Integration

Soziale Kontakte

Interethnische soziale Kontakte fördern die Integration indem sie das Verständnis der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund füreinander vertiefen und dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken.

Kontakthäufigkeit und Bewertung der Erfahrungen mit Zugewanderten

Dargestellt wird, ob und wie häufig Personen Kontakt mit Zugewanderten haben.

Abbildung B10.2.1 Kontakthäufigkeit mit Zugewanderten in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2024


*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Anmerkung: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B10.2.1 Kontakte mit Zugewanderten sowie mit Geflüchteten in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2024

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt: ohne MH (in %) Insgesamt: mit MH (in %) Männer: ohne MH (in %) Männer: mit MH (in %) Frauen: ohne MH (in %) Frauen: mit MH (in %)
1 Kontakt
2 Kontakt mit Zugewanderten in der Freizeit gehabt 80,8 87,8 82,7 87,8 79,0 88,2
3 Kontakt mit Geflüchteten, die in den letzen 5 Jahren nach Deutschland zugewandert sind 24,6 37,0 26,7 36,6 22,5 37,3
4
5 Kontakthäufigkeit**
6 häufig 32,3 46,1 33,9 46,9 30,7 47,6
7 ab und zu 35,8 33,8 37,4 32,5 34,1 33,1
8 sehr selten 12,6 7,6 11,1 8,0 14,1 7,1
9 kein Kontakt zu Zugewanderten 19,2 12,2 17,4 12,2 21,0 11,8

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
**) Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Tabelle B10.2.2 Erfahrungen mit Zugewanderten sowie mit Einheimischen in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2024

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt: ohne MH (in %) Insgesamt: mit MH (in %) Männer: ohne MH (in %) Männer: mit MH (in %) Frauen: ohne MH (in %) Frauen: mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Erfahrungen mit Zugewanderten
3 sehr gute bzw. überwiegend gute 75,6 78,1 73,9 76,4 77,4 77,8
4 sehr schlechte bzw. überwiegend schlechte 9,1 9,9 10,9 11,1 7,2 10,3
5 keine persönlichen Erfahrungen gemacht 11,2 7,1 11,6 7,3 10,9 (6,5)
6 Vergleich mit Einheimischen
7 besser als mit Einheimischen 5,0 9,4 (2,5) 9,1 7,4 8,0
8 schlechter als mit Einheimischen 17,0 14,1 17,7 16,1 16,3 14,6
9 kein großer Unterschied 61,2 63,5 63,5 61,3 58,8 64,3
10 keine persönlichen Erfahrungen gemacht 15,3 12,0 15,2 12,5 15,5 11,9

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher
*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Anmerkung: Die jeweils zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Etwa 80 % der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund hatten in der Freizeit im Jahr 2024 Kontakt mit Zugewanderten. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund, die Kontakt zu Zugewanderten in ihrer Freizeit hatten, war mit 87,7 % höher. Gleichzeitig gaben Männer ohne Migrationshintergrund (82,7 %) häufiger an Kontakt mit Zugewanderten in ihrer Freizeit zu haben als Frauen ohne Migrationshintergrund (79,0 %). Bei Personen mit Migrationshintergrund war der Anteil, der Kontakt zu Zugewanderten hatte, in etwa gleich hoch (Frauen mit MH: 88,2 %, Männer mit MH: 87,8 %).
Personen mit Migrationshintergrund gaben außerdem häufiger an (37,0 %) Kontakt mit Geflüchteten, die in den letzten 5 Jahren nach Deutschland zugewandert sind, gehabt zu haben, als Personen ohne Migrationshintergrund (24,6 %).
Gefragt nach der Häufigkeit der Kontakte, gaben mehr Befragte mit Migrationshintergrund an häufig Kontakt zu Zugewanderten in der Freizeit zu haben (46,1 %), als Personen ohne Migrationshintergrund (32,3 %).
75,6 % der Personen ohne Migrationshintergrund und 78,1 % der Personen mit Migrationshintergrund gaben an, überwiegend gute oder sehr gute Erfahrungen mit Zugewanderten gemacht zu haben. 9,1 % der Personen ohne Migrationshintergrund und 9,9 % der Personen mit Migrationshintergrund gaben an, überwiegend schlechte oder sehr schlechte Erfahrungen mit Zugewanderten gemacht zu haben. Über die Mehrheit der befragten Personen gab an, dass kein großer Unterschied hinsichtlich der gemachten Erfahrungen mit Einheimischen und Zugewanderten besteht. Im Vergleich zum Jahr 2019 hat der Anteil der Personen ohne Migrationshintergrund (+2,9 %) und der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund (+6,1 %), die gute bzw. sehr gute Erfahrungen mit Zugewanderten gemacht haben, 2024 etwas zugenommen.

Definition:
Dargestellt wird, ob und wie häufig Personen Kontakt mit Zugewanderten haben.

Bewertung und empirische Relevanz:
Persönliche Kontakte und Beziehungen zwischen Zugwanderten und der Aufnahmegesellschaft spielen eine wichtige Rolle bei der sozialen Integration. Durch soziale Kontakte lassen sich Vorbehalte und Vorurteile abbauen und der gesellschaftlicher Zusammenhalt wird gestärkt. Es wird angenommen, dass positive Kontakterfahrungen Intergruppenbeziehungen verbessern können.

Hinweise:
Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).

Datenquelle:
Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Die Berechnungen wurden von der FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg durchgeführt.

Tabellenarchiv:
2012


Tabelle B10.2.2 Erfahrungen mit Zugewanderten sowie mit Einheimischen in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2012


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt: ohne MH (in %) Insgesamt: mit MH (in %) Männer: ohne MH (in %) Männer: mit MH (in %) Frauen: ohne MH (in %) Frauen: mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Erfahrungen mit Zugewanderten
3 sehr gute bzw. überwiegend gute 77,0 85,2 78,8 85,3 75,2 85,2
4 sehr schlechte bzw. überwiegend schlechte 8,1 4,8 8,8 3,7 7,2 5,6
5 keine persönlichen Erfahrungen gemacht 12,6 7,0 9,4 6,2 15,7 7,8
6 Vergleich mit Einheimischen
7 besser als mit Einheimischen 4,2 10,0 5,5 8,4 2,9 11,3
8 schlechter 15,3 13,0 16,7 8,1 14,0 17,0
9 kein großer Unterschied 75,1 73,4 74,1 76,6 76,1 70,7

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland (Gebietsstand zum Zeitpunkt der Geburt) geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland (Gebietsstand zum Zeitpunkt der Geburt) geboren wurde (2. Generation).
Anmerkung: Die jeweils zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


2019


Tabelle B10.2.1 Kontakte mit Zugewanderten sowie mit Geflüchteten in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2019


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt: ohne MH (in %) Insgesamt: mit MH (in %) Männer: ohne MH (in %) Männer: mit MH (in %) Frauen: ohne MH (in %) Frauen: mit MH (in %)
1 Kontakt
2 Kontakt mit Zugewanderten in der Freizeit gehabt 78,2 84,5 83,4 82,4 72,8 86,5
3 Kontakt mit Geflüchteten gehabt 27,4 33,7 28,7 27,9 33,7 30,2
4
5 Kontakthäufigkeit** 100 100 100 100 100 100
6 häufig 28,4 43,1 29,7 44,1 27,1 42,1
7 ab und zu 39,1 32,8 43,4 32,2 34,6 33,3
8 sehr selten 10,1 8,6 9,8 6,0 10,5 11,1
9 kein Kontakt zu Zugewanderten 21,8 15,5 16,6 17,6 27,2 13,5

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
**) Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.



Tabelle B10.2.2 Erfahrungen mit Zugewanderten sowie mit Einheimischen in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2019


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt: ohne MH (in %) Insgesamt: mit MH (in %) Männer: ohne MH (in %) Männer: mit MH (in %) Frauen: ohne MH (in %) Frauen: mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Erfahrungen mit Zugewanderten
3 sehr gute bzw. überwiegend gute 72,7 72,0 72,4 71,4 73,1 72,4
4 sehr schlechte bzw. überwiegend schlechte 8,8 10,1 9,9 7,9 7,7 12,1
5 keine persönlichen Erfahrungen gemacht 15,3 11,4 14,6 11,6 16,1 11,2
6 Vergleich mit Einheimischen
7 besser als mit Einheimischen 3,6 9,1 3,7 7,1 3,5 11,0
8 schlechter 15,6 10,7 17,5 9,9 13,7 11,5
9 kein großer Unterschied 61,0 59,0 59,3 59,5 62,7 58,5
10 kein Kontakt zu Zugewanderten 18,4 18,1 17,7 20,8 19,1 15,5

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
**) Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


Ehrenamtliche Tätigkeit

Der Indikator bildet die Häufigkeit ehrenamtlicher Tätigkeiten in der Bevölkerung ab.

Abbildung B10.3 Häufigkeit ehrenamtlicher Tätigkeiten in Baden-Württemberg 2023


Datenquelle: v40.1, eigene Auswertung FaFo Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B10.3 Häufigkeit ehrenamtlicher Tätigkeiten in Baden-Württemberg 2023

wdt_ID nach Merkmal regelmäßig (in %) nur selten oder überhaupt nicht (in %)
1 Insgesamt 25,9 74,1
2 zum Vergleich: Deutschland 24,1 75,9
3 -
12 nach Geschlecht
13 Männer 27,0 73,0
14 Frauen 24,7 75,3
15 -
16 nach Migrationshintergrund
17 ohne Migrationshintergrund 29,4 70,6
18 mit Migrationshintergrund 18,7 81,3


Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Der überwiegende Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen ohne Migrationshintergrund sind im Jahr 2022 in Baden-Württemberg selten oder nie ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgegangen. 29,4 % der Menschen ohne Migrationshintergrund sind 2022 regelmäßig ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgegangen. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund, die sich regelmäßig ehrenamtlich betätigt haben, war mit 18,7 % deutlich geringer.

Definition:
Der Indikator gibt an, wie häufig sich die Befragten in Baden-Württemberg und in Deutschland zum Beispiel in Vereinen, Verbänden oder sozialen Diensten ehrenamtlich engagieren.

Bewertung und empirische Relevanz:
Ehrenamtliche Tätigkeiten sind ein wichtiger Grundstein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das soziale Gemeinwesen. Das Ehrenamt bietet eine Möglichkeit zur sozialen Teilhabe, Bildung sozialer Kontakte und trägt gleichzeitig zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei.

Hinweise:
Ehrenamtliche Tätigkeit wird anhand der Frage erfasst, wie häufig die Befragten ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, Verbänden oder sozialen Diensten in ihrer freien Zeit ausüben. Personen, die mindestens einmal pro Monat ehrenamtlich engagiert sind, gelten als regelmäßig tätig. Personen, die seltener als einmal pro Monat ehrenamtlich aktiv sind sowie Personen, die überhaupt nicht ehrenamtlich aktiv sind, werden aus Fallzahlgründen zusammengefasst. Diese Frage wurde im SOEP nur Personen ab 17 Jahren gestellt. Für genauere Informationen zur Stichprobe siehe Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Bei diesem Indikator ist keine jährliche Aktualisierung möglich, weil die Daten nicht in jedem Jahr erhoben werden.
Die hier dargestellten Angaben der Anteile freiwillig engagierter Personen unterscheiden sich von Berechnungen auf Basis des Freiwilligensurveys. Das hängt damit zusammen, dass im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) ein regelmäßiges Engagement vorliegt, wenn sich eine Person mindestens einmal pro Monat engagiert. Im Freiwilligensurvey wird hingegen nach Engagement generell (vor 2014) bzw. Engagement in den vergangenen 12 Monaten (ab 2014) gefragt. Die Definition im Freiwilligensurvey ist damit weniger restriktiv. Für diesen Indikator wurden daher die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewählt. Ergebnisse auf Basis des Freiwilligensurveys finden sich jedoch in weiteren Indikatoren des Themenfeldes „Bürgerschaftliches Engagement„.

Datenquelle:
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2021 


Tabelle Tabelle B10.3 Häufigkeit ehrenamtlicher Tätigkeiten in Baden-Württemberg 2021


wdt_ID nach Merkmal regelmäßig (in %) nur selten oder überhaupt nicht (in %)
1 Insgesamt 25,5 74,5
2 zum Vergleich: Deutschland 22,4 77,6
3 -
12 nach Geschlecht
13 Männer 29,9 70,1
14 Frauen 21,4 78,6
15 -
16 nach Migrationshintergrund
17 ohne MH 29,1 71,0
18 mit MH (16,0) 84,0

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Politische Partizipation

Der Indikator bildet die Häufigkeit politischer Partizipation der Bevölkerung ab.

Abbildung B10.4 Häufigkeit politischer Partizipation in Baden-Württemberg 2024


Die Aussagekraft der Zahlen der Personen mit Migrationshintergrund ist eingeschränkt, da sie auf Fallzahlen von unter 100 Befragten basieren.
Datenquelle: Integrationsbarometer des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR), eigene Darstellung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B10.4 Häufigkeit politischer Partizipation in Baden-Württemberg 2024

wdt_ID nach Merkmal mehrmals im Monat (in %) etwa einmal im Monat (in %) seltener (in %)
1 Insgesamt 25 31 45
2 zum Vergleich: Deutschland 26 31 43
3 -
12 nach Geschlecht
13 Männer 27 33 39
14 Frauen 22 28 50
15 -
16 nach Migrationshintergrund
17 ohne MH 24 32 45
18 mit MH (28) (26) (46)

() = Aussagekraft eingeschränkt, da Fallzahlen von unter 100 Befragten
Datenquelle: Integrationsbarometer des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR), eigene Darstellung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
In Baden-Württemberg lag 2024 der Anteil der Menschen, die sich mehrere Male im Monat politisch beteiligten, bei 25 %. Der Anteil der Personen, die sich seltener als einmal im Monat politisch beteiligten, war mit 45 % deutlich höher. Männer beteiligten sich in Baden-Württemberg häufiger politisch als Frauen. Auch im Vergleich von Menschen mit Migrationshintergrund und ohne Migrationshintergrund zeigen sich Unterschiede in der politischen Beteiligung. Menschen mit Migrationshintergrund beteiligten sich etwas häufiger mehrmals im Monat politisch als Menschen ohne Migrationshintergrund.

Definition:
Der Indikator gibt an, wie häufig sich die Befragten in Deutschland bzw. in Baden-Württemberg zum Beispiel durch Vertretung der eigenen Meinung in Diskussionen, die Teilnahme an Demonstrationen oder die Mitarbeit in einer Bürgerinitiative oder Partei politisch engagieren.

Bewertung und empirische Relevanz:
Politischen Teilhabe ist ein wichtiger Indikator für die gesellschaftliche Integration, auch im Hinblick auf die Mitwirkung an gesellschaftlich relevanten Entscheidungen.

Hinweise:
Die Frage misst politische Beteiligung vergleichsweise breit, indem auch nicht verfasste Beteiligungsformen, an denen grundsätzlich alle Einwohnerinnen und Einwohner partizipieren können, berücksichtigt werden.

Datenquelle:
Integrationsbarometer des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR), eigene Darstellung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.