziehende (in %)
1 Insgesamt 183,5 100
2 Männer 18,5 10,1
3 Frauen 165,0 89,9
4 -
5 Anzahl der Kinder
6 1 Kind 118,4 64,5
7 2 Kinder 51,4 28,0
8 3 und mehr Kinder 13,6 7,4
9 -
10 Alter des jüngsten Kindes

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Alleinstehende

Alleinstehende

Zahl der Alleinstehenden in Baden-Württemberg, differenziert nach Geschlecht, Altersgruppen sowie Migrationshintergrund.

Abbildung C2.6 Alleinstehende in Baden-Württemberg 2017


Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C2.6 Alleinstehende in Baden-Württemberg 2017

wdt_ID nach Merkmal Alleinstehende (in 1.000 Personen) Alleinstehende (in %)
1 Insgesamt 2.224,4 100
2 Männer 1.098,1 49,4
3 Frauen 1.126,4 50,6
4 -
5 Altersgruppen (in % der jeweiligen Altersgruppe)
6 unter 25 Jahre 220,6 7,9
7 25 bis unter 30 Jahre 253,8 33,9
8 30 bis unter 40 Jahre 294,7 21,3
9 40 bis unter 50 Jahre 248,0 16,8
10 50 bis unter 60 Jahre 338,5 19,7

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
In Baden-Württemberg waren Frauen im Jahr 2017 etwas häufiger alleinstehend als Männer.
Die Altersverteilung der alleinstehenden Personen macht deutlich, dass Personen in der Altersgruppe von 25 bis unter 30 Jahren besonders häufig allein leben (2017 waren es 33,9 %), danach nimmt deren Anteil deutlich ab. In der Altersgruppe von 50 bis unter 60 Jahren steigt der Anteil der Alleinstehenden wieder an. Den höchsten Anteil alleinstehender Personen weist die Altersgruppe der über 70-Jährigen aus, er lag 2017 bei 37,9 %. Dies zeigt, dass die Gruppe der Alleinstehenden eine sehr heterogene Gruppe ist. 24,4 % der Alleinstehenden hatten 2017 einen Migrationshintergrund. Dieser Anteil ist seit 2012 um 5,2 Prozentpunkte angestiegen.

Definition:
Zahl der Alleinstehenden in Baden-Württemberg, differenziert nach Geschlecht, Altersgruppen sowie Migrationshintergrund.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Alleinstehenden, oder auch „Singles“ genannt, rückten Mitte der 1980-Jahre in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Auflösung familiärer Lebensformen wurde prognostiziert. Mittlerweile hat sich die Lebensform gesellschaftlich etabliert. Die Gründe für das Alleineleben sind vielfältig.

Hinweise:
Die Daten beziehen sich auf Personen, die in ihrem Haushalt alleine leben. Dies bedeutet aber nicht, dass sie nicht auch in einer Partnerschaft sein können.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C2.6 Alleinstehende in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Alleinstehende (in 1.000 Personen) Alleinstehende (in %)
1 Insgesamt 2.197,3 100
2 Männer 1.021,3 46,5
3 Frauen 1.176,0 53,5
4 -
5 Altersgruppen (in % der jeweiligen Altersgruppe)
6 unter 25 Jahre 218,1 7,8
7 25 bis unter 30 Jahre 220,0 34,4
8 30 bis unter 40 Jahre 286,6 22,6
9 40 bis unter 50 Jahre 318,0 18,4
10 50 bis unter 60 Jahre 294,0 19,0

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2016


Tabelle C2.6 Alleinstehende in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID nach Merkmal Alleinstehende (in 1.000 Personen) Alleinstehende (in %)
1 Insgesamt 2.303,6 100
2 Männer 1.125,8 48,9
3 Frauen 1.177,8 51,1
4 -
5 Altersgruppen (in % der jeweiligen Altersgruppe)
6 unter 25 Jahre 221,7 8,0
7 25 bis unter 30 Jahre 261,0 35,3
8 30 bis unter 40 Jahre 318,1 23,4
9 40 bis unter 50 Jahre 283,8 18,6
10 50 bis unter 60 Jahre 340,3 20,5

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Paare nach Elternschaft

Paare nach Elternschaft

Zahl der Paare mit minderjährigen Kindern, differenziert nach Lebensform, gemeinsamen Kindern und Kindern von nur einem Elternteil.

Abbildung C2.7 Paare nach Elternschaft in Baden-Württemberg


*) Paare, bei denen sowohl gemeinsame Kinder als auch Kinder nur eines Elternteils leben, werden als Paare mit gemeinsamen Kindern gezählt.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle C2.7 Paare nach Elternschaft in Baden-Württemberg 2016

wdt_ID nach Merkmal Paare (in 1.000) Paare (in %)
1 Ehepaare mit …
2 gemeinsamen Kindern* 836,2 99,0
3 Kindern nur eines Elternteils (8,7) (1,0)
4 -
5 Nichteheliche Lebensgemeinschaften mit …
6 gemeinsamen Kindern* 56,1 75,7
7 Kindern nur eines Elternteils 18,1 24,3

*) Paare, bei denen sowohl gemeinsame Kinder als auch Kinder nur eines Elternsteils leben, werden als Paare mit gemeinsamen Kindern gezählt.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Sogenannte Patchwork-Familien kommen seltener vor als es durch mediale Kommunikation vermutet werden könnte. Bei Ehepaaren mit minderjährigen Kindern handelte es sich 2016 zu 99,0 % um gemeinsame Kinder. In nicht ehelichen Lebensgemeinschaften mit Kindern unter 18 Jahren waren die Kinder in 75,7 % der Familien gemeinsame Kinder. Der Anteil der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften mit gemeinsamen Kindern hat im Vergleich zu 2012 deutlich zugenommen (+ 5,7 Prozentpunkte). Dies zeigt, dass die Entscheidung für Kinder heute nicht mehr so stark an die Entscheidung zur Ehe gebunden ist.

Definition:
Zahl der Paare mit minderjährigen Kindern, differenziert nach Lebensform, gemeinsamen Kindern und Kindern von nur einem Elternteil.

Bewertung und empirische Relevanz:
Als Konsequenz einer Lebensführung mit unterschiedlichen Lebensphasen und wechselnden Lebenspartnern existieren sogenannte Patchworkfamilien, in der ein oder beide Partner Kinder aus vorangegangenen Beziehungen mitbringen.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle C2.7 Paare nach Elternschaft in Baden-Württemberg 2012


wdt_ID nach Merkmal Paare (in 1.000) Paare (in %)
1 Ehepaare mit …
2 gemeinsamen Kindern* 850,4 99,0
3 Kindern nur eines Elternteils (8,5) (1,0)
4 -
5 Nichteheliche Lebensgemeinschaften mit …
6 gemeinsamen Kindern* 47,9 70,0
7 Kindern nur eines Elternteils 20,6 30,0

*) Paare, bei denen sowohl gemeinsame Kinder als auch Kinder nur eines Elternsteils leben, werden als Paare mit gemeinsamen Kindern gezählt.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.