Integration

Systemintegration/gesellschaftliche Bedingungen

Ob Integration als Ganzes gelingt, misst sich auch an der Integration und dem Zusammenhalt der verschiedenen Bevölkerungsteile (Systemintegration). Damit hängt Integration nicht nur von einzelnen Personen (Zugewanderten) ab, sondern auch von der Gesellschaft als Ganzes. Dazu gehört, dass Zugewanderte die Möglichkeit haben müssen, sich in die Gesellschaft einzubringen. Dazu braucht eine Gesellschaft Offenheit für Neues und Akzeptanz gesellschaftlicher Veränderungen. Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung verhindern eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen.

Sorgen wegen Zuwanderung

Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen über die Zuwanderung nach Deutschland macht.

Abbildung B2.1.1 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B2.1.1 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 2011 20,2 41,1 38,7
2 2013 18,6 39,8 41,6
3 2015 31,1 41,5 27,5
4 2016 43,3 39,6 17,0
5 2017 35,2 43,7 21,1
6 2018 25,0 47,3 27,7
7 2019 26,1 44,8 29,1
8 2020 22,4 40,5 37,1
9 2021 19,9 37,3 42,8
10 2022 22,1 38,4 39,5
11 2023 27,2 47,7 25,1

Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Tabelle B2.1.2 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf nach Migrationshintergrund*

wdt_ID Jahr ohne MH* große Sorgen (in %) ohne MH einige Sorgen (in %) ohne MH keine Sorgen (in %) mit MH große Sorgen (in %) mit MH einige Sorgen (in %) mit MH keine Sorgen (in %)
1 2011 22,6 41,4 36,0 12,3 40,1 47,6
2 2013 19,7 40,3 40,0 14,0 37,2 48,9
3 2015 30,5 42,4 27,1 32,5 38,9 28,6
4 2016 43,0 41,4 15,7 44,3 35,3 20,4
5 2017 34,1 45,1 20,9 38,1 40,1 21,7
6 2018 25,4 47,1 27,5 24,0 47,8 28,2
7 2019 25,5 45,4 29,1 27,6 43,1 29,3
8 2020 22,0 41,1 36,9 23,9 38,6 37,6
9 2021 19,6 36,2 44,2 (20,8) 40,4 38,8
10 2022 21,2 38,5 40,4 24,1 38,3 37,6
11 2023 26,8 47,7 25,6 28,1 47,9 24,1

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Abbildung B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2023


*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2023

wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 27,2 47,7 25,1
2 Zum Vergleich: Deutschland 31,2 44,2 24,5
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 26,8 47,7 25,6
6 mit MH 28,1 47,9 24,1
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ...davon ohne MH 27,4 47,6 25,1
11 ...davon mit MH 29,3 45,3 25,3
12 Frauen
13 ...davon ohne MH 26,2 47,7 26,2
14 ...davon mit MH 26,9 50,2 22,9
15

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
74,9 Prozent der baden-württembergischen Bevölkerung machten sich 2023 große (27,2 %) oder einige Sorgen (47,7 %) wegen der Zuwanderung nach Deutschland. Dabei gab es keinen belastbaren Unterschied zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Frauen mit Migrationshintergrund äußerten häufiger (große oder einige) Sorgen (77,1 %) im Vergleich zu Frauen ohne Migrationshintergrund (73,9 %). Zwischen Männern mit Migrationshintergrund (74,6 %) und Männern ohne Migrationshintergrund (75,0 %) ist kein belastbarer Unterschied zu beobachten.
Im Zeitverlauf sind hinsichtlich der Anteile, derer die sich Sorgen wegen der Zuwanderung nach Deutschland machen, teilweise größere Schwankungen zu beobachten. So hat der Anteil der Personen, die sich Sorgen machen zwischen 2013 und 2016 beispielsweise deutlich zugenommen (von 58,4 % 2013 auf 82,9 % 2016). Nachdem dieser Anteil zwischen 2017 und 2021 kleiner wurde, war zuletzt wieder ein größerer Anstieg der Personen, die sich einige oder große Sorgen machten zu beobachten (2021: 57,2 %; 2023: 74,9 %).

Definition:
Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen über die Zuwanderung nach Deutschland macht.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator zeigt, inwiefern Menschen sich über die Zuwanderung von Ausländer_innen nach Deutschland Sorgen machen. Das gibt einen Hinweis auf die Offenheit einer pluralen Gesellschaft und ist somit wichtig für das Zusammenleben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Hinweis:
Die Frage wurde den Flüchtlingssamples innerhalb des SOEP 2016, 2017 und 2018 nicht gestellt.

Datenquelle:
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:

2018


Tabelle B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2018


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 25,0 47,3 27,7
2 Zum Vergleich: Deutschland 31,1 43,3 25,5
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 25,4 47,1 27,5
6 mit MH 24,0 47,8 28,2
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ...davon ohne MH 24,0 46,1 29,8
11 ...davon mit MH (24,4) 44,9 30,8
12 Frauen
13 ...davon ohne MH 26,8 48,1 25,2
14 ...davon mit MH 23,6 50,3 26,1

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2019


Tabelle B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2019


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 26,1 44,8 29,1
2 Zum Vergleich: Deutschland 28,9 43,6 27,4
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 25,5 45,4 29,1
6 mit MH 27,6 43,1 29,3
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ...davon ohne MH 23,0 43,5 33,5
11 ...davon mit MH (25,9) 39,2 34,9
12 Frauen
13 ...davon ohne MH 28,0 47,3 24,8
14 ...davon mit MH 29,0 46,5 24,5

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


2020


Tabelle B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2020


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 22,4 40,5 37,1
2 Zum Vergleich: Deutschland 25,9 41,3 32,9
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 22,0 41,1 36,9
6 mit MH 23,9 38,6 37,6
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ...davon ohne MH 20,5 37,2 42,3
11 ...davon mit MH (26,3) 36,5 37,2
12 Frauen
13 ...davon ohne MH 23,3 45,0 31,7
14 ...davon mit MH (21,9) 40,2 39,9

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


2021


Tabelle B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2021


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 19,9 37,3 42,8
2 Zum Vergleich: Deutschland 23,7 38,6 37,7
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 19,6 36,2 44,2
6 mit MH (20,8) 40,4 38,8
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ...davon ohne MH (19,2) 33,0 47,8
11 ...davon mit MH / 36,2 43,0
12 Frauen
13 ...davon ohne MH 20,1 39,2 40,8
14 ...davon mit MH / 43,5 35,7

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


2022


Tabelle B2.1.3 Sorgen wegen Zuwanderung in Baden-Württemberg 2022


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 22,1 38,4 39,5
2 Zum Vergleich: Deutschland 24,8 39,1 36,1
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 21,2 38,5 40,4
6 mit MH 24,1 38,3 37,6
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ...davon ohne MH 18,6 37,1 44,3
11 ...davon mit MH 27,7 31,5 40,8
12 Frauen
13 ...davon ohne MH 23,7 39,8 36,4
14 ...davon mit MH 20,9 44,5 34,6

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
( ) = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass

Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen macht über Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Deutschland.

Abbildung B2.2.1 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B2.2.1 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 2011 15,0 55,6 29,4
2 2013 14,6 55,7 29,7
3 2015 30,8 49,7 19,6
4 2016 43,3 43,2 13,5
5 2017 38,1 48,3 13,6
6 2018 29,8 54,4 15,8
7 2019 33,5 51,9 14,6
8 2020 32,5 50,1 17,5
9 2021 31,7 50,6 17,7
10 2022 26,0 53,8 20,2
11 2023 38,0 48,7 13,3

Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Tabelle B2.2.2 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg im Zeitverlauf nach Migrationshintergrund

wdt_ID Jahr ohne MH* große Sorgen (in %) ohne MH einige Sorgen (in %) ohne MH keine Sorgen (in %) mit MH große Sorgen (in %) mit MH einige Sorgen (in %) mit MH keine Sorgen (in %)
1 2011 15,2 56,1 28,7 14,5 53,9 31,6
2 2013 14,1 60,2 25,7 15,8 44,3 39,8
3 2015 32,4 50,7 16,9 26,7 47,2 26,1
4 2016 45,1 44,0 10,9 38,7 41,1 20,2
5 2017 39,2 49,1 11,7 35,6 46,5 17,9
6 2018 29,6 56,3 14,1 30,2 49,8 20,0
7 2019 35,9 51,8 12,2 26,8 52,1 21,1
8 2020 34,1 51,5 14,4 27,9 46 26,1
9 2021 35,1 51,2 13,6 22,5 49 28,6
10 2022 26,1 57,9 16 25,7 45 29,3
11 2023 39,8 48,7 11,5 34,5 48,5 17,1

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Abbildung B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg 2023


*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg 2023

wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 38,0 48,7 13,3
2 Zum Vergleich: Deutschland 41,7 47,7 10,6
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 39,8 48,7 11,5
6 mit MH 34,5 48,5 17,1
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ... davon ohne MH 35,4 51,6 (13,0)
11 ... davon mit MH 30,7 43,4 25,9
12 Frauen
13 ... davon ohne MH 44,5 45,6 (9,9)
14 ... davon mit MH 38,0 53,2 8,7
15

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:

86,7 % der Bevölkerung in Baden-Württemberg machten sich 2023 große (38,0 %) oder einige Sorgen (48,7 %) wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass. Menschen ohne Migrationshintergrund sorgten sich dabei etwas häufiger (große oder einige Sorgen: 88,5 %) als Menschen mit Migrationshintergrund (große oder einige Sorgen: 83,0 %).

Sowohl bei Menschen mit als auch bei Menschen ohne Migrationshintergrund machten sich Frauen häufiger große Sorgen oder einige Sorgen als Männer. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ohne Migrationshintergrund, die sich einige oder große Sorgen machten, betrug 3,1 Prozentpunkte. Zwischen Frauen und Männern mit Migrationshintergrund betrug dieser Unterschied 17,4 Prozentpunkte. Am häufigsten gaben Männer mit Migrationshintergrund an, sich keine Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass zu machen. Frauen ohne Migrationshintergrund machen sich hingegen am häufigsten große Sorgen (44,5 %).
Im Zeitverlauf ist der Anteil derer, die angaben sich große Sorgen zu machen, in der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund ab 2023 deutlich angestiegen. Der Anteil derer, die sich große Sorgen machen ist im Jahr 2023 mit 39,8 % auf einem ähnlichen Niveau wie zuletzt im Jahr 2017 (39,2 %).

Definition:
Dargestellt wird, inwiefern sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg Sorgen macht über Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Deutschland.

Bewertung und empirische Relevanz:
Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass wirken ausgrenzend und integrationsfeindlich. Der Indikator zeigt, inwiefern sich die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Baden-Württemberg wegen solcher Diskriminierungen im Land generell Sorgen machen. Das kann einen Hinweis darauf geben, inwiefern im Land eine Willkommenskultur für Zugewanderte herrscht.

Datenquelle:
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabellenarchiv:

2018


Tabelle B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg 2018


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 29,8 54,4 15,8
2 Zum Vergleich: Deutschland 33,6 52,1 14,3
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 29,6 56,3 14,1
6 mit MH 30,2 49,8 20,0
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ... davon ohne MH 24,9 57,4 17,7
11 ... davon mit MH 26,1 48,8 25,2
12 Frauen
13 ... davon ohne MH 34,2 55,2 10,6
14 ... davon mit MH 33,9 50,6 15,5

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v35, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2019


Tabelle B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg 2019


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 33,5 51,9 14,6
2 Zum Vergleich: Deutschland 36,8 49,9 13,3
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 35,9 51,8 12,2
6 mit MH 26,8 52,1 21,1
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ... davon ohne MH 31,0 52,9 16,1
11 ... davon mit MH 22,6 53,9 23,4
12 Frauen
13 ... davon ohne MH 40,7 50,8 (8,5)
14 ... davon mit MH 30,5 50,5 19

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


2020


Tabelle B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Baden-Württemberg 2020


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 32,5 50,1 17,5
2 Zum Vergleich: Deutschland 36,2 49,9 14,0
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 34,1 51,5 14,4
6 mit MH 27,9 46,0 26,1
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ... davon ohne MH 30,6 52,4 17,0
11 ... davon mit MH (25,7) 43,0 31,4
12 Frauen
13 ... davon ohne MH 37,5 50,6 11,9
14 ... davon mit MH 29,7 48,6 21,8

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


2021


Tabelle B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg 2021


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 31,7 50,6 17,7
2 Zum Vergleich: Deutschland 35,6 51,2 13,2
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 35,1 51,2 13,6
6 mit MH 22,5 49,0 28,6
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ... davon ohne MH 30,5 55,3 (14,2)
11 ... davon mit MH 21,2 46,7 32,1
12 Frauen
13 ... davon ohne MH 39,6 47,3 (13,1)
14 ... davon mit MH (23,5) 50,8 27,7

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


2022


Tabelle B2.2.3 Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass in Baden-Württemberg 2022


wdt_ID nach Merkmal große Sorgen (in %) einige Sorgen (in %) keine Sorgen (in %)
1 Insgesamt 26,0 53,8 20,2
2 Zum Vergleich: Deutschland 31,0 53,8 15,3
3 -
4 Nach Migrationshintergrund*
5 ohne MH 26,1 57,9 16,0
6 mit MH 25,7 45,0 29,3
7 -
8 Nach Geschlecht und MH
9 Männer
10 ... davon ohne MH 19,6 63,2 17,2
11 ... davon mit MH 25,2 41,5 33,4
12 Frauen
13 ... davon ohne MH 32,8 52,5 14,7
14 ... davon mit MH 26,2 48,2 25,5

*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
Datenquelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) v40.1, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Einschätzung Stand Integration

Dargestellt wird, inwiefern die Integration von Zugewanderten sowohl am Wohnort als auch in Baden-Württemberg als gelungen eingeschätzt wird.

Abbildung B2.3 Einschätzung der Bevölkerung zum Stand der Integration in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund 2024


*) () = Angaben für Personen ohne MH und mit MH ist der Anteil der den Stand der Integration als sehr gut bewertet in Klammern, da der Zahlenwert unsicher ist. Dies gilt auch für den Anteil der Personen mit MH, die den Stand der Integration als überhaupt nicht gelungen bewerten.
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B2.3 Einschätzung der Bevölkerung zum Stand und zur Entwicklung der Integration in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2024

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Integration am Wohnort
3 sehr gut gelungen 8,6 6,5 8,3 (7,0) 8,9 (7,1)
4 gut 49,1 52,9 47,8 51,2 50,5 53,5
5 weniger gut 24,8 27,1 25,7 25,7 23,9 29,2
6 überhaupt nicht 6,2 (7,5) 7,9 (9,2) (4,5) (4,5)
7 keine Zugewanderten am Wohnort (1,9) (0,9) (1,4) (1,5) (2,4) 0
8 in Baden-Württemberg
9 sehr gut gelungen (1,4) (2,3) (1,4) (3,1) (1,4) (2,5)
10 gut 31,6 39,5 31,1 40,9 32,1 38,7
11 weniger gut 47,1 41,6 47,4 39,5 46,8 41,5
12 überhaupt nicht 7,5 (4,8) 9,7 (5,0) (5,2) (4,3)
13 in Baden-Württemberg in den kommenden 5 Jahren
14 eher verbessern 19,5 26,0 17,8 27,0 21,2 27,2
15 eher verschlechtern 26,0 26,3 27,0 24,2 25,1 26,9
16 wird sich nicht viel ändern 47,9 40,9 49,0 42,7 46,8 38,1

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Einordnung der Ergebnisse:
Die Integration am Wohnort wurde im Jahr 2024 überwiegend als (sehr) gut bewertet. Hinsichtlich des Geschlechts und des Migrationshintergrunds der befragten Personen sind keine großen Differenzen in der Einschätzung zu beobachten. Die Integration in Baden-Württemberg wurde 2024 hingegen als überwiegend weniger gut bzw. überhaupt nicht gut eingeschätzt. Personen mit Migrationshintergrund schätzten die Situation in Baden-Württemberg besser ein (gut/sehr gut gelungen: 41,8 %) als Personen ohne Migrationshintergrund (gut/sehr gut gelungen: 33,0 %).
26,0 % der Personen mit Migrationshintergrund und 19,5 % der Personen ohne Migrationshintergrund erwarteten, dass sich die Integration von Zugewanderten in den nächsten 5 Jahren eher verbessern wird. Der Anteil an Personen, der erwartete, dass sich die Integration in Baden-Württemberg eher verschlechtern wird, war bei Personen mit und ohne Migrationshintergrund mit rund 26 % in etwa gleich groß. Weniger als die Hälfte der Personen erwartete, dass sich nicht viel verändern wird (Personen ohne MH 47,9 %; Personen mit MH 40,9 %). Beim Vergleich der Ergebnisse der Befragung aus dem Jahr 2024 mit den Ergebnissen des Jahres 2019 wird ersichtlich, dass 2019 sowohl der Stand der Integration am Wohnort als auch in Baden-Württemberg deutlich positiver bewertet wurde. 2024 wurde der Stand der Integration am Wohnort von 57,7 % der Personen ohne Migrationshintergrund und 59,4 % der Personen mit Migrationshintergrund überwiegend als (sehr) gut gelungen eingeschätzt. Im Jahr 2019 waren diese Anteile bei Personen ohne Migrationshintergrund um 6,2 Prozentpunkte und bei Personen mit Migrationshintergrund um 5,5 Prozentpunkte größer als 2024. Auch die Bewertung der Integration in Baden-Württemberg fiel im Jahr 2019 viel positiver aus als 2024. Während im Jahr 2024 33,0 % der Personen ohne Migrationshintergrund angaben, dass sie die Integration in Baden-Württemberg als (sehr) gut gelungen bewerten, gaben dies im Jahr 2019 47,9 % der Personen ohne Migrationshintergrund an. Auch Personen mit Migrationshintergrund gaben 2024 weniger häufig an, dass die Integration in Baden-Württemberg (sehr) gut gelungen ist als 2019 (2024: 41,8 %; 2019: 52 %). Außerdem war im Jahr 2024 der Anteil an Personen ohne Migrationshintergrund, der erwartete, dass sich die Integration in Baden-Württemberg in den nächsten 5 Jahren verbessern wird um 14,1 Prozentpunkte kleiner als im Jahr 2019. Bei Personen mit Migrationshintergrund war dieser Anteil im Jahr 2024 um 8,6 Prozentpunkte kleiner als im Jahr 2019.

Definition:
Dargestellt wird, inwiefern die Integration von Zugewanderten sowohl am Wohnort als auch in Baden-Württemberg als gelungen eingeschätzt wird.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator gibt Auskunft über den wahrgenommenen Stand sowie über die erwartete Entwicklung der Integration in Baden-Württemberg. Erfahrungen, Wahrnehmungen und Einschätzungen sind wichtige Aspekte, wenn es darum geht, den Stand der Integration aus subjektiver Sicht zu verstehen. Diese können dabei helfen, mögliche Widersprüche zwischen objektiven und subjektiven Befunden zu erkennen.

Hinweis:
Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.

Datenquelle:
Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Die Berechnungen wurden von der FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg durchgeführt.

Tabellenarchiv:

2012


Tabelle B2.3 Einschätzung der Bevölkerung zum Stand und zur Entwicklung der Integration in Baden-Württemberg 2012 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Integration am Wohnort
3 sehr gut gelungen 11,9 10,2 11,0 9,5 12,8 10,8
4 gut 59,8 62,8 58,4 58,1 61,1 66,9
5 weniger gut 15,6 17,2 17,5 17,6 13,8 16,8
6 überhaupt nicht 2,8 3,9 3,9 5,2 1,8 2,9
7 keine Zuwanderer am Wohnort 3,8 1,4 3,5 2,1 4,1 0,8
8 in Baden-Württemberg
9 sehr gut gelungen 2,3 4,5 2,2 5,6 2,4 3,6
10 gut 57,6 59,6 59,9 59,9 55,3 59,4
11 weniger gut 28,6 27,9 27,4 27,2 29,7 28,6
12 überhaupt nicht 1,6 0,8 2,4 0,6 0,8 1,0
13 in Baden-Württemberg in den kommenden 5 Jahren
14 eher verbessern 39,5 35,7 38,6 37,0 40,4 34,5
15 eher verschlechtern 5,4 5,2 6,7 5,0 4,2 5,4
16 keine großen Veränderungen 51,3 52,5 52,0 51,2 50,6 53,7

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


2019


Tabelle B2.3 Einschätzung der Bevölkerung zum Stand und zur Entwicklung der Integration in Baden-Württemberg 2019 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100
2 Integration am Wohnort
3 sehr gut gelungen 12,4 17,5 13,4 17,6 11,3 17,5
4 gut 51,5 47,4 50,5 48,5 52,6 46,3
5 weniger gut 19,2 21,6 19,2 20,9 19,2 22,2
6 überhaupt nicht 3,7 3,6 5,1 5,3 2,2 2,5
7 keine Zuwanderer am Wohnort 4,2 2,5 4,6 1,2 3,9 3,7
8 in Baden-Württemberg
9 sehr gut gelungen 1,5 7,8 1,2 9,6 1,9 6,1
10 gut 46,4 44,2 48,7 43,0 44,1 45,3
11 weniger gut 35,9 28,5 38,2 31,1 33,6 26,0
12 überhaupt nicht 2,5 3,8 3,4 3,0 1,6 4,6
13 in Baden-Württemberg in den kommenden 5 Jahren
14 eher verbessern 33,6 34,6 32,2 38,8 35,0 30,5
15 eher verschlechtern 10,5 15,0 12,3 13,1 8,5 16,8
16 keine großen Veränderungen 51,4 42,1 50,9 41,7 51,9 42,5

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


Integrationserwartungen an Zugewanderte

Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Erwartungen an Zugewanderte.

Abbildung B2.4 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Zugewanderte in Baden-Württemberg 2024


Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die eher nicht zustimmen, überhaupt nicht zustimmen oder keine Angaben gemacht haben.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B2.4 Zustimmung z u Integrationserwartungen an Zugewanderte in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2024

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Zugewanderte sollten die Gesetze in Deutschland beachten.
2 stimme voll und ganz zu 96,9 96,6 97,3 96,7 97,6 96,6 97,4
3 stimmer eher zu 3,0 3,3 (2,3) (3,4) (2,0) (3,3) (2,5)
4 Zugewanderte sollten die deutsche Sprache lernen.
5 stimme voll und ganz zu 84,2 84,7 82,8 82,0 81,8 87,3 82,1
6 stimmer eher zu 15,4 15,1 16,2 18,0 17,0 12,3 17,0
7 Zugewanderte sollten sich um einen Arbeitsplatz bemühen.
8 stimme voll und ganz zu 79,2 79,9 76,4 77,4 75,9 82,3 76,4
9 stimmer eher zu 19,2 18,8 21,1 21,1 21,5 16,5 21,4
10 Zugewanderte sollten hinter den Werten unserer Gesellschaft stehen.
11 stimme voll und ganz zu 69,0 70,1 66,3 67,7 66,1 72,5 66,7
12 stimmer eher zu 25,4 25,0 25,6 26,7 26,3 23,4 25,4
13 Zugewanderte sollten die Schule erfolgreich abschließen.
14 stimme voll und ganz zu 55,4 54,4 58,4 52,6 57,3 56,3 58,5
15 stimmer eher zu 38,4 38,9 36,0 40,7 37,8 37,2 36,5
16 Zugewanderte sollten Freundschaften mit Deutschen schließen.
17 stimme voll und ganz zu 46,4 45,8 48,8 41,9 48,7 49,6 49,6
18 stimmer eher zu 43,1 43,6 42,0 44,5 42,0 42,6 42,6
19 Zugewanderte sollten ihre kulturelle und religiöse Lebensweise teilweise aufgeben.
20 stimme voll und ganz zu 9,8 9,7 10,3 10,2 10,3 9,3 9,3
21 stimmer eher zu 23,2 22,7 24,0 23,4 25,4 22,0 25,0

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die eher nicht zustimmen, überhaupt nicht zustimmen oder keine Angaben gemacht haben.
*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Datenquelle: Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Einordnung der Ergebnisse:
Im Jahr 2024 stimmten 96,9 % der befragten Personen der Aussage, dass Zugewanderte die Gesetze in Deutschland beachten sollten, voll und ganz zu. 84,2 % der Personen stimmten der Aussage, dass Zugewanderte die deutsche Sprache lernen sollten und 79,2 % der Aussage, dass sich Zugewanderte um einen Arbeitsplatz bemühen sollten, voll und ganz zu. Weniger Zustimmung erhielten die Erwartungen, dass Zugewanderte hinter den Werten unserer Gesellschaft stehen (69,0 %), die Schule erfolgreich abschließen (55,4 %) und Freundschaften mit Deutschen schließen (46,4 %) sollten. Die geringste Zustimmung erhielt die Aussage, Zugewanderte sollten ihre kulturelle und religiöse Lebensweise teilweise aufgeben (9,8 %).
Ein Vergleich der Befragungsergebnisse der Jahre 2024 mit 2019 zeigt, dass sich die Erwartungen hinsichtlich der Beachtung der Gesetze, Bemühung um einen Arbeitsplatz, des Erlernens der deutschen Sprache sowie des Schließens von Freundschaften mit Deutschen, der Anerkennung von Werten der deutschen Gesellschaft und der Anpassung der Lebensweise kaum verändert haben. In Hinblick auf die Erwartung, dass Zugewanderte die Schule erfolgreich abschließen, ist die Zustimmung im Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2019 etwas stärker ausgeprägt (+1,9 %).

Definition:
Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Erwartungen an Zugewanderte.

Bewertung und empirische Relevanz:
Damit die Integration in die Gesellschaft nicht nur gelingt, sondern auch erhalten bleibt, bedarf es u. a. eines Grundverständnisses von Normen und Werten als sinngebenden (Handlungs-)Rahmen. Anhand der Zustimmung zu verschiedenen Lebensbereichen lässt sich feststellen, worauf wie viel Wert gelegt wird und ob sich dieses Verständnis nach Migrationshintergrund unterscheidet.

Hinweis:
Die Integrationserwartungen der Baden-Württemberger an Zugewanderte wurden abgefragt anhand verschiedener Aussagen, denen man zustimmen konnte oder die man ablehnen konnte. Der Fragelaut begann dabei jeweils mit folgendem Satz: „Es gibt ja unterschiedliche Vorstellungen darüber, was Zugewanderte tun sollten, damit sie gut in die Gesellschaft integriert sind. Sagen Sie mir bitte jeweils, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen.“ Die Antwortmöglichkeiten waren dabei „stimme voll und ganz zu, stimme eher zu, stimme eher nicht zu und stimme überhaupt nicht zu“. Für die Analyse wurde hier nur der Anteil derer dargestellt, die den jeweiligen Aussagen voll und ganz oder eher zustimmen.

Datenquelle:
Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Die Berechnungen wurden von der FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg durchgeführt.

Tabellenarchiv:

2012


Tabelle B2.4 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Zugewanderte in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2012


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Zugewanderte sollten die Gesetze in Deutschland beachten.
2 stimme voll und ganz zu 94,1 95,1 90,4 94,9 90,5 95,2 90,3
3 stimmer eher zu 5,5 4,9 8,1 5,0 7,5 4,7 8,5
4 Zugewanderte sollten die deutsche Sprache lernen.
5 stimme voll und ganz zu 92,0 92,2 91,9 92,3 89,7 92,0 93,8
6 stimmer eher zu 7,6 7,5 7,6 7,5 9,2 7,5 6,1
7 Zugewanderte sollten sich um einen Arbeitsplatz bemühen.
8 stimme voll und ganz zu 84,9 85,1 84,1 84,9 81,5 85,4 86,4
9 stimmer eher zu 13,5 13,6 13,1 14,3 14,9 13,0 11,5
10 Zugewanderte sollten die Schule erfolgreich abschließen.
11 stimme voll und ganz zu 70,1 70,9 66,2 71,5 69,1 70,2 63,7
12 stimmer eher zu 24,3 24,3 24,5 24,2 22,5 24,4 26,3
13 Zugewanderte sollten Freundschaften mit Deutschen schließen.
14 stimme voll und ganz zu 54,3 53,3 58,1 50,5 56,8 56,0 59,2
15 stimmer eher zu 38,6 39,1 37,0 42,0 37,4 36,3 36,6
16 Zugewanderte sollten ihre kulturelle und religiöse Lebensweise teilweise aufgeben.
17 stimme voll und ganz zu 9,6 9,5 10,2 9,5 14,2 9,5 6,7
18 stimmer eher zu 23,7 23,4 25,0 24,9 19,5 21,9 29,7

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


2019


Tabelle B2.4 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Zugewanderte in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2019


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Zugewanderte sollten die Gesetze in Deutschland beachten.
2 stimme voll und ganz zu 96,8 97,3 94,4 97,9 91,1 96,6 97,7
3 stimmer eher zu 3,1 2,7 5,2 2,0 8,9 3,4 1,6
4 Zugewanderte sollten die deutsche Sprache lernen.
5 stimme voll und ganz zu 91,8 91,4 93,8 90,8 94,8 92,0 92,9
6 stimmer eher zu 8,1 8,5 5,8 9,1 5,0 8,0 6,6
7 Zugewanderte sollten sich um einen Arbeitsplatz bemühen.
8 stimme voll und ganz zu 80,3 79,3 85,8 78,8 82,9 79,9 88,6
9 stimmer eher zu 17,5 18,5 12,2 18,6 14,7 18,5 9,8
10 Zugewanderte sollten hinter den Werten unserer Gesellschaft stehen.**
11 stimme voll und ganz zu 65,3 66,3 60,1 67,6 58,8 64,9 61,5
12 stimmer eher zu 28,9 28,4 31,5 26,4 35,6 30,4 27,6
13 Zugewanderte sollten die Schule erfolgreich abschließen.
14 stimme voll und ganz zu 62,4 61,3 68,2 60,8 64,8 61,8 71,5
15 stimmer eher zu 29,5 30,6 23,9 31,7 24,7 29,4 23,1
16 Zugewanderte sollten Freundschaften mit Deutschen schließen.
17 stimme voll und ganz zu 46,7 45,2 54,2 41,9 46,2 48,6 61,9
18 stimmer eher zu 43,0 44,0 37,3 47,0 45,4 40,9 37,3
19 Zugewanderte sollten ihre kulturelle und religiöse Lebensweise teilweise aufgeben.
20 stimme voll und ganz zu 9,9 9,9 9,5 11,4 9,6 8,4 9,3
21 stimmer eher zu 22,1 21,5 25,4 21,2 25,6 21,8 25,3

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
**) Die Frage wurde lediglich bei der Umfrage „Integration unter Druck gestellt“ gestellt.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


Integrationserwartungen an Einheimische

Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Integrationserwartungen an Einheimische sowie die Anteile derjeingen, die diese Integrationsbemühungen umsetzen.

Abbildung B2.5 Integrationserwartungen an Einheimische in Baden-Württemberg 2024


Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die eher nicht zustimmen, überhaupt nicht zustimmen oder keine Angaben gemacht haben.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.

Tabelle B2.5.1 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Einheimische in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2024

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Einheimische sollten Zugewanderte persönlich willkommen heißen.
2 stimme voll und ganz zu 23,4 23,7 22,8 23,3 21,8 24,2 22,3
3 stimmer eher zu 44,1 43,6 46,0 42,1 45,0 45,2 46,0
4 Einheimische sollten Zugewanderten Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
5 stimme voll und ganz zu 55,3 56,0 54,1 57,6 51,8 54,5 53,4
6 stimmer eher zu 36,7 36,7 36,1 36,8 37,6 36,6 36,5
7 Einheimische sollten Zugewanderten Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.
8 stimme voll und ganz zu 45,0 45,4 44,7 47,3 42,2 43,5 44,8
9 stimmer eher zu 43,5 44,1 41,3 40,6 42,1 47,5 41,5
10 Einheimische sollten Zugewanderte zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein, ermuntern.
11 stimme voll und ganz zu 49,8 50,1 49,8 48,4 47,5 51,8 50,1
12 stimmer eher zu 41,6 42,0 40,1 42,4 41,4 41,7 39,8
13 Einheimische sollten Zugewanderte auch einmal nach Hause einladen.
14 stimme voll und ganz zu 14,0 13,9 14,9 13,4 13,8 14,5 14,5
15 stimmer eher zu 46,5 48,8 38,6 44,4 40,6 53,2 38,5
16 Einheimische sollten für Zugewanderte Partei ergreifen, wenn sie benachteiligt werden.
17 stimme voll und ganz zu 52,0 51,9 52,0 53,1 51,6 50,6 52,7
18 stimmer eher zu 35,6 37,2 31,1 36,0 29,8 38,3 30,0

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die eher nicht zustimmen, überhaupt nicht zustimmen oder keine Angaben gemacht haben.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Tabelle B2.5.2 Integrationserwartungen an Einheimische in den letzten 12 Monaten selbst erfüllt in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2024

wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100 100
2 Einheimische sollten Zugewanderte persönlich willkommen heißen.
3 ja 31,4 28,7 42,0 31,7 39,8 25,7 42,0
4 nein 19,9 20,5 17,4 19,8 17,1 21,3 16,8
5 kein Kontakt zu Zugewanderten 47,0 49,0 39,4 47,0 41,7 50,9 39,8
6 Einheimische sollten Zugewanderten Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
7 ja 37,8 35,5 46,9 37,3 43,7 33,8 46,1
8 nein 14,8 15,1 13,2 15,0 14,1 15,2 13,5
9 kein Kontakt zu Zugewanderten 47,0 49,0 39,4 47,0 41,7 50,9 39,8
10 Einheimische sollten den Zugewanderten Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.
11 ja 30,7 27,5 42,1 26,6 39,6 28,4 42,1
12 nein 21,4 22,6 17,9 25,1 18,1 20,0 17,3
13 kein Kontakt zu Zugewanderten 47,0 49,0 39,4 47,0 41,7 50,9 39,8
14 Einheimische sollten Zugewanderte zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein, ermuntern.
15 ja 29,4 29,1 30,9 28,1 28,3 30,0 31,3
16 nein 22,6 21,3 27,5 23,7 27,6 18,9 26,5
17 kein Kontakt zu Zugewanderten 47,0 49,0 39,4 47,0 41,7 50,9 39,8
18 Einheimische sollten Zugewanderte auch einmal nach Hause einladen.
19 ja 26,7 24,3 35,7 22,8 32,9 25,8 35,2
20 nein 26,0 26,6 24,3 29,8 24,7 23,3 24,3
21 kein Kontakt zu Zugewanderten 47,0 49,0 39,4 47,0 41,7 50,9 39,8
22 Einheimische sollten für Zugewanderte Partei ergreifen, wenn sie benachteiligt werden.
23 ja 22,9 20,9 30,4 18,9 27,7 22,8 30,6
24 nein 23,6 23,4 24,5 25,7 25,3 21,0 23,2
25 kein Kontakt zu Zugewanderten 47,0 49,0 39,4 47,0 41,7 50,9 39,8

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, eigene Auswertung FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.


Einordnung der Ergebnisse:
Im Jahr 2024 stimmten über 90 % der befragten Personen den Aussagen „Einheimische sollten Zugewanderten Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben“ (92,0 %) und „zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein, ermuntern“ (91,4 %) voll und ganz oder eher zu. 88,5 % der Befragten stimmten der Aussage „Einheimische sollten Zugewanderten bei konkreten Problemen z. B. mit Ämtern und Behörden, anbieten“ und 87,6 % der Aussage „Einheimische sollten für Zugewanderte Partei ergreifen, wenn sie benachteiligt werden“ voll und ganz oder eher zu. Am geringsten war die Zustimmung zu den Aussagen „Einheimische sollten Zugewanderte persönlich willkommen heißen“ (67,5 %) und „Einheimische sollten Zugewanderte auch einmal nach Hause einladen“ (60,5 %).
Auf die Frage, ob die Befragten die Erwartungen in den letzten 12 Monaten selbst erfüllt haben, gaben insgesamt 37,8 % der Personen an, Zugewanderten Tipps zum Einleben gegeben zu haben. Rund 30 % gaben an, Zugewanderte persönlich willkommen geheißen (31,4 %), bei konkreten Problemen geholfen (30,7 %) oder Zugewanderte ermuntert zu haben, an Freizeitaktivitäten teilzunehmen (29,4 %). 26,7 % der befragten Personen haben Zugewanderte nach Hause eingeladen und 22,9 % Partei ergriffen, wenn Zugewanderte benachteiligt wurden. Personen mit Migrationshintergrund gaben deutlich häufiger als Personen ohne Migrationshintergrund an, die Integrationserwartungen selbst erfüllt zu haben.
Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2019 sind kaum Veränderungen bei der Erfüllung der Integrationserwartungen zu beobachten. Lediglich bei der Zustimmung zur Frage, ob die Befragten Zugewanderte schon einmal nach Hause eingeladen haben, ist ein größerer Anstieg zu vermerken. Im Jahr 2019 antworteten 20,5 % der Befragten mit „ja“, wohingegen im Jahr 2024 26,7 % der befragten Personen angab, Zugewanderte nach Hause eingeladen zu haben.

Definition:
Dargestellt werden die Anteile an Zustimmung bzw. an Ablehnung verschiedener Erwartungen an Einheimische, sowie die Anteile derjenigen, die diese Integrationsbemühungen umsetzen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Damit Integration in die Gesellschaft nicht nur gelingt, sondern auch erhalten bleibt, bedarf es u. a. eines Grundverständnisses von Normen und Werten als sinngebenden (Handlungs-)Rahmen, welcher sich auch in Integrationsbemühungen auf beiden Seiten widerspiegelt. Anhand der Zustimmung zu den verschiedenen Aussagen kann festgestellt werden, auf welche der genannten Bereiche wie viel Wert gelegt wird und ob sich dieses Verständnis nach Migrationshintergrund unterscheidet. Einheimische spielen eine wichtige Rolle im Integrationsprozess: Sie können durch unterschiedliche Maßnahmen neu Zugewanderte bei der Integration unterstützen. Dieser Indikator gibt auch Auskunft darüber, inwieweit verschiedene Integrationsbemühungen tatsächlich stattfinden.

Hinweis:
Die Integrationserwartungen der Baden-Württemberger an Einheimische wurden anhand verschiedener Aussagen abgefragt, denen die Befragen zustimmen oder ablehnen konnten. Der Fragelaut begann dabei jeweils mit folgendem Satz: „Was, meinen Sie, sollten Einheimische tun, wenn sie in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder im Bekanntenkreis auf Personen treffen, die gerade nach Deutschland zugewandert sind? Sagen Sie mir bitte jeweils, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen.“ Die Antwortmöglichkeiten waren dabei „stimme voll und ganz zu, stimme eher zu, stimme eher nicht zu und stimme überhaupt nicht zu“. Für die Analyse wurde hier nur der Anteil derer dargestellt, die den jeweiligen Aussagen voll und ganz oder eher zustimmen.

Datenquelle:
Umfrage „Integration in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Die Berechnungen wurden von der FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg durchgeführt.

Tabellenarchiv:

2012


Tabelle B2.5.1 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Einheimische in Baden-Württemberg 2012 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Einheimische sollten Zugewanderte persönlich willkommen heißen.
2 stimme voll und ganz zu 32,8 32,8 31,8 28,3 32,1 37,2 31,5
3 stimmer eher zu 40,2 39,2 44,7 42,2 42,8 36,3 46,3
4 Einheimische sollten Zugewanderten Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
5 stimme voll und ganz zu 56,9 55,8 60,7 55,8 58,2 55,7 62,9
6 stimmer eher zu 35,1 36,1 31,9 38,5 33,5 33,8 30,5
7 Einheimische sollten Zugewanderten Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.
8 stimme voll und ganz zu 56,8 55,5 61,0 51,8 54,5 59,1 66,6
9 stimmer eher zu 35,2 35,9 33,1 38,4 37,7 33,5 29,0
10 Einheimische sollten Zugewanderte zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein ermuntern.
11 stimme voll und ganz zu 51,3 51,5 50,7 49,5 42,5 53,4 57,9
12 stimmer eher zu 38,4 38,6 37,4 40,6 42,4 36,6 33,1
13 Einheimische sollten Zugewanderte auch einmal nach Hause einladen.
14 stimme voll und ganz zu 30,1 29,8 30,8 27,0 29,8 32,5 31,7
15 stimmer eher zu 44,1 45,1 40,2 45,3 44,3 44,9 36,6
16 Einheimische sollten für Zugewanderte Partei ergreifen, wenn sie benachteiligt werden.
17 stimme voll und ganz zu 51,3 52,1 47,8 49,2 45,5 55,0 49,8
18 stimmer eher zu 36,1 36,2 35,8 38,5 38,4 34,0 33,5

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.



Tabelle B2.5.2 Integrationserwartungen an Einheimische in den letzten 12 Monaten selbst erfüllt in Baden-Württemberg 2012 nach Migrationshintergrund*


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
2 Einheimische sollten Zugewanderte persönlich willkommen heißen.
3 ja 38,3 36,1 45,3 34,7 48,9 37,5 42,2
4 nein 50,3 51,6 46,6 55,1 43,5 48,0 49,3
5 kein Kontakt zu Zugewanderten 9,7 10,9 6,2 8,8 6,2 13,0 6,1
6 Einheimische sollten Zugewanderten Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
7 ja 49,8 48,6 54,8 50,0 59,7 47,2 50,3
8 nein 38,7 39,2 36,9 39,3 28,5 39,0 44,5
9 kein Kontakt zu Zugewanderten 9,5 10,5 5,6 9,5 8,6 11,7 2,8
10 Einheimische sollten Zugewanderten Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden anbieten.
11 ja 43,9 40,4 55,3 38,9 56,7 41,8 54,1
12 nein 45,7 48,3 37,8 51,6 34,2 44,9 40,7
13 kein Kontakt Zugewanderten 9,3 10,5 5,3 8,9 6,5 12,2 4,3
14 Einheimische sollten Zugewanderte zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein ermuntern.
15 ja 45,3 45,4 45,5 46,0 44,8 44,9 46,1
16 nein 45,2 45,3 45,0 46,0 45,9 44,6 44,2
17 kein Kontakt zu Zugewanderten 7,9 8,2 7,0 7,3 6,4 9,2 7,5
18 Einheimische sollten Zugewanderte auch einmal nach Hause einladen.
19 ja 46,7 43,9 55,6 41,2 54,3 46,5 56,7
20 nein 44,7 47,4 36,3 52,4 38,6 42,4 34,3
21 kein Kontakt zu Zugewanderten 7,8 8,2 7,0 6,0 5,6 10,3 8,2
22 Einheimische sollten für Zugewanderte Partei ergreifen, wenn sie benachteiligt werden.
23 ja 39,2 38,6 42,3 39,4 44,7 37,7 40,2
24 nein 45,5 45,3 45,7 43,2 42,7 47,6 48,3
25 kein Kontakt zu Zugewanderten 11,4 13,0 6,1 14,4 7,3 11,4 5,0

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfragestudie „Gelebte Vielfalt“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


2019


Tabelle B2.5.1 Zustimmung zu Integrationserwartungen an Einheimische in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2019


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Einheimische sollten Zugewanderte persönlich willkommen heißen.
2 stimme voll und ganz zu 23,1 22,9 24,1 20,4 18,5 25,4 29,6
3 stimmer eher zu 43,3 43,5 42,1 42,7 47,1 44,4 37,2
4 Einheimische sollten Zugewanderten Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
5 stimme voll und ganz zu 59,3 59,3 59,3 58,5 55,1 60,1 63,5
6 stimmer eher zu 34,9 35,0 34,1 36,4 38,9 33,6 29,4
7 Einheimische sollten Zugewanderten Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.
8 stimme voll und ganz zu 52,7 53,0 51,0 49,3 46,3 56,9 55,5
9 stimmer eher zu 37,1 37,2 37,0 39,2 41,1 35,1 33,1
10 Einheimische sollten Zugewanderte zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein ermuntern.
11 stimme voll und ganz zu 52,0 53,1 46,3 50,9 47,7 55,4 45,0
12 stimmer eher zu 38,6 38,6 38,6 40,3 38,6 36,7 38,6
13 Einheimische sollten Zugewanderte auch einmal nach Hause einladen.
14 stimme voll und ganz zu 15,1 14,6 17,6 11,7 19,1 17,5 16,2
15 stimmer eher zu 44,9 46,2 38,2 45,7 39,0 46,7 37,5
16 Einheimische sollten für Zugewanderte Partei ergreifen, wenn sie benachteiligt werden.
17 stimme voll und ganz zu 49,6 49,8 48,4 49,33 45,2 50,3 51,6
18 stimmer eher zu 35,7 37,1 28,3 37,23 30,5 36,9 26,2

*) Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.



Tabelle B2.5.2 Integrationserwartungen an Einheimische in den letzten 12 Monaten selbst erfüllt in Baden-Württemberg nach Migrationshintergrund* 2019


wdt_ID nach Merkmal Insgesamt (in %) Insgesamt ohne MH (in %) Insgesamt mit MH (in %) Männer ohne MH (in %) Männer mit MH (in %) Frauen ohne MH (in %) Frauen mit MH (in %)
1 Insgesamt 100 100 100 100 100 100 100
2 Einheimische sollten Zugewanderte persönlich willkommen heißen.
3 ja 29,6 28,0 37,8 29,7 39,4 37,5 36,2
4 nein 20,6 21,1 17,9 21,8 19,2 48,0 16,5
5 kein Kontakt zu Zugewanderten 48,7 49,8 42,9 47,7 39,2 61,8 46,6
6 Einheimische sollten Zugewanderten Tipps zum Einleben in der neuen Umgebung geben.
7 ja 35,1 33,6 43,0 35,5 43,7 31,6 42,4
8 nein 15,9 16,3 13,3 16,7 15,6 15,9 11,1
9 kein Kontakt zu Zugewanderten 48,7 49,8 42,9 47,7 39,2 51,9 46,6
10 Einheimische sollten den Zugewanderten Hilfe bei konkreten Problemen z.B. mit Ämtern und Behörden, anbieten.
11 ja 28,8 26,6 40,4 26,5 41,6 26,8 39,3
12 nein 22,2 23,5 15,4 25,5 16,9 21,3 14,0
13 kein Kontakt zu Zugewanderten 48,7 49,8 42,9 47,7 39,2 51,9 46,6
14 Einheimische sollten Zugewanderten zur Beteiligung an eigenen Freizeitaktivitäten z.B. im Verein ermuntern.
15 ja 27,8 27,1 31,2 27,6 36,5 26,5 26,2
16 nein 23,2 22,8 25,1 24,4 23,4 21,2 26,7
17 kein Kontakt zu Zugewanderten 48,7 49,8 42,9 47,7 39,2 51,9 46,6
18 Einheimische sollten Zugewanderte auch einmal nach Hause einladen.
19 ja 20,5 18,2 32,6 17,9 40,8 18,5 24,8
20 nein 30,6 31,8 24,3 34,1 19,7 29,5 28,8
21 kein Kontakt zu Zugewanderten 48,7 49,5 42,9 47,7 39,2 51,9 46,6
22 Einheimische sollten für Zugewanderte Partei ergreifen, wenn sie benachteiligt werden.
23 ja 24,0 23,8 25,3 24,3 25,2 23,2 25,5
24 nein 23,4 22,7 27,2 23,3 33,1 22,0 21,6
25 kein Kontakt zu Zugewanderten 48,7 49,8 42,9 47,7 39,2 51,9 46,6

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie nicht in Deutschland geboren wurde (1. Generation), oder mind. ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde (2. Generation).
Hinweis: Die zu 100 % fehlenden Anteile entfallen auf Personen, die keine Angaben machen konnten oder wollten.
Datenquelle: Umfrage „Integration unter Druck“, eigene Darstellung Referat 45 (Monitoring und Analysen) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.